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Dauerhafte Einträge
...and Remember: Respect is Everything!
Nein, das wird kein Beitrag zum Spieleklassiker GTA2, sondern zu unserem just abhanden gekommenen Bundespräsidenten Horst Köhler.
Eines Vorweg: Ich enthalte mich bewusst und nachdrücklich einer Beurteilung seines Wirkens als Bundespräsident, sofern es nicht unmittelbar mit seinem Rücktritt bzw. der vom ihm selbst postulierten Begründung dafür zu tun hat.
Laut Spiegel Online führt er als Grund an, dass die Vorwürfe gegen seine Äußerungen, die er in unmittelbarem Kontext zum Bundeswehreinsatz in Afghanistanabgelassen getätigt hat, Respekt vor dem "höchsten Staatsamt" vermissen ließen.
Aha? Offenbar hat das nichts mit mangelndem Respekt vor diesem Amt zu tun, sich meiner Ansicht nach feige, mit eingekniffenem Schwanz wie ein begossener Pudel zurückzuziehen, nur weil die Leute da draußen sowas böses und [gar nicht] Abwegiges über ihn sagen.
Entschuldigung, Herr Köhler, aber Sie wurden in dieses "höchste Staatsamt" gewählt, weil die entsprechenden Menschen darauf vertraut haben, dass Sie die nötige Kompetenz, Kraft und Würde besitzen, dieses Amt auszufüllen. Und Sie mussten sich dieser Verantwortung bewusst sein, als Sie die Wahl angenommen haben.
Ihre heutige Reaktion allerdings legt den Verdacht nahe, dass Sie den nötigen Respekt vor diesem höchsten Staatsamt vermissen lassen, wenn Sie sich aus so selbstsüchtigen Gründen aus der Verantwortung stehlen. Wer hat je behauptet, dass es einfach sei, "an der Spitze" zu stehen, dass alle Ihnen und Ihren Worten kritiklos zu Füßen liegen werden? Von einem so hohen Würdenträger (man beachte das enthaltene Wort "Würde") erwarte ich ein gewisses Grundmaß an Gelassenheit und Souveränität (es heißt nicht umsonst "der Souverän"). So einen peinlichen Anlass hatte ich nicht erwartet, der mir die umfassende Bedeutung des Wortes "Fremdschämen" verdeutlicht.
Die Ironie an der Sache: Sie haben heute ein unerträgliches Maß an Inkompetenz für dieses Amt an den Tag gelegt, in der Art, wie Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind und damit im Grunde die einzig sinnvolle Konsequenz daraus gezogen haben. Da manifestiert sich beim Ausformulieren ein wahres Henne-Ei-Problem!
Eines Vorweg: Ich enthalte mich bewusst und nachdrücklich einer Beurteilung seines Wirkens als Bundespräsident, sofern es nicht unmittelbar mit seinem Rücktritt bzw. der vom ihm selbst postulierten Begründung dafür zu tun hat.
Laut Spiegel Online führt er als Grund an, dass die Vorwürfe gegen seine Äußerungen, die er in unmittelbarem Kontext zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan
Aha? Offenbar hat das nichts mit mangelndem Respekt vor diesem Amt zu tun, sich meiner Ansicht nach feige, mit eingekniffenem Schwanz wie ein begossener Pudel zurückzuziehen, nur weil die Leute da draußen sowas böses und [gar nicht] Abwegiges über ihn sagen.
Entschuldigung, Herr Köhler, aber Sie wurden in dieses "höchste Staatsamt" gewählt, weil die entsprechenden Menschen darauf vertraut haben, dass Sie die nötige Kompetenz, Kraft und Würde besitzen, dieses Amt auszufüllen. Und Sie mussten sich dieser Verantwortung bewusst sein, als Sie die Wahl angenommen haben.
Ihre heutige Reaktion allerdings legt den Verdacht nahe, dass Sie den nötigen Respekt vor diesem höchsten Staatsamt vermissen lassen, wenn Sie sich aus so selbstsüchtigen Gründen aus der Verantwortung stehlen. Wer hat je behauptet, dass es einfach sei, "an der Spitze" zu stehen, dass alle Ihnen und Ihren Worten kritiklos zu Füßen liegen werden? Von einem so hohen Würdenträger (man beachte das enthaltene Wort "Würde") erwarte ich ein gewisses Grundmaß an Gelassenheit und Souveränität (es heißt nicht umsonst "der Souverän"). So einen peinlichen Anlass hatte ich nicht erwartet, der mir die umfassende Bedeutung des Wortes "Fremdschämen" verdeutlicht.
