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Mein neuer Bürostuhl ist da!
Ich erwähnte ja hier beiläufig und unaufdringlich, dass mein Schreibtischstuhl seine Zeit hinter sich gebracht hat. 
Nun war ja zwischenzeitlich mein Geburtstag und Spenden eurerseits blieben aus, was mich dazu veranlasste, quasi mich selbst mit diesem Modell zu beschenken. Es ist etwas schmaler und unbequemer als mein alter, geliebter Sessel, aber in der Preisklasse wohl das, was am nächsten rankam - immerhin auch mit Wippfunktion und aus echtem Leder mit Armlehnen. Und diese Teile mit halber Rückenlehne kann ich ja mal gar nicht leiden. Ich denke, besser hätte ich es nicht hinbekommen können
(ja, auch mir war mal danach, einen typischen Blogeintrag a la "Was interessiert's die Welt, wenn ich meinen Rasen mähe?" zu erstellen
)
Nun war ja zwischenzeitlich mein Geburtstag und Spenden eurerseits blieben aus, was mich dazu veranlasste, quasi mich selbst mit diesem Modell zu beschenken. Es ist etwas schmaler und unbequemer als mein alter, geliebter Sessel, aber in der Preisklasse wohl das, was am nächsten rankam - immerhin auch mit Wippfunktion und aus echtem Leder mit Armlehnen. Und diese Teile mit halber Rückenlehne kann ich ja mal gar nicht leiden. Ich denke, besser hätte ich es nicht hinbekommen können
(ja, auch mir war mal danach, einen typischen Blogeintrag a la "Was interessiert's die Welt, wenn ich meinen Rasen mähe?" zu erstellen
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn
am
Donnerstag, 17. Januar 2008 23:42
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Totgesagte leben einfach länger
Dass der Tod nicht zwangsläufig ein Grund sein muss, aus dem aktiven Leben und diversen Verträgen auszuscheiden, darüber habe ich ja bereits vor einer Weile berichtet.
Offensichtlich muss man nicht DSL-Anbieter sein, um auch Toten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nein, es reicht auch, der Lohnsteuerhilfeverein, ein großer Automobilclub, oder auch lediglich der lokale Männergesangsverein zu sein, wie dieser Eintrag im frisch von mir entdeckten Bestatterweblog zeigt.
Schön zu sehen, dass man nicht der einzige ist, der auf diese Weise über den Tisch gezogen werden soll. Allerdings sehen so einige dieser Einrichtungen auch keinerlei Grund davon abzusehen, den ein oder anderen ehemaligen Vertragspartner auch posthum vor den Kadi zu zerren...
Über diesen Beitrag hinaus ist das Bestatterweblog übrigens auch ein sehr lesenswertes Blog, das zum Nachdenken, Schmunzeln und Aufregen anregt.
Offensichtlich muss man nicht DSL-Anbieter sein, um auch Toten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nein, es reicht auch, der Lohnsteuerhilfeverein, ein großer Automobilclub, oder auch lediglich der lokale Männergesangsverein zu sein, wie dieser Eintrag im frisch von mir entdeckten Bestatterweblog zeigt.
Schön zu sehen, dass man nicht der einzige ist, der auf diese Weise über den Tisch gezogen werden soll. Allerdings sehen so einige dieser Einrichtungen auch keinerlei Grund davon abzusehen, den ein oder anderen ehemaligen Vertragspartner auch posthum vor den Kadi zu zerren...
Über diesen Beitrag hinaus ist das Bestatterweblog übrigens auch ein sehr lesenswertes Blog, das zum Nachdenken, Schmunzeln und Aufregen anregt.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos
am
Montag, 10. Dezember 2007 14:10
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Tags für diesen Artikel: alice
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Amazon.com - Die erste Adresse für den kleinen Hobby-Terroristen
Dass man auf eBay und Amazons Marktplatz sprichwörtlich Alles bekommt, ist ja hinlänglich bekannt. Was Amazon allerdings hier ins Angebot aufgenommen hat, ließ mich zunächst ein paar Momente mit ausdruckslosem Gesicht und unfähig, meine Gedanken zu artikulieren, auf den Bildschirm starren.
Das US-Shoppingportal bietet tatsächlich Uranerz in kleinen, handlichen Büchsen an - als Testmaterial für den Geigerzähler daheim im Paket per Post direkt nach Hause. Aktuell sogar im Angebot mit 2 US-$ Preisnachlass!
