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Dauerhafte Einträge
Gnome, TighVNC und Keymaps
Jaja, lange nichts mehr gepostet, nix los hier, tote Hose etc. pp...
Ich weiß. ich weiß. Dafür gibt es jetzt einen kleinen technischen Leckerbissen, der dem Ein oder Anderen weiterhelfen mag, der ähnlich verzweifelt Suchmaschinen gequält hat wie ich zu dem Thema.
Ausgangssituation:
2 Rechner, beide mit funktionsfähigem und ordentlich konfiguriertem Betriebssystem drauf; der eine soll auf den anderen per VNC zugreifen können und in diesem VNC einen benutzbaren Gnome-Desktop vorfinden. Soweit kein großes Ding und relativ alltäglich.
Problem:
Der Gnome-Desktop im VNC ist nicht bedienbar, da aus irgendeinem Grund das Keymapping nicht funktioniert. qwertz ergibt beispielsweise c.gvn*, was von vornherein die Vermutung ausschließt, dass es sich lediglich um ein exotisches Layout handelt, das aus irgendeinem Grunde vorkonfiguriert wäre.
Einfach über das Control Center eine andere Keymap laden hat nicht funktioniert; genausowenig wie der Lösungsversuch, einfach aus einem Xterm heraus per loadkeys dem System eine andere Keymap unterzuschieben. Die esoterische Fehlermeldung dazu lautete
(Warum auch immer), brachte mich also der Lösung nicht wirklich näher.
Nach ausgiebigem Suchmaschinenquälen brachte mich dieser Link unverhofft näher an mein Ziel. Genauer war es folgender Kommentar zu diesem Bug:
Und ja, nachdem ich zwar an sich die Gnome-Umgebung gestartet hatte, aber den Aufruf von gnome-session verhinderte, konnte ich zumindest das halbwegs brauchbare US-Keyboardlayout laden - Was für die meisten Admins und längerjährigen Nutzer keine große Hürde darstellen sollte.
So ganz zufrieden bin ich damit nicht, da ich schon gern eine frei wählbare Keymap laden können möchte, aber es ist eine benutzbare Interimslösung. Falls jemand also in dieser Richtung eine Idee hat, sei er hiermit aufgerufen, mich/uns daran teilhaben zu lassen.
Ich weiß. ich weiß. Dafür gibt es jetzt einen kleinen technischen Leckerbissen, der dem Ein oder Anderen weiterhelfen mag, der ähnlich verzweifelt Suchmaschinen gequält hat wie ich zu dem Thema.
Ausgangssituation:
2 Rechner, beide mit funktionsfähigem und ordentlich konfiguriertem Betriebssystem drauf; der eine soll auf den anderen per VNC zugreifen können und in diesem VNC einen benutzbaren Gnome-Desktop vorfinden. Soweit kein großes Ding und relativ alltäglich.
Problem:
Der Gnome-Desktop im VNC ist nicht bedienbar, da aus irgendeinem Grund das Keymapping nicht funktioniert. qwertz ergibt beispielsweise c.gvn*, was von vornherein die Vermutung ausschließt, dass es sich lediglich um ein exotisches Layout handelt, das aus irgendeinem Grunde vorkonfiguriert wäre.
Einfach über das Control Center eine andere Keymap laden hat nicht funktioniert; genausowenig wie der Lösungsversuch, einfach aus einem Xterm heraus per loadkeys dem System eine andere Keymap unterzuschieben. Die esoterische Fehlermeldung dazu lautete
$ loadkeys de-latin1-nodeadkeys
Loading /usr/share/keymaps/i386/qwertz/de-latin1-nodeadkeys.map.gz
Couldnt get a file descriptor referring to the console
(Warum auch immer), brachte mich also der Lösung nicht wirklich näher.
Nach ausgiebigem Suchmaschinenquälen brachte mich dieser Link unverhofft näher an mein Ziel. Genauer war es folgender Kommentar zu diesem Bug:
I have the same problem described in "bug description". On 7.04, I can start a vnc server (tightvnc), and the keyboard is fine until I type "gnome-session", after which point it's remapped as described.
If instead, I run:
gnome-wm &
gnome-panel &
nautilus --no-default-window &
gnome-cups-icon &
gnome-volume-manager &
it seems to give me most of gnome, minus the inconvenient keyboard remapping.