Die Ironie an der Sache: Sie haben heute ein unerträgliches Maß an Inkompetenz für dieses Amt an den Tag gelegt, in der Art, wie Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind und damit im Grunde die einzig sinnvolle Konsequenz daraus gezogen haben. Da manifestiert sich beim Ausformulieren ein wahres Henne-Ei-Problem!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Montag, 31. Mai 2010 19:30
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LinuxTag 2008: Software als Open Source veröffentlichen - von Torsten Werner
Diesen Vortrag hätte ich mir von vorn bis hinten sparen können. Ich erhoffte mir, wie im Beschreibungstext angekündigt und in der Einleitung des Vortrags von Herrn Werner konstatiert wurde, hier ein wenig über Bedingungen, Fallstricke und ähnlich Beachtenswertes aufgeklärt zu werden, wenn man Software unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Technisches
am
Donnerstag, 29. Mai 2008 21:21
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Automatenfritten
Dat gibbet nich, waddet nich all gibt.
Da waren wir gestern mit der versammelten Familie unterwegs nach Potsdam, um dem "Großen" ein bisschen Programm zu bieten in den Kindergartenferien. Da hier im Havelland die Verbindungen ins weitere berliner Umland nicht gerade die Besten sind, mussten wir unter anderem am berliner S-Bahnhof Westkreuz umsteigen.
Ich weiß nicht, ob diese Dinger der Allgemeinheit sonderlich geläufig sind, aber an so ziemlich jedem S-Bahnhof oder größerem Umsteigeknoten in Berlin gibt es schrankgroße, silbrige Klötze, die gegen Bares diverse Kleinigkeiten wie (heiße) Getränke, Gummibärchen, Schokoriegel und ähnliche Snacks ausspucken.
Da ist es nicht außergewöhnlich, dass der Bahnhof Westkreuz an seinen drei Bahnsteigen gleich eine ganze Batterie dieser Automaten bereithält. Außergewöhnlich für mich war jedoch, dass von einem dieser unbemannten Imbisskapseln das McCain-Logo prangte (ja genau, der bekannte Tiefkühl-Fastfood-Hersteller).
Nach einem verwirrten Weg- und wieder Hinsehen bestätigte sich die als unglaubwürdig verworfene Vermutung, dass dieser Fressalienautomat tatsächlich das Vorhandensein einer (recht armseligen) Frittenbude zu simulieren ersuchte. Aufmerksamkeitsträchtige Lettern auf der Silberschachtel versprachen den Genuss knuspriger, heißer Kartoffelstäbchen innerhalb von 45 Sekunden, so man bereit dazu ist, den Betrag von 1,50€ in dieses Schauspiel moderner Nahrungszubereitung zu investieren. Darüberhinaus wurde als technische Errungenschaft angepriesen, dass diese Pommes Frites ohne Zutun von Fett zubereitet werden, sondern lediglich - wie erstaunlich - [Trommelwirbel] - mit heißer Luft auf den Verzehr vorbereitet werden. So ähnlich dürften wohl vor XX Jahren die ersten Heißluftbacköfen angepriesen worden sein.
Da es mein Naturell ist, so ziemlich jede Erfahrung wenigstens einmal durchgemacht haben zu wollen, hatte ich keine allzugroßen Schwierigkeiten, meiner Geldbörse eine entsprechende Anzahl Münzen abzuringen. Von allerlei akustischem Beiwerk begleitet machte sich mein mechanisches Gegenüber dann auch gleich ans Werk, sein Versprechen einzuhalten. In Ermangelung einer Stoppuhr in meinem Reisegepäck kann ich leider nicht bestätigen, ob es tatsächlich 45 Sekunden gedauert hat, aber nach einer Zeitspanne, die gefühlt den Ankündigungen entsprach, präsentierte mir die blecherne Bedienung ein weißes Becherchen, gefüllt mit heißen, gelben Stäbchen - obendrein wurde mir aus einem weiteren Schacht ein Plastikbeutelchen gereicht, welches etwas Salz, eine hölzerne Pommesgabel und ein wenig Ketchup enthielt.