Interessant: Die Sektionen "Käufer dieses Produktes kauften auch" und "Betrachter dieses Produktes sahen sich auch an".
Das US-Shoppingportal bietet tatsächlich Uranerz in kleinen, handlichen Büchsen an - als Testmaterial für den Geigerzähler daheim im Paket per Post direkt nach Hause. Aktuell sogar im Angebot mit 2 US-$ Preisnachlass!
Interessant: Die Sektionen "Käufer dieses Produktes kauften auch" und "Betrachter dieses Produktes sahen sich auch an".
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn
am
Sonntag, 9. Dezember 2007 14:39
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Tags für diesen Artikel: amazon
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Mehr als 0,7 Prozent aller US-amerikanischen Einwohner im Knast!
Das sieht erstmal nach einer kleinen Zahl aus. Aber wenn man sich die Aussage dieser Zahl vergegenwärtigt, stellt man fest, dass (grob gerundet) fast jeder hundertste Einwohner der Vereinigten Staaten hinter Gittern sitzt, soviel wie sonst nirgends auf der Welt (OK, in China erschießt man Verbrecher verschiedentlich, damit sie nicht auch noch weiterhin der Volksgemeinschaft zur Last fallen, aber das ist nochmal ein anderes Thema und sorgt dafür, dass dort lediglich etwa 0,1% der Einwohner das Dasein in Unfreiheit verbringt).
Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die USA ein Rechtstaat ist (jaja, Entschuldigung, aber mal rein hypothetisch!), und dass die Verbrechensbekämpfer wie überall auf der Welt niemals alle Gesetzesbrecher ausfindig machen, dann kann man getrost behaupten, dass mindestens jeder 100. Einwohner dort kriminell ist. Unter Anwendung statistischer MIttel kann man also sagen, dass von einer Gruppe von 100 US-Bürgern mindestens einer die Gesetze missachtet. Und wie wir auchwissen von unserem Innenschäuble gebetsmühlenartig eingetrichtert bekommen, ist ein nicht unerheblicher Anteil ausländischer Verbrecher potentiell ein Terrorist.
Also, Herr Schäuble, wann gedenken Sie, etwas gegen diese potentielle Gefahr aus dem sogenannten Land der Menschenrechte zu unternehmen, in dem, wie wir ja sehr wohl wissen, das Recht darauf, eine Waffe zu führen (und damit auch das Beherrschenderselben) zu den Grundrechten eines jeden Einwohners zählt, welches gegen Alles und Jeden mit (nahezu) allen Mitteln verteidigt wird? Ist das nicht derselbe Fanatismus, der laut Ihren Aussagen potentiell jeden aus Nahost zur Bedrohung unserer Freiheit macht? Was werden Sie tun gegen diese Schwemme von potentiellen Gewalttätern aus dem vermeintlich sicheren politischen Westen, Herr Schäuble?
Oder werden Sie hierauf nicht weiter eingehen? Obwohl jede noch so kleine, unwichtige und nichtssagende Studie über Moslems und Bürger aus Nahost für Sie neues Öl aufs Feuer gießt, solange sie nur im Entferntesten auf eine mögliche "Unsauberheit" von Muslimen schließen lassen könnte.
Nun denn, Willkommen in Schäubles Welt.
Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die USA ein Rechtstaat ist (jaja, Entschuldigung, aber mal rein hypothetisch!), und dass die Verbrechensbekämpfer wie überall auf der Welt niemals alle Gesetzesbrecher ausfindig machen, dann kann man getrost behaupten, dass mindestens jeder 100. Einwohner dort kriminell ist. Unter Anwendung statistischer MIttel kann man also sagen, dass von einer Gruppe von 100 US-Bürgern mindestens einer die Gesetze missachtet. Und wie wir auch
Also, Herr Schäuble, wann gedenken Sie, etwas gegen diese potentielle Gefahr aus dem sogenannten Land der Menschenrechte zu unternehmen, in dem, wie wir ja sehr wohl wissen, das Recht darauf, eine Waffe zu führen (und damit auch das Beherrschenderselben) zu den Grundrechten eines jeden Einwohners zählt, welches gegen Alles und Jeden mit (nahezu) allen Mitteln verteidigt wird? Ist das nicht derselbe Fanatismus, der laut Ihren Aussagen potentiell jeden aus Nahost zur Bedrohung unserer Freiheit macht? Was werden Sie tun gegen diese Schwemme von potentiellen Gewalttätern aus dem vermeintlich sicheren politischen Westen, Herr Schäuble?