Workaround: I modified my ~/.vnc/xstartup to be:
#!/bin/sh
xrdb $HOME/.Xresources
gnome-wm &
gnome-panel &
nautilus --no-default-window &
gnome-cups-icon &
gnome-volume-manager &
xterm &
Und ja, nachdem ich zwar an sich die Gnome-Umgebung gestartet hatte, aber den Aufruf von gnome-session verhinderte, konnte ich zumindest das halbwegs brauchbare US-Keyboardlayout laden - Was für die meisten Admins und längerjährigen Nutzer keine große Hürde darstellen sollte.
So ganz zufrieden bin ich damit nicht, da ich schon gern eine frei wählbare Keymap laden können möchte, aber es ist eine benutzbare Interimslösung. Falls jemand also in dieser Richtung eine Idee hat, sei er hiermit aufgerufen, mich/uns daran teilhaben zu lassen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Technisches
am
Donnerstag, 22. November 2007 22:28
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Tags für diesen Artikel: administration
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| Top Exits (0)
Auf die Ohren, fertig, los
Ich habe gestern ein neues Spielzeug entdeckt: Last.FM
Von dessen Existenz wusste ich schon länger, aber bisher hatte ich nie die Triebe, mir das mal näher anzuschauen. Aber ich muss sagen, dieser weitere Web2.0-Dienst ist schon recht witzig - man verfeinert quasi mit jedem gehörten Stück sein Musikprofil und bekommt darauf ausgerichtet nach einer Weile verschiedene Vorschläge bzw. Hörtipps, Event-Anregungen und Download-Tipps.
Die zentrale Funktion ist das sogenannte scrobblen, d.h. der Player überträgt (im Normalfall nach etwa 50% der Spielzeit des Lieds) Titel und Interpret des Stückes, das man gerade hört, ins Netz. Last.FM stellt zum Einen diese übermittelten Informationen samt Zeitpunkt des Abspielens auf der Profilseite dar (die Liste der zuletzt abgespielten Stücke lässt sich auch per RSS abrufen - siehe den Kasten rechts, unterhalb der Linkliste hier im Blog), zum Anderen wird die Information miteinbezogen, um dem Nutzer möglichst zu seinem Geschmack passende Hörtipps zu unterbreiten.
Sehr nett sind übrigens auch die "Radiostationen". Bei der Auswahl kann man einen Interpreten angeben, dessen musikalischen Verwandten gerade dem Ohr besonders gefällig erscheinen, und Last.FM stellt einem eine Playlist zusammen, die dann per Stream aus dem Netz auf den Rechner wandert. Wahlweise kann man auch einen Tag angeben und es wird eine Playlist erstellt mit Stücken, die von den Usern entsprechend verschlagwortet wurden.
Sofern man den offiziellen Last.FM-Player nutzt (übrigens unter der GPL veröffentlicht, sehr lobens- und erwähnenswert), hat man die Möglichkeit, beim Hören den Songs eigene Tags zu verpassen, sie auf die Love- bzw. Hatelist zu setzen, oder den aktuellen Titel zu überspringen, weil man ihn gerade nicht hören mag. Sofern man ein Lied auf die Hateliste setzt, wird übrigens auch konsequenterweise zum nächsten Titel gesprungen.
Hier alle Aspekte von Last.FM zu kommentieren, würde allerdings zu umfangreich - wer durch meinen Anriss Interesse gefunden hat, dem wird der Dienst wahrscheinlich sowieso gefallen und er wird Spaß daran haben, die weiteren Möglichkeiten zu entdecken. Wem sowas nicht gefällt, den werden vermutlich auch die restlichen Features nicht umstimmen können, von daher kann ich mir an dieser Stelle so oder so weiteres Geschreibsel dazu sparen
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die deutsche Übersetzung für einen Dienst aus dem Vereinigten Königreich recht gut gelungen ist - sogar das selbst bei Deutschen sehr beliebte, überflüssige, bzw. falsche Apostroph beim Anhängen des Possessiv-S ("von Rae" -> "Rae'sRaes") wurde in der deutschen Fassung korrekt weggelassen.
Von dessen Existenz wusste ich schon länger, aber bisher hatte ich nie die Triebe, mir das mal näher anzuschauen. Aber ich muss sagen, dieser weitere Web2.0-Dienst ist schon recht witzig - man verfeinert quasi mit jedem gehörten Stück sein Musikprofil und bekommt darauf ausgerichtet nach einer Weile verschiedene Vorschläge bzw. Hörtipps, Event-Anregungen und Download-Tipps.