Immerhin, es waren eindeutig Pommes, die ich dort bekommen habe, aber wenn es mir um den Imbiss als Solchen anstatt um die fortschrittliche Technologie geht, werde ich sowohl um des Geschmacks als auch um des Preises Willen die herkömmiche, altmodische Zubereitungsstätte von Frittiergut aufsuchen.
Da waren wir gestern mit der versammelten Familie unterwegs nach Potsdam, um dem "Großen" ein bisschen Programm zu bieten in den Kindergartenferien. Da hier im Havelland die Verbindungen ins weitere berliner Umland nicht gerade die Besten sind, mussten wir unter anderem am berliner S-Bahnhof Westkreuz umsteigen.
Ich weiß nicht, ob diese Dinger der Allgemeinheit sonderlich geläufig sind, aber an so ziemlich jedem S-Bahnhof oder größerem Umsteigeknoten in Berlin gibt es schrankgroße, silbrige Klötze, die gegen Bares diverse Kleinigkeiten wie (heiße) Getränke, Gummibärchen, Schokoriegel und ähnliche Snacks ausspucken.
Da ist es nicht außergewöhnlich, dass der Bahnhof Westkreuz an seinen drei Bahnsteigen gleich eine ganze Batterie dieser Automaten bereithält. Außergewöhnlich für mich war jedoch, dass von einem dieser unbemannten Imbisskapseln das McCain-Logo prangte (ja genau, der bekannte Tiefkühl-Fastfood-Hersteller).
Nach einem verwirrten Weg- und wieder Hinsehen bestätigte sich die als unglaubwürdig verworfene Vermutung, dass dieser Fressalienautomat tatsächlich das Vorhandensein einer (recht armseligen) Frittenbude zu simulieren ersuchte. Aufmerksamkeitsträchtige Lettern auf der Silberschachtel versprachen den Genuss knuspriger, heißer Kartoffelstäbchen innerhalb von 45 Sekunden, so man bereit dazu ist, den Betrag von 1,50€ in dieses Schauspiel moderner Nahrungszubereitung zu investieren. Darüberhinaus wurde als technische Errungenschaft angepriesen, dass diese Pommes Frites ohne Zutun von Fett zubereitet werden, sondern lediglich - wie erstaunlich - [Trommelwirbel] - mit heißer Luft auf den Verzehr vorbereitet werden. So ähnlich dürften wohl vor XX Jahren die ersten Heißluftbacköfen angepriesen worden sein.
Da es mein Naturell ist, so ziemlich jede Erfahrung wenigstens einmal durchgemacht haben zu wollen, hatte ich keine allzugroßen Schwierigkeiten, meiner Geldbörse eine entsprechende Anzahl Münzen abzuringen. Von allerlei akustischem Beiwerk begleitet machte sich mein mechanisches Gegenüber dann auch gleich ans Werk, sein Versprechen einzuhalten. In Ermangelung einer Stoppuhr in meinem Reisegepäck kann ich leider nicht bestätigen, ob es tatsächlich 45 Sekunden gedauert hat, aber nach einer Zeitspanne, die gefühlt den Ankündigungen entsprach, präsentierte mir die blecherne Bedienung ein weißes Becherchen, gefüllt mit heißen, gelben Stäbchen - obendrein wurde mir aus einem weiteren Schacht ein Plastikbeutelchen gereicht, welches etwas Salz, eine hölzerne Pommesgabel und ein wenig Ketchup enthielt.
Immerhin, es waren eindeutig Pommes, die ich dort bekommen habe, aber wenn es mir um den Imbiss als Solchen anstatt um die fortschrittliche Technologie geht, werde ich sowohl um des Geschmacks als auch um des Preises Willen die herkömmiche, altmodische Zubereitungsstätte von Frittiergut aufsuchen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Technisches
am
Sonntag, 29. Juli 2007 12:59
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LinuxTag 2007 in Berlin - Der Abschlussbericht
Das war er also, der erste LinuxTag in Berlin. Laut diesem Interview auf Golem.de war das auch nicht der Letzte, sondern mindestens die nächsten 5 Jahre bleibt er auch hier.
Sowohl auf Golem.de in dem Interview, als auch in diesem Artikel auf Heise Online wird ein geradezu euphorisches Bild der Stimmung auf dem LinuxTag gemalt. Dem kann ich mich leider nicht uneingeschränkt anschließen.