Oder werden Sie hierauf nicht weiter eingehen? Obwohl jede noch so kleine, unwichtige und nichtssagende Studie über Moslems und Bürger aus Nahost für Sie neues Öl aufs Feuer gießt, solange sie nur im Entferntesten auf eine mögliche "Unsauberheit" von Muslimen schließen lassen könnte.
Nun denn, Willkommen in Schäubles Welt.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen
am
Donnerstag, 6. Dezember 2007 23:44
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Tags für diesen Artikel: 1984
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Frau Hoppenstedt ist tot
Evelyn Hamann ist letzte Nacht verstorben.
Damit sind wir um eine der wohl großartigsten Komödiantinnen, die dieses Land je hervorgebracht hat, ärmer. Ihre für mich grandiosesten Auftritte hatte sie als Partnerin von Loriot/Vicco von Bülow - ob es in seinen Filmen war oder in seiner herausragenden Sketch-Serie. Unvergesslich bleibt, dass sie "mal was Eigenes" geschafft hat, ihr kuchengedämpfter, freudiger Ausruf "ein Klavier, ein Klavier!", der mittlerweile (leider, denn er war wirklich überragend) reichlich "abgenudelte" Nudel-Sketch und all die anderen Rollen an seiner Seite, zu der sie stets denselben beherrschten Gesichtsausdruck trug, welcher die für sich schon exzellenten Sketche aus Loriots Feder zur absoluten komödiantischen Vollendung brachte. Kurzum, die Figur Loriot steht und fällt mit dieser Frau - sie ist zu einem Sinnbild des deutschen Humors avanciert und hat diesen wesentlich mitgeprägt.
Unerwähnt will ich auch nicht lassen, wie überzeugend sie in "Adelheid und ihre Mörder" den Traum jeder einfachen Angestellten verkörpert hat, wie sie auch dort wie schon bei Loriot gezeigt hat, dass hinter starken Männern eine starke Frau steht.
Für ein Land, in dem ein Dieter Bohlen für sein "Lebenswerk" ausgezeichnet werden darf, ist es geradezu beschämend, dass diese Frau im öffentlichen Interesse immer eher ein Schattendasein führte. Ihr hätte mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie beispielsweise einer Helga Feddersen gebührt. (nicht, dass ich Letztgenannter in irgendeiner Weise den ihr zuerkannten Ruhm abspenstig machen wollen würde - ganz im Gegenteil... bevor das nun irgendwer falsch auffasst)
Diesbezüglich tröstet mich allerdings ein wenig, dass die Online-Ausgabe vom Spiegel bereits ein kleines Sümmchen an Artikeln innerhalb von weniger als 24 Stunden nach bekanntwerden ihres Todes zusammengestellt hat:
So ganz unbeachtet bleibt dieser unschöne Verlust zum Glück doch nicht.
Damit sind wir um eine der wohl großartigsten Komödiantinnen, die dieses Land je hervorgebracht hat, ärmer. Ihre für mich grandiosesten Auftritte hatte sie als Partnerin von Loriot/Vicco von Bülow - ob es in seinen Filmen war oder in seiner herausragenden Sketch-Serie. Unvergesslich bleibt, dass sie "mal was Eigenes" geschafft hat, ihr kuchengedämpfter, freudiger Ausruf "ein Klavier, ein Klavier!", der mittlerweile (leider, denn er war wirklich überragend) reichlich "abgenudelte" Nudel-Sketch und all die anderen Rollen an seiner Seite, zu der sie stets denselben beherrschten Gesichtsausdruck trug, welcher die für sich schon exzellenten Sketche aus Loriots Feder zur absoluten komödiantischen Vollendung brachte. Kurzum, die Figur Loriot steht und fällt mit dieser Frau - sie ist zu einem Sinnbild des deutschen Humors avanciert und hat diesen wesentlich mitgeprägt.
Unerwähnt will ich auch nicht lassen, wie überzeugend sie in "Adelheid und ihre Mörder" den Traum jeder einfachen Angestellten verkörpert hat, wie sie auch dort wie schon bei Loriot gezeigt hat, dass hinter starken Männern eine starke Frau steht.