Die zentrale Funktion ist das sogenannte scrobblen, d.h. der Player überträgt (im Normalfall nach etwa 50% der Spielzeit des Lieds) Titel und Interpret des Stückes, das man gerade hört, ins Netz. Last.FM stellt zum Einen diese übermittelten Informationen samt Zeitpunkt des Abspielens auf der Profilseite dar (die Liste der zuletzt abgespielten Stücke lässt sich auch per RSS abrufen - siehe den Kasten rechts, unterhalb der Linkliste hier im Blog), zum Anderen wird die Information miteinbezogen, um dem Nutzer möglichst zu seinem Geschmack passende Hörtipps zu unterbreiten.
Sehr nett sind übrigens auch die "Radiostationen". Bei der Auswahl kann man einen Interpreten angeben, dessen musikalischen Verwandten gerade dem Ohr besonders gefällig erscheinen, und Last.FM stellt einem eine Playlist zusammen, die dann per Stream aus dem Netz auf den Rechner wandert. Wahlweise kann man auch einen Tag angeben und es wird eine Playlist erstellt mit Stücken, die von den Usern entsprechend verschlagwortet wurden.
Sofern man den offiziellen Last.FM-Player nutzt (übrigens unter der GPL veröffentlicht, sehr lobens- und erwähnenswert), hat man die Möglichkeit, beim Hören den Songs eigene Tags zu verpassen, sie auf die Love- bzw. Hatelist zu setzen, oder den aktuellen Titel zu überspringen, weil man ihn gerade nicht hören mag. Sofern man ein Lied auf die Hateliste setzt, wird übrigens auch konsequenterweise zum nächsten Titel gesprungen.
Hier alle Aspekte von Last.FM zu kommentieren, würde allerdings zu umfangreich - wer durch meinen Anriss Interesse gefunden hat, dem wird der Dienst wahrscheinlich sowieso gefallen und er wird Spaß daran haben, die weiteren Möglichkeiten zu entdecken. Wem sowas nicht gefällt, den werden vermutlich auch die restlichen Features nicht umstimmen können, von daher kann ich mir an dieser Stelle so oder so weiteres Geschreibsel dazu sparen
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die deutsche Übersetzung für einen Dienst aus dem Vereinigten Königreich recht gut gelungen ist - sogar das selbst bei Deutschen sehr beliebte, überflüssige, bzw. falsche Apostroph beim Anhängen des Possessiv-S ("von Rae" -> "
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Technisches
am
Donnerstag, 6. September 2007 11:01
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"Mein MySpace"
Ich treibe mich jetzt seit einigen Wochen auch aktiv auf MySpace herum (ich war schon wegen weißichnichtmehrgenau seit einigen Monaten dort angemeldet, habe den Account aber mehr oder minder brachliegenlassen).
Falls jemand wider aller Wahrscheinlichkeit nichts mit MySpace anzufangen weiß - es ist eines dieser vielen SocialNetworkingWeb2.0Communities und wird offensichtlich von einem großen Anteil der Netzbevölkerung vor allem als Selbstinszenierung und -beweihräucherung genutzt.
Nun muss man auch sagen, dass die MySpace-Macher auch genau darauf ausgerichtet Werkzeuge und Möglichkeiten zur Anpassung des Profils bereitstellen. Selten habe ich den Begriff "Pimpen" zutreffender gefunden als dort. Man kann Musik und Videos (ganz legal, sofern man sich der Ressourcen auf MySpace bedient) in sein Profil einbinden, die merkwürdigsten und unsinnigsten Sachen via verschiedener Webtechniken wie CSS veranstalten, Freunde finden und verwalten, und und und.
Das funktioniert technisch auch alles soweit ganz ordentlich... sofern man InternetExplorer und Windows nutzt. Linuxnutzer, ja, sogar Nutzer von Browser-"Alternativen" wie Firefox und Opera, bleiben gerade bei der Profilanpassung allerdings komplett außenvor. Wenigstens die beiden anderen mittlerweile schon recht stark vetretenen Browser hätte man meines Erachtens berücksichtigen sollen... von da aus wäre es auch kein großer Schritt mehr dahin, dass jedes halbwegs moderne Betriebssystem mit nicht hoffnungslos veraltetem Browser weitestgehend uneingeschränkt zum Nutzen von MySpace taugt.
"Wäääh, aber dein Profil is doch auch gepimpt! Ich denk du hast nur Linux?!" - Naja, um die Möglichkeiten ein bisschen auszuloten, habe ich mein hoffnungslos veraltetes Windows unter VMware ausgebuddelt... und dann das ganze so belassen, warum auch nicht?