Die Kooperation mit der Messe Berlin ist sicherlich eine gute Sache und bringt laut Nils Magnus offensichtlich auch eine gewisse Entlastung bei der Organisation; die Argumente für den Veranstaltungsort Berlin sind auch nicht aus der Luft gegriffen. Aber lieber LinuxTag: Örtlichkeit und Organisation sind nicht die einzigen Komponenten einer erfolgreichen Veranstaltung.
Es fehlt Euch an Größe - Nicht im ideellen Sinne, das steht sicherlich den wenigsten zu, das in die eine oder in die andere Richtung zu bewerten; mir am allerwenigsten. Euch fehlte zumindest dieses Jahr die räumliche Größe. Und es haben viele Aussteller gefehlt, die man am LinuxTag einfach erwartet.
Aus der Red Hat Familie war lediglich die Community-Version Fedora vertreten, HP hat gefehlt und selbst der Heise Verlag hat durch Abwesenheit geglänzt. Ein ziemlicher Tiefschlag, nachdem Ihr sogar bereits Microsoft auf die Messe gelockt habt.
Und selbst die vorhandenen Stände sind schlichtweg zu klein geraten. Über das Chaos am CAcert-Stand, der mit der Größte war, schweige ich an dieser Stelle. Wie auch Nils Magnus treffend im Interview bemerkte, gehen viele Besucher zum LinuxTag (wie auch zu anderen Messen), um das sogenannte Soziale Netz auszubauen, zu erweitern und zu festigen.
Das jedoch ist bei solch winzigen Ständen schon rein physikalisch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit - Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein; das lernen Schüler bereits in den ersten Physikstunden. Wenn der Stand eine Front von geradeeinmal gut gemeinten anderthalb Metern hat, dann können sich an diesem Stand maximal zwei bis drei Gäste mit egal wievielen Ausstellern unterhalten, dann ist dieser Stand überfüllt.
Bitte, liebe LinuxTag-Organisatoren, setzt für 2008 auf Eure Agenda, dass Ihr mehr Ausstellungsfläche bereitstellt, dass die Stände nicht so winzig ausfallen müssen und versucht, die "Klassiker" unter den Ausstellern (wieder) mit ins Boot zu holen.
Ansonsten gratuliere ich Euch dennoch erfreut zum Besucherzuwachs im Vergleich zum letzten Jahr. Ihr habt offensichtlich die richtigen Grundlagen geschaffen - jetzt macht was daraus!
Sowohl auf Golem.de in dem Interview, als auch in diesem Artikel auf Heise Online wird ein geradezu euphorisches Bild der Stimmung auf dem LinuxTag gemalt. Dem kann ich mich leider nicht uneingeschränkt anschließen.
Die Kooperation mit der Messe Berlin ist sicherlich eine gute Sache und bringt laut Nils Magnus offensichtlich auch eine gewisse Entlastung bei der Organisation; die Argumente für den Veranstaltungsort Berlin sind auch nicht aus der Luft gegriffen. Aber lieber LinuxTag: Örtlichkeit und Organisation sind nicht die einzigen Komponenten einer erfolgreichen Veranstaltung.
Es fehlt Euch an Größe - Nicht im ideellen Sinne, das steht sicherlich den wenigsten zu, das in die eine oder in die andere Richtung zu bewerten; mir am allerwenigsten. Euch fehlte zumindest dieses Jahr die räumliche Größe. Und es haben viele Aussteller gefehlt, die man am LinuxTag einfach erwartet.
Aus der Red Hat Familie war lediglich die Community-Version Fedora vertreten, HP hat gefehlt und selbst der Heise Verlag hat durch Abwesenheit geglänzt. Ein ziemlicher Tiefschlag, nachdem Ihr sogar bereits Microsoft auf die Messe gelockt habt.
Und selbst die vorhandenen Stände sind schlichtweg zu klein geraten. Über das Chaos am CAcert-Stand, der mit der Größte war, schweige ich an dieser Stelle. Wie auch Nils Magnus treffend im Interview bemerkte, gehen viele Besucher zum LinuxTag (wie auch zu anderen Messen), um das sogenannte Soziale Netz auszubauen, zu erweitern und zu festigen.
Das jedoch ist bei solch winzigen Ständen schon rein physikalisch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit - Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein; das lernen Schüler bereits in den ersten Physikstunden. Wenn der Stand eine Front von geradeeinmal gut gemeinten anderthalb Metern hat, dann können sich an diesem Stand maximal zwei bis drei Gäste mit egal wievielen Ausstellern unterhalten, dann ist dieser Stand überfüllt.