Für ein Land, in dem ein Dieter Bohlen für sein "Lebenswerk" ausgezeichnet werden darf, ist es geradezu beschämend, dass diese Frau im öffentlichen Interesse immer eher ein Schattendasein führte. Ihr hätte mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie beispielsweise einer Helga Feddersen gebührt. (nicht, dass ich Letztgenannter in irgendeiner Weise den ihr zuerkannten Ruhm abspenstig machen wollen würde - ganz im Gegenteil... bevor das nun irgendwer falsch auffasst)
Diesbezüglich tröstet mich allerdings ein wenig, dass die Online-Ausgabe vom Spiegel bereits ein kleines Sümmchen an Artikeln innerhalb von weniger als 24 Stunden nach bekanntwerden ihres Todes zusammengestellt hat:
- Frau Hoppenstedt: Evelyn Hamann ist tot
- Zum Tod von Evelyn Hamann: Die wunderbar Verschrobene
- In "Ti-Eitsch"-Gewittern: Hommage an Evelyn Hamann - Machen Sie mit!
- Reaktionen auf Hamanns Tod: "Hanseatisch-trockener Humor"
- "Beckmann"-Talkshow: Loriot trauert um "treue Partnerin"
So ganz unbeachtet bleibt dieser unschöne Verlust zum Glück doch nicht.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Nachruf, Tagesgeschehen
am
Montag, 29. Oktober 2007 22:24
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Post für die Post und doch nicht Post?!
Die Überschrift ist verwirrend? Nicht halb so verwirrend und verstörend wie das, was ich heute Mittag gesehen habe. Aber der Reihe nach.
Marco hat heute seinen knapp einwöchigen Besuch bei uns beendetund musste gegen 14:30 Uhr am Bahnhof sein um seinen Zug nach Hause zu erwischen.weil irgendwie die Zeit schneller als gedacht davonlief, beschlossen wir gemeinschaftlich, Döner zu holen anstatt dass sich jemand an den Herd stellt und auf die Schnelle (weniger als eine halbe Stunde, damit auch Zeit zum Essen bleibt) irgendwas zaubert. Also ich mich auf mein Rad geschwungen, mangels vorhandenem Bargeld bei der Bank vorbeigeflitzt und dann weiter zum besten Dönermann von's ganze Falkensee.
Als ich bei der Poststelle vorbeikam bot sich mir folgendes, unrealistisch erscheinendes Bild:
Ein UPS-Laster hält vor der Filiale der Deutschen Post AG, der Fahrer holt einige Pakete aus seinem Lieferwagen, trägt diese in die Geschäftsstelle der Post und kommt kurz darauf mit einigen - eindeutig zu der ersten Ladung nicht identischen - Paketen wieder heraus, verstaut sie in seinem Gefährt und zieht mitsamt Fahrzeug und neuen Paketen von dannen.
So, und wenn jetzt irgendwer dafür eine plausible Erklärung bereithält, lass ich mir was zu dessen Gunsten einfallen.
Marco hat heute seinen knapp einwöchigen Besuch bei uns beendetund musste gegen 14:30 Uhr am Bahnhof sein um seinen Zug nach Hause zu erwischen.weil irgendwie die Zeit schneller als gedacht davonlief, beschlossen wir gemeinschaftlich, Döner zu holen anstatt dass sich jemand an den Herd stellt und auf die Schnelle (weniger als eine halbe Stunde, damit auch Zeit zum Essen bleibt) irgendwas zaubert. Also ich mich auf mein Rad geschwungen, mangels vorhandenem Bargeld bei der Bank vorbeigeflitzt und dann weiter zum besten Dönermann von's ganze Falkensee.
Als ich bei der Poststelle vorbeikam bot sich mir folgendes, unrealistisch erscheinendes Bild:
Ein UPS-Laster hält vor der Filiale der Deutschen Post AG, der Fahrer holt einige Pakete aus seinem Lieferwagen, trägt diese in die Geschäftsstelle der Post und kommt kurz darauf mit einigen - eindeutig zu der ersten Ladung nicht identischen - Paketen wieder heraus, verstaut sie in seinem Gefährt und zieht mitsamt Fahrzeug und neuen Paketen von dannen.
So, und wenn jetzt irgendwer dafür eine plausible Erklärung bereithält, lass ich mir was zu dessen Gunsten einfallen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn
am
Montag, 17. September 2007 16:33
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Schon abmahnwürdige Wörter GEZählt?
Was die GEZ derzeit treibt, hat es nur knapp in das Sommerloch geschafft.