Jetzt aber mal weg von den technischen Aspekten und ran an die Oberfläche, bzw die allgemeine Ausgestaltung der Profile der Nutzer. Was mir als erstes übel aufgestoßen ist: Nahezu Jeder hat irgendein Musikstück in sein Profil eingebunden (ja, auch ich), und bei nahezu Jedem dröhnt selbiges sofort aus den PC-Boxen, sobald die Profilseite geladen ist (NEIN, bei mir nicht!). Besonders nervig ist das, wenn man eine Freundschaftsanfrage bekommen hat und wissen will, wer/was das eigentlich ist - leider sind das vor allem in der Anfangszeit irgendwelche HipHopper, Rapper und Porno-Tussen. Uninteressant für mich und dementsprechend schlimm wirkt deren Musikgeschmack auf mich. Es ist übrigens wirklich kein großes Problem, die Funktion "SpieleMeinLiedAutomatischAbWennJemandMeinProfilAufruft" schon beim Einbinden des ersten Musikstücks und damit Einbinden des MySpace-Players zu unterbinden... ein einfacher Radiobutton steht zu genau diesem Zweck bereit. Wer selbständig genug ist, ein MySpace-Profil aufzurufen, dürfte auch so gerade eben noch dazu in der Lage sein zu entscheiden, ob er sich das präsentierte Musikstück anhören will oder nicht - die Beschallung ist nur einen Mausklick entfernt.
Im Großen und Ganzen ist die Navigation in den Grundeinstellungen und bei den meisten Pimp-Auswüchsen recht übersichtlich und intuitiv gehalten. Zumindest wenn man von solchen (wahrscheinlich) Lokalisierungsfehlern wie "Mein MySpace" (Mein MeinPlatz? / My MySpace?) absieht.
Hakelig wird es allerdings ausgerechnet in der Freundesliste. Die Navigationspunkte auf der "Mein MySpace"-Seite selbst sind noch einigermaßen sinnvoll. Oben rechts in dem Modul findet man einen Link, hinter dem man seine Freunde "bearbeiten" kann (dieses Bearbeiten beschränkt sich allerdings darauf, dass man mehrere Freunde gelichzeitig anwählen und löschen kann). Ganz am Ende dieser Liste findet man die Punkte Meine "Top Freunde" ändern, Anstehende Geburtstage anzeigen, Alle meine Freunde anzeigen und Anzeigen, wenn Freunde online sind.
An dieser Stelle könnte man noch darüber hinwegsehen, dass man nicht alle Optionen gebündelt an einer Stelle findet und dass es unter Umständen eine ordentliche Scrollerei erfordert, wenn man eine unfangreiche Freundesliste angelegt hat. Was aber wirklich stört ist, dass man nach Auswahl einer dieser insgesamt fünf Optionen nicht mehr auf die anderen vier zugreifen kann, sondern erst über den Umweg der Auswahl von "Mein MySpace" wieder ganz nach unten scrollen muss, um die anderen Optionen wiederzufinden.
Dass ausgerechnet die zentrale Funktion der Seite nur so umständlich bedienbar ist, wiegt schon ein bisschen schwerer als der sprichwörtliche Wermutstropfen. Die "Mein MySpace"-Seite ist selbstverständlich nicht "pimp"-bar, dass man sich da wenigstens irgendwie anderweitig behelfen könnte.
Schade eigentlich, denn ansonsten gibt es aus meiner Sicht technisch nicht nennenswert etwas zu beanstanden, wenn man von dem besagten Manko absieht, dass sich das MySpace-Universum lediglich mit dem InternetExplorer vollständig erschließt.
Falls jemand wider aller Wahrscheinlichkeit nichts mit MySpace anzufangen weiß - es ist eines dieser vielen SocialNetworkingWeb2.0Communities und wird offensichtlich von einem großen Anteil der Netzbevölkerung vor allem als Selbstinszenierung und -beweihräucherung genutzt.
Nun muss man auch sagen, dass die MySpace-Macher auch genau darauf ausgerichtet Werkzeuge und Möglichkeiten zur Anpassung des Profils bereitstellen. Selten habe ich den Begriff "Pimpen" zutreffender gefunden als dort. Man kann Musik und Videos (ganz legal, sofern man sich der Ressourcen auf MySpace bedient) in sein Profil einbinden, die merkwürdigsten und unsinnigsten Sachen via verschiedener Webtechniken wie CSS veranstalten, Freunde finden und verwalten, und und und.
