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Dauerhafte Einträge
China vor der Haustür
Jetzt sind wir also tatsächlich in Reich der Mitte angelangt.
Da erdreistet sich der Provider Arcor doch, in vorauseilendem Gehorsam und entgegen der eindeutigen Gesetzeslage und Rechtssprechung, einige Pornoseiten zu sperren.
Nicht, dass schon der nordrheinwestfälische Provider ish damit einen kleinen Skandal ausgelöst hat, als er Rotten.com und einige (neo)faschistische Seiten (darunter im Übrigen auch eine satirisch gestaltete Aufklärungsseite über Faschismus, soweit ich mich entsinne) auf Anweisung des damaligen Ministerpräsidenten sperrte. Diese Aufforderung zur Sperrung wurde übrigens damals soweit ich weiß auch als unzulässig befunden.
Anstatt aus der Geschichte zu lernen (das scheint in Deutschland sowieso ein ungern gesehenes Verhalten zu sein - warum sonst äußern sich Leute öffentlich zu dem Eklätchen um Eva Herman mit den Worten "Über diese Zeit spricht man einfach nicht"?), reagiert Arcor nun auf die Aufforderung eines gewerblichen Konkurrenten dieser Angebote nach eigener Auskunft "bis zur Klärung der Rechtsbewertung [...] freiwillig" mit der Sperre.
Achso? Das machen die chinesischen Provider sicherlich auch so, dass sie freiwillig bis zur rechtlichen Bewertung den Anweisungen ihrer Regierung folgen, indem sie sämtliche regime-kritischen oder -"gefährlichen" Seiten zensieren.
Erst wird der Bürger entmündigt, damit man es leichter hat, seine Meinung zu formen (oder gar BILDen) und damit in Zukunft solche feinen Herren Verfassungsfeinde wie unser Innenschäuble sich nicht einen Dreck um "ihr" Volk scheren müssen, sondern gleich einen Durchmarsch bis nach ganz Oben machen können.
Art. 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Zufall, dass auf der Seite http://dejure.org/gesetze/GG/5.html ausgerechnet diese Konstellation von Inhalt und Werbung zu sehen war?

PS: Dem Vernehmen nach lässt sich diese Sperre übrigens sehr leicht umgehen. Meine erste Überlegung ging in Richtung Proxy, aber es geht noch einfacher: Man gibt die IP-Adresse des Dienstes in die Adresszeile des Browsers ein, oder - der Königsweg - man trägt den Servernamen nebst zugehöriger IP in die lokale Lookup-Tabelle ein. Bei Linux und anderen UNIX-Derivaten wäre das die Datei /etc/hosts, die lediglich um eine Zeile im folgenden Format ergänzt wird:
Abspeichern, wie gewohnt die Adresse des Servers in den Browser speisen und los gehts.
Nachtrag: Wie Golem.de heute berichtet, gibt es keinerlei richterliche oder gesetzliche Anordnung dazu, sondern lediglich eine einfach Aufforderung eines (eher unkoscheren) Anbieters.
Da erdreistet sich der Provider Arcor doch, in vorauseilendem Gehorsam und entgegen der eindeutigen Gesetzeslage und Rechtssprechung, einige Pornoseiten zu sperren.
Nicht, dass schon der nordrheinwestfälische Provider ish damit einen kleinen Skandal ausgelöst hat, als er Rotten.com und einige (neo)faschistische Seiten (darunter im Übrigen auch eine satirisch gestaltete Aufklärungsseite über Faschismus, soweit ich mich entsinne) auf Anweisung des damaligen Ministerpräsidenten sperrte. Diese Aufforderung zur Sperrung wurde übrigens damals soweit ich weiß auch als unzulässig befunden.
Anstatt aus der Geschichte zu lernen (das scheint in Deutschland sowieso ein ungern gesehenes Verhalten zu sein - warum sonst äußern sich Leute öffentlich zu dem Eklätchen um Eva Herman mit den Worten "Über diese Zeit spricht man einfach nicht"?), reagiert Arcor nun auf die Aufforderung eines gewerblichen Konkurrenten dieser Angebote nach eigener Auskunft "bis zur Klärung der Rechtsbewertung [...] freiwillig" mit der Sperre.
Achso? Das machen die chinesischen Provider sicherlich auch so, dass sie freiwillig bis zur rechtlichen Bewertung den Anweisungen ihrer Regierung folgen, indem sie sämtliche regime-kritischen oder -"gefährlichen" Seiten zensieren.
Erst wird der Bürger entmündigt, damit man es leichter hat, seine Meinung zu formen (oder gar BILDen) und damit in Zukunft solche feinen Herren Verfassungsfeinde wie unser Innenschäuble sich nicht einen Dreck um "ihr" Volk scheren müssen, sondern gleich einen Durchmarsch bis nach ganz Oben machen können.
Art. 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Zufall, dass auf der Seite http://dejure.org/gesetze/GG/5.html ausgerechnet diese Konstellation von Inhalt und Werbung zu sehen war?