Bitte, liebe LinuxTag-Organisatoren, setzt für 2008 auf Eure Agenda, dass Ihr mehr Ausstellungsfläche bereitstellt, dass die Stände nicht so winzig ausfallen müssen und versucht, die "Klassiker" unter den Ausstellern (wieder) mit ins Boot zu holen.
Ansonsten gratuliere ich Euch dennoch erfreut zum Besucherzuwachs im Vergleich zum letzten Jahr. Ihr habt offensichtlich die richtigen Grundlagen geschaffen - jetzt macht was daraus!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Glückwünsche, Tagesgeschehen, Technisches
am
Sonntag, 3. Juni 2007 21:23
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LinuxTag 2007 in Berlin - Ein Kurzbericht
Gestern bin ich mit Marco und meiner Tochter im Gepäck zum diesjährigen LinuxTag in Berlin gepilgert. Muss man ja hin, wenn der schon gleich ums Eck ist 
Eigentlich wollte ich da ja die beiden Prüfungen fuer mein LPIC-2 ablegen, aber dummerweise habe ich vorher keine Zeit gefunden mich vorzubereiten.
So haben wir uns dort als normale Gäste ein wenig umgesehen. Marco hat sich den Vortrag zu KDE4 angetan und ich habe derweil für das leibliche Wohl und den Schlaf meiner Tochter Sorge getragen.
Trotz der beeindruckenden Anzahl der in den Informationen angegebenen Hallen muss ich sagen, dass die tatsächliche Ausstellungsfläche sehr klein geraten ist. Enttäuschend klein. Nochnichteinmal der Heise-Verlag ist mit einem Stand vertreten. Auch die Stände der großen Distributionen wie Red Hat oder SUSE sind eher winzig ausgefallen - obwohl es zugegebenermaßen die größten Stände auf der Messe sind.
Ein Highlight ist jedoch der Stand der CAcert, wo man sich gegen Vorlage geeigneter Ausweisdokumente ein eigenes X.509-Zertifikat kostenfrei ausstellen lassen kann.
Am Samstag werde ich nochmal dorthin, um unter Anderem Dirk zu treffen. Dann werde ich auch weiteres berichten.
Eigentlich wollte ich da ja die beiden Prüfungen fuer mein LPIC-2 ablegen, aber dummerweise habe ich vorher keine Zeit gefunden mich vorzubereiten.
So haben wir uns dort als normale Gäste ein wenig umgesehen. Marco hat sich den Vortrag zu KDE4 angetan und ich habe derweil für das leibliche Wohl und den Schlaf meiner Tochter Sorge getragen.
Trotz der beeindruckenden Anzahl der in den Informationen angegebenen Hallen muss ich sagen, dass die tatsächliche Ausstellungsfläche sehr klein geraten ist. Enttäuschend klein. Nochnichteinmal der Heise-Verlag ist mit einem Stand vertreten. Auch die Stände der großen Distributionen wie Red Hat oder SUSE sind eher winzig ausgefallen - obwohl es zugegebenermaßen die größten Stände auf der Messe sind.
Ein Highlight ist jedoch der Stand der CAcert, wo man sich gegen Vorlage geeigneter Ausweisdokumente ein eigenes X.509-Zertifikat kostenfrei ausstellen lassen kann.
Am Samstag werde ich nochmal dorthin, um unter Anderem Dirk zu treffen. Dann werde ich auch weiteres berichten.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Tagesgeschehen, Technisches
am
Freitag, 1. Juni 2007 07:18
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Noch mehr Wetter
Vorgestern dachte ich ja schon, der Weltuntergang stünde unmittelbar bevor. Gestern wurde ich jedoch eines Besseren belehrt.
Dass in Berlin der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, ist ja nichts Neues mehr.
Neu war, dass fünfmarkstück-große Hagelkörner vom Himmel fielen und das Dach unserer Terasse zerlegt haben. Gute 70 bis 80 Löcher auf einer Fläche von etwa 15m² - nassgewordene Fotos, die dort in einem Karton zwischengelagert wurden, ein völlig durchweichter Kinderwagen und einiges mehr.