Das funktioniert technisch auch alles soweit ganz ordentlich... sofern man InternetExplorer und Windows nutzt. Linuxnutzer, ja, sogar Nutzer von Browser-"Alternativen" wie Firefox und Opera, bleiben gerade bei der Profilanpassung allerdings komplett außenvor. Wenigstens die beiden anderen mittlerweile schon recht stark vetretenen Browser hätte man meines Erachtens berücksichtigen sollen... von da aus wäre es auch kein großer Schritt mehr dahin, dass jedes halbwegs moderne Betriebssystem mit nicht hoffnungslos veraltetem Browser weitestgehend uneingeschränkt zum Nutzen von MySpace taugt.
"Wäääh, aber dein Profil is doch auch gepimpt! Ich denk du hast nur Linux?!" - Naja, um die Möglichkeiten ein bisschen auszuloten, habe ich mein hoffnungslos veraltetes Windows unter VMware ausgebuddelt... und dann das ganze so belassen, warum auch nicht?
Jetzt aber mal weg von den technischen Aspekten und ran an die Oberfläche, bzw die allgemeine Ausgestaltung der Profile der Nutzer. Was mir als erstes übel aufgestoßen ist: Nahezu Jeder hat irgendein Musikstück in sein Profil eingebunden (ja, auch ich), und bei nahezu Jedem dröhnt selbiges sofort aus den PC-Boxen, sobald die Profilseite geladen ist (NEIN, bei mir nicht!). Besonders nervig ist das, wenn man eine Freundschaftsanfrage bekommen hat und wissen will, wer/was das eigentlich ist - leider sind das vor allem in der Anfangszeit irgendwelche HipHopper, Rapper und Porno-Tussen. Uninteressant für mich und dementsprechend schlimm wirkt deren Musikgeschmack auf mich. Es ist übrigens wirklich kein großes Problem, die Funktion "SpieleMeinLiedAutomatischAbWennJemandMeinProfilAufruft" schon beim Einbinden des ersten Musikstücks und damit Einbinden des MySpace-Players zu unterbinden... ein einfacher Radiobutton steht zu genau diesem Zweck bereit. Wer selbständig genug ist, ein MySpace-Profil aufzurufen, dürfte auch so gerade eben noch dazu in der Lage sein zu entscheiden, ob er sich das präsentierte Musikstück anhören will oder nicht - die Beschallung ist nur einen Mausklick entfernt.
Im Großen und Ganzen ist die Navigation in den Grundeinstellungen und bei den meisten Pimp-Auswüchsen recht übersichtlich und intuitiv gehalten. Zumindest wenn man von solchen (wahrscheinlich) Lokalisierungsfehlern wie "Mein MySpace" (Mein MeinPlatz? / My MySpace?) absieht.
Hakelig wird es allerdings ausgerechnet in der Freundesliste. Die Navigationspunkte auf der "Mein MySpace"-Seite selbst sind noch einigermaßen sinnvoll. Oben rechts in dem Modul findet man einen Link, hinter dem man seine Freunde "bearbeiten" kann (dieses Bearbeiten beschränkt sich allerdings darauf, dass man mehrere Freunde gelichzeitig anwählen und löschen kann). Ganz am Ende dieser Liste findet man die Punkte Meine "Top Freunde" ändern, Anstehende Geburtstage anzeigen, Alle meine Freunde anzeigen und Anzeigen, wenn Freunde online sind.
An dieser Stelle könnte man noch darüber hinwegsehen, dass man nicht alle Optionen gebündelt an einer Stelle findet und dass es unter Umständen eine ordentliche Scrollerei erfordert, wenn man eine unfangreiche Freundesliste angelegt hat. Was aber wirklich stört ist, dass man nach Auswahl einer dieser insgesamt fünf Optionen nicht mehr auf die anderen vier zugreifen kann, sondern erst über den Umweg der Auswahl von "Mein MySpace" wieder ganz nach unten scrollen muss, um die anderen Optionen wiederzufinden.
Dass ausgerechnet die zentrale Funktion der Seite nur so umständlich bedienbar ist, wiegt schon ein bisschen schwerer als der sprichwörtliche Wermutstropfen. Die "Mein MySpace"-Seite ist selbstverständlich nicht "pimp"-bar, dass man sich da wenigstens irgendwie anderweitig behelfen könnte.
Schade eigentlich, denn ansonsten gibt es aus meiner Sicht technisch nicht nennenswert etwas zu beanstanden, wenn man von dem besagten Manko absieht, dass sich das MySpace-Universum lediglich mit dem InternetExplorer vollständig erschließt.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Sprache, Technisches
am
Dienstag, 7. August 2007 17:19
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