PS: Dem Vernehmen nach lässt sich diese Sperre übrigens sehr leicht umgehen. Meine erste Überlegung ging in Richtung Proxy, aber es geht noch einfacher: Man gibt die IP-Adresse des Dienstes in die Adresszeile des Browsers ein, oder - der Königsweg - man trägt den Servernamen nebst zugehöriger IP in die lokale Lookup-Tabelle ein. Bei Linux und anderen UNIX-Derivaten wäre das die Datei /etc/hosts, die lediglich um eine Zeile im folgenden Format ergänzt wird:
IP Hostna.me
Abspeichern, wie gewohnt die Adresse des Servers in den Browser speisen und los gehts.
Nachtrag: Wie Golem.de heute berichtet, gibt es keinerlei richterliche oder gesetzliche Anordnung dazu, sondern lediglich eine einfach Aufforderung eines (eher unkoscheren) Anbieters.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Montag, 10. September 2007 21:27
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Kundenservice bei Arcor
Hin und wieder birgt der Kundenservice großer Unternehmen auch Positives.
Heute zum Beispiel kam der versprochene Techniker im Auftrag von Arcor, der klären sollte, warum in letzter Zeit massiv Verbindungsabbrüche sowohl auf der DSL-Leitung als auch auf der ISDN-Leitung an meinem Anschluss auftreten. Nachdem die TAE-Dose aufgrund meiner Nachlässigkeit für ihn nicht zu erreichen war, führte er seine Messungen - soweit möglich - am NTBA durch und machte eine Inaugenscheinnahme unserer Leitung im Keller.
Unsere TAE-Dose ist der Eigenbau eines Vorbesitzers gewesen und dementsprechend ist nur ein Steckplatz (der Linke anstatt der Mittlere) sinnvoll nutzbar, aber bis vor einiger Zeit war dieser tadellos nutzbar. Das Kabel unten im Keller zur Dose hin trägt Zeugnis einiger handwerklicher Betätigungen.
Kommentar des Technikers: "Normal müsst ick Ihnen ne neue Dose setzen, aber da komm ick ja nu eh nich ran. Wissen Se wat? Da Sie det eh wat kosten würd, wenn ick det machen tät, schreib ick uff den Zettl, det ick Ihnen nen Wackler inne Dose repariert hab, det kostet Sie nüscht, un Sie fahrn bei jelejenheit bei'n Elektroladn vorbei, holn sich ne Strippe Kabel un ne neue Dose - damit is det Problem uff Ihre Leitung höchstwahrscheinlich jelöst un so zahlen Se det wenichste... Mit'n Schraubnzieha könn'se umjehn? Ach, Sie ham auch schon in die Brangsche zu tun jehabt? Na denn is det doch Prima!" sprachs, bekam noch eine Unterschrift von mir, dass er hier war, und das war's.
Vielleicht war auch einfach nur der Vorteil, dass der Mensch nur im Auftrag von Arcor arbeitet und nicht auf deren Gehaltsliste steht, aber das nenne ich netten, kundenorientierten Service im Vergleich zu dem, was ich beispielsweise mit Telekom-Technikern erlebt habe.
Heute zum Beispiel kam der versprochene Techniker im Auftrag von Arcor, der klären sollte, warum in letzter Zeit massiv Verbindungsabbrüche sowohl auf der DSL-Leitung als auch auf der ISDN-Leitung an meinem Anschluss auftreten. Nachdem die TAE-Dose aufgrund meiner Nachlässigkeit für ihn nicht zu erreichen war, führte er seine Messungen - soweit möglich - am NTBA durch und machte eine Inaugenscheinnahme unserer Leitung im Keller.
Unsere TAE-Dose ist der Eigenbau eines Vorbesitzers gewesen und dementsprechend ist nur ein Steckplatz (der Linke anstatt der Mittlere) sinnvoll nutzbar, aber bis vor einiger Zeit war dieser tadellos nutzbar. Das Kabel unten im Keller zur Dose hin trägt Zeugnis einiger handwerklicher Betätigungen.
Kommentar des Technikers: "Normal müsst ick Ihnen ne neue Dose setzen, aber da komm ick ja nu eh nich ran. Wissen Se wat? Da Sie det eh wat kosten würd, wenn ick det machen tät, schreib ick uff den Zettl, det ick Ihnen nen Wackler inne Dose repariert hab, det kostet Sie nüscht, un Sie fahrn bei jelejenheit bei'n Elektroladn vorbei, holn sich ne Strippe Kabel un ne neue Dose - damit is det Problem uff Ihre Leitung höchstwahrscheinlich jelöst un so zahlen Se det wenichste... Mit'n Schraubnzieha könn'se umjehn? Ach, Sie ham auch schon in die Brangsche zu tun jehabt? Na denn is det doch Prima!" sprachs, bekam noch eine Unterschrift von mir, dass er hier war, und das war's.
Vielleicht war auch einfach nur der Vorteil, dass der Mensch nur im Auftrag von Arcor arbeitet und nicht auf deren Gehaltsliste steht, aber das nenne ich netten, kundenorientierten Service im Vergleich zu dem, was ich beispielsweise mit Telekom-Technikern erlebt habe.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Technisches
am
Mittwoch, 27. Juni 2007 09:12
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, kostenlos
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