Die Versicherung wird sich freuen; auch wenn sie vermutlich nur das Dach ersetzen wird. Keine Ahnung, ob da nun die Gebäude- oder die Hausratversicherung für zuständig ist, aber die sind zum Glück bei derselben Agentur, sodass sich maximal die Abteilungen über die Zuständigkeit streiten müssen, wir aber nicht zwischen verschiedenen Trägern hin und hergeschickt werden können.
Abgesehen von der nun erstmal unbrauchbaren Terasse gab es hier zum Glück keine weiteren Schäden.
Dass in Berlin der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, ist ja nichts Neues mehr.
Neu war, dass fünfmarkstück-große Hagelkörner vom Himmel fielen und das Dach unserer Terasse zerlegt haben. Gute 70 bis 80 Löcher auf einer Fläche von etwa 15m² - nassgewordene Fotos, die dort in einem Karton zwischengelagert wurden, ein völlig durchweichter Kinderwagen und einiges mehr.
Die Versicherung wird sich freuen; auch wenn sie vermutlich nur das Dach ersetzen wird. Keine Ahnung, ob da nun die Gebäude- oder die Hausratversicherung für zuständig ist, aber die sind zum Glück bei derselben Agentur, sodass sich maximal die Abteilungen über die Zuständigkeit streiten müssen, wir aber nicht zwischen verschiedenen Trägern hin und hergeschickt werden können.
Abgesehen von der nun erstmal unbrauchbaren Terasse gab es hier zum Glück keine weiteren Schäden.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
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Sonntag, 27. Mai 2007 12:48
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Die letzten Bastionen fallen, der Sieg ist nah!
Traurig aber wahr: Eine der letzten großen Bastionen ist gefallen.
Spiegel.de, der Online-Ableger der bekannten Nachrichtenmagazins, galt für mich immer noch als einer der letzten großen Verfechter der korrekten Verwendung der deutschen Sprache in Onlinemedien.
Dieser Artikel jedoch, der sich auf den stürmischen Auftakt des Pfingstwochenendes bezieht, belehrte mich nun eines Besseren.
Soweit mir bekannt ist, wird "sodass" auch heute noch - nach den diversen Rechtschreib-"Reformen" - zusammengeschrieben.
Was bitte will uns der Autor mit diesen Worten sagen? Zwei aufeinanderfolgende Sätze die grammatikalisch unter aller Sau sind - das erwarte ich vielleicht von MTV([1], [2], [3]), aber nicht von dem Online-Angebot eines der renommiertesten Nachrichtenmagazine Deutschlands...
Zugegeben, das ist kein syntaktischer Fehler, aber dafür ein umso schwerwiegenderer Inhaltlicher Fehler. Meines Erachtens gibt es seit nunmehr fast 17 Jahren nur noch den geographischen Osten Berlins, jedoch nicht mehr das politische Ost-Berlin. Wenigstens von einer sonst eher aufgeklärten Redaktion hätte ich erwartet, dass dieser Unterschied bekannt ist. Aber selbst bei den Spiegel-Redakteuren und -Journalisten scheint die Mauer in den Köpfen immer noch tief verwurzelt zu sein...
Spiegel.de, der Online-Ableger der bekannten Nachrichtenmagazins, galt für mich immer noch als einer der letzten großen Verfechter der korrekten Verwendung der deutschen Sprache in Onlinemedien.
Dieser Artikel jedoch, der sich auf den stürmischen Auftakt des Pfingstwochenendes bezieht, belehrte mich nun eines Besseren.
- Im ostthüringischen Raum Gefäll waren allerdings die Straßen über Stunden unpassierbar, so dass die Reparaturtrupps zunächst nicht vor Ort gelangen konnten und die Betroffenen auch am Abend noch ohne Strom waren.
Soweit mir bekannt ist, wird "sodass" auch heute noch - nach den diversen Rechtschreib-"Reformen" - zusammengeschrieben.
- Auch in mehrere Stellwerke der Bahn gab es Blitzeinschläge. Dadurch fielen auch auf mehrere Nah- und zwei Fernverkehrszüge zwischen Hannover und Bielefeld aus.
Was bitte will uns der Autor mit diesen Worten sagen? Zwei aufeinanderfolgende Sätze die grammatikalisch unter aller Sau sind - das erwarte ich vielleicht von MTV([1], [2], [3]), aber nicht von dem Online-Angebot eines der renommiertesten Nachrichtenmagazine Deutschlands...
