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Dauerhafte Einträge
Selbstverschuldeter oder herbeigeredeter Fachkräftemangel
Kaum lebt die Konjunktur wieder auf, verteuert sich alles und die Wirtschaftsverbände beklagen sich wieder über den angeblichen immensen Fachkräftemangel. Wer erinnert sich nicht an die erfolgreiche Greencard-Kampagne Rinder statt Inder Kinder statt Rinder Kinder statt Inder, bzw. das Gegenteil davon?
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelleeinzunehmen anzunehmen.
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelle
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 20:04
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Milch für Asien, Geld aus der Tasche
Achnee... Ist ja schön, dass auch andere auf den Trichter kommen, dass das mit den Asiaten so nicht hinhauen kann. Noch schöner ist es, wenn es der Konjunkturchef des DIW Himself ist 
Im Spiegel Online, der es wiederrum vom Tagesspiegel am Sonntag hat, sagt ein gewisser Herr Alfred Steinherr, dass er auch nicht daran glaubt, dass die Preissteigerungen irgendwas mit dem Absatz in Asien zu tun haben, sondern er vermutet vielmehr, dass dort Preisabsprachen stattgefunden haben - Hintergrund: Milch und Milchprodukte gehören zu den sogenannten "Eckprodukten". An denen vergleicht die Masse der Verbraucher das Preisniveau der verschiedenen Läden. So kann man sich ausmalen, was passiert, wenn ein Laden den Preis für Milch anhebt, während die anderen Läden das Niveau halten.
Das macht Sinn (gruß an Thomas
). Jedenfalls mehr als die Begründungen über den gesteigerten Absatz in Asien.
Im Spiegel Online, der es wiederrum vom Tagesspiegel am Sonntag hat, sagt ein gewisser Herr Alfred Steinherr, dass er auch nicht daran glaubt, dass die Preissteigerungen irgendwas mit dem Absatz in Asien zu tun haben, sondern er vermutet vielmehr, dass dort Preisabsprachen stattgefunden haben - Hintergrund: Milch und Milchprodukte gehören zu den sogenannten "Eckprodukten". An denen vergleicht die Masse der Verbraucher das Preisniveau der verschiedenen Läden. So kann man sich ausmalen, was passiert, wenn ein Laden den Preis für Milch anhebt, während die anderen Läden das Niveau halten.
Das macht Sinn (gruß an Thomas
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 5. August 2007 13:43
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Tags für diesen Artikel: ansturm
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Die Asiaten saufen uns die ganze Milch weg!!!!!1
Das ist ja nun der Brüller schlechthin. Da hat uns das Sommerloch nun doch noch die Nonsens-Meldung des Jahres geliefert.
Nun sind also Milch und Molkereiprodukte um bis zu 50% teurer geworden, wie sämtliche Medien aufgeregt berichten. Der Grund: In Ostasien sei die Nachfrage nach Molkereiprodukten und Milch immens gestiegen.
Achja? Also entweder haben die Asiaten mal ganz fluchs kollektiv verdrängt, dass sie neben dem Gendefekt, der verhindert, dass sie ein wichtiges Enzym zum Alkoholabbau ausreichend bilden können, auch eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz haben, oder aber irgendjemand hat da seine Hausaufgaben nicht gemacht, als er sich ausgerechnet diesen Grund ausdachte, uns die schlagartige Preiserhöhung irgendwie zu erklären.
Zugegeben, ich hatte es zunächst auch verdrängt, aber Udo brachte mich in seinem gestrigen Blogeintrag darauf.
Nun sind also Milch und Molkereiprodukte um bis zu 50% teurer geworden, wie sämtliche Medien aufgeregt berichten. Der Grund: In Ostasien sei die Nachfrage nach Molkereiprodukten und Milch immens gestiegen.
Achja? Also entweder haben die Asiaten mal ganz fluchs kollektiv verdrängt, dass sie neben dem Gendefekt, der verhindert, dass sie ein wichtiges Enzym zum Alkoholabbau ausreichend bilden können, auch eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz haben, oder aber irgendjemand hat da seine Hausaufgaben nicht gemacht, als er sich ausgerechnet diesen Grund ausdachte, uns die schlagartige Preiserhöhung irgendwie zu erklären.
Zugegeben, ich hatte es zunächst auch verdrängt, aber Udo brachte mich in seinem gestrigen Blogeintrag darauf.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen
am
Mittwoch, 1. August 2007 19:28
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Bewertungen
Die Bewertungsfunktion habe ich jetzt deaktiviert.
Ich hatte ursprünglich gehofft, damit zur Teilnahme aktivieren zu können, aber das Feedback, was ich über Kommentare im Blog und anderswo bekomme, deckt sich so überhaupt nicht mit dem, was mir über die Bewertungen zukommt. Es ist anscheinend vorrangig eine Spielwiese für infantile Spinnereien, und das "Interesse" daran legt sich wohl auch nicht.
Diejenigen, die ich damit zu Unrecht treffen mag, sind herzlich eingeladen, ihre Ansichten über die Kommentarfunktion kundzutun. Ich kann versichern, dass die Anonymität auf Wunsch gewahrt wird - die eMail-Adressen werden nicht (mehr) angezeigt. Mit ausformulierter Kritik, egal ob positiv oder negativ, kann ich ohnedies mehr anfangen als mit schlichten Zahlen unter den Artikeln.
Ich hatte ursprünglich gehofft, damit zur Teilnahme aktivieren zu können, aber das Feedback, was ich über Kommentare im Blog und anderswo bekomme, deckt sich so überhaupt nicht mit dem, was mir über die Bewertungen zukommt. Es ist anscheinend vorrangig eine Spielwiese für infantile Spinnereien, und das "Interesse" daran legt sich wohl auch nicht.
Diejenigen, die ich damit zu Unrecht treffen mag, sind herzlich eingeladen, ihre Ansichten über die Kommentarfunktion kundzutun. Ich kann versichern, dass die Anonymität auf Wunsch gewahrt wird - die eMail-Adressen werden nicht (mehr) angezeigt. Mit ausformulierter Kritik, egal ob positiv oder negativ, kann ich ohnedies mehr anfangen als mit schlichten Zahlen unter den Artikeln.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Technisches
am
Montag, 23. Juli 2007 00:52
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Ups...
...da ächzte der Webserver ein wenig.
Seit dieser Artikel von mir online ist, brach der Server ein wenig unter den eingehenden Abfragen zusammen... ich hoffe, das Ganze hat sich jetzt wieder ein bisschen normalisiert.
Update: Nachdem Ihr den Server ein weiteres Mal geschafft habt, habe ich nun eAccelerator eingerichtet - mal schauen, was es bringt (Danke an Henrik für den Tipp).
Seit dieser Artikel von mir online ist, brach der Server ein wenig unter den eingehenden Abfragen zusammen... ich hoffe, das Ganze hat sich jetzt wieder ein bisschen normalisiert.
Update: Nachdem Ihr den Server ein weiteres Mal geschafft habt, habe ich nun eAccelerator eingerichtet - mal schauen, was es bringt (Danke an Henrik für den Tipp).
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Technisches
am
Freitag, 20. Juli 2007 16:14
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