- dieser Regenbogen wurde über dem Fernsehturm in Ost-Berlin gesichtet. (http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,PB64-SUQ9MjE5MjAmbnI9OA_3_3,00.html)
Zugegeben, das ist kein syntaktischer Fehler, aber dafür ein umso schwerwiegenderer Inhaltlicher Fehler. Meines Erachtens gibt es seit nunmehr fast 17 Jahren nur noch den geographischen Osten Berlins, jedoch nicht mehr das politische Ost-Berlin. Wenigstens von einer sonst eher aufgeklärten Redaktion hätte ich erwartet, dass dieser Unterschied bekannt ist. Aber selbst bei den Spiegel-Redakteuren und -Journalisten scheint die Mauer in den Köpfen immer noch tief verwurzelt zu sein...
Geschrieben von Sven Grounsell
in Sprache, Tagesgeschehen
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Samstag, 26. Mai 2007 04:08
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Auch heute gibt es wieder Wetter, Wetter, Wetter
Das war ja mal ein Abend...
Nicht dass ich je mehr als eine Handvoll Pfingsten ohne Regen erlebt hätte, aber der gestrige Auftakt hatte es durchaus in sich. Ich kam so gegen 19:00 Uhr vom Einkaufen zurück (Ja, sogar in Falkensee hat man die Zeichen der Ladenschlusszeiten erkannt), freute mich ueber das immer noch gute Wetter und setzte mich draußen noch ein wenig an den Laptop (Ein uraltes Thinkpad T600 mit PentiumII, kaputtem Akku, ohne Onboard-NIC und ja, einen funktionierenden WLAN-Stöpsel besitze ich dafür derzeit auch nicht).
Plötzlich wurde es jedoch schlagartig dunkel und die abgewelkten Blüten des Rotdorn-Baumes über mir fegten mir nur so um die Ohren. Voller Panik veranlasste ich das Notebook herunterzufahren ungeachtet allem, was da noch so lief und beeilte mich wie nie, alles, was sich den Tag über an und um einen Rechner so ansammeln kann, nach drinnen in Sicherheit zu bringen.
Kaum hatte ich das Ende vom Netzwerkkabel durch das angekippte Fenster zurück ins PC-Zimmer geworfen und das Elektroniksammelsurium samt mir selbst ins Hausinnere verfrachtet, pladderte es los und die Himmelsschleusen öffneten sich, als gäbe es kein Morgen - begleitet von einer Kakophonie von Blitzen und dazugehörigem Krach. Das war verdammt knapp!
Heute früh konnte ich dann hier und hier nachlesen, dass sogar noch ein wenig mehr los war, als ich wahrgenommen habe...
Nicht dass ich je mehr als eine Handvoll Pfingsten ohne Regen erlebt hätte, aber der gestrige Auftakt hatte es durchaus in sich. Ich kam so gegen 19:00 Uhr vom Einkaufen zurück (Ja, sogar in Falkensee hat man die Zeichen der Ladenschlusszeiten erkannt), freute mich ueber das immer noch gute Wetter und setzte mich draußen noch ein wenig an den Laptop (Ein uraltes Thinkpad T600 mit PentiumII, kaputtem Akku, ohne Onboard-NIC und ja, einen funktionierenden WLAN-Stöpsel besitze ich dafür derzeit auch nicht).
Plötzlich wurde es jedoch schlagartig dunkel und die abgewelkten Blüten des Rotdorn-Baumes über mir fegten mir nur so um die Ohren. Voller Panik veranlasste ich das Notebook herunterzufahren ungeachtet allem, was da noch so lief und beeilte mich wie nie, alles, was sich den Tag über an und um einen Rechner so ansammeln kann, nach drinnen in Sicherheit zu bringen.
Kaum hatte ich das Ende vom Netzwerkkabel durch das angekippte Fenster zurück ins PC-Zimmer geworfen und das Elektroniksammelsurium samt mir selbst ins Hausinnere verfrachtet, pladderte es los und die Himmelsschleusen öffneten sich, als gäbe es kein Morgen - begleitet von einer Kakophonie von Blitzen und dazugehörigem Krach. Das war verdammt knapp!
Heute früh konnte ich dann hier und hier nachlesen, dass sogar noch ein wenig mehr los war, als ich wahrgenommen habe...
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
am
Samstag, 26. Mai 2007 03:38
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