Ausgerechnet ein "Unternehmen", welches sich u.a. verbrecherischer Mittel bedient, um sich unrechtmäßig Zugang zu Privatwohnungen zu verschaffen¹, an Dreistigkeit also kaum zu überbieten ist, mahnt die Betreiber einer Informationsseite ab, da sie "Irreführende und falsche Begriffsverwendung" auf ihren Seiten verwende. Ausgerechnet der Laden, der sogar öffentlich propagiert, dass seine MItarbeiter im gewerbsmäßigen Stil irreführende und falsche Tatsachenbehauptungen (um die es in der Abmahnung übrigens auch geht) verwenden. (Nebenbei: Hängen die GEZ-Plakate eigentlich noch, auf denen vier junge Frauen abgebildet sind nebst dem Satz "Eine dieser netten Damen arbeitet für uns - nur wir wissen, welche"?)
Zumindest das ZDF hat sich implizit von den neuerlichen Dreistigkeiten der GEZ distanziert: "die GEZ ist nicht vom ZDF beauftragt." Ansonsten halten sich die Öffentlich-Rechtlichen in dieser Sache bedeckt, bzw. wiegeln wie die ARD in Abstimmung mit der GEZ eher ab. Doch auch in der Politik sind kritische Stimmen zu den aktuellen GEZ-Eskapaden zu hören. So sagte der Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Joachim Otto, "wie auch immer das Abmahnschreiben rechtlich zu beurteilen ist, aus politischer Sicht ist es eine Absurdität."
"Absurd" ist auch der mildeste Begriff, der mir zu den Umformulierungen einfällt, die die GEZ den Betreibern von akademie.de nahelegt.
Hier die von akademie.de freundlicherweise veröffentlichte Liste der beanstandeten Begriffe nebst GEZ-konformer Alternative:
(Ich hoffe, damit ein wenig den/die Server von akademie.de ein wenig entlasten zu können)
¹) Um diese Behauptung zu belegen, bevor die allseits geliebte Gebühreneinzugszentrale mir auch einen freundlichen Brief schickt: Es trug sich im Sommer 1996 in der niederrheinischen Kleinstadt Goch zu, dass an der Türe des Hauses, welches ich zu der Zeit gemeinsam mit meinem Vater bewohnte, ein GEZ-Mitarbeiter mittels Betätigung der Türklingel um Aufmerksamkeit suchte. Dieser gab sich jedoch nicht als ebensolcher aus, sondern behauptete, von den Stadtwerken zu kommen (ja, zumindest damals waren die noch nicht privatisiert) und irgendwas, das er mir nicht naeher erläutern konnte oder wollte (warum wohl?), an den Zählern für Gas, Strom und Wasser machen zu müssen. Untermalt wurde das Gesamtbild von einem verschlissenen Blaumann und irgendeinem Zettel mit einem Briefkopf (der den Schreiben der Stadtwerke im Übrigen so gar nicht ähnlich sah), der mir für den Bruchteil einer Sekunde unter die Nase gehalten wurde und dann auf Nimmerwiedersehen in den Untiefen des Blaumanns verschwand. Jedenfalls beharrte der vorgebliche Stadtbedienstete darauf, dass er dazu in die Wohnung müsse, obwohl ich ihm mehrfach versichert habe, dass sämtliche Zähler im Keller zu finden seien, und er dort gern unter meiner Aufsicht das erledigen könne, was er laut seinem Auftrag dort zu machen habe. Aufgrund seines hartnäckigen Beharrens darauf, dass er in den Wohnbereich müsse, habe ich diesem netten Herrn dann schlussendlich den Zutritt ins Haus verweigert.
Wenige Tage darauf flatterten zwei Schreiben der GEZ in unseren Briefkasten - eines an "Herrn Rae", sowie eines an "Herrn Costas" (Mein Vater hatte aus einem Scherz heraus "Rae & Costas" auf unser Klingelschild geschrieben, da ich zu der Zeit in einem griechischen Restaurant gekellnert hatte). Bis zu den Briefen dachte ich, dass das ein gewöhnlicher Verbrecher war, der wie ich die wenige Wochen zuvor ausgestrahlte Sendung von "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" gesehen hatte, wo eine ähnliche Masche vorgestellt wurde.
Ausgerechnet ein "Unternehmen", welches sich u.a. verbrecherischer Mittel bedient, um sich unrechtmäßig Zugang zu Privatwohnungen zu verschaffen¹, an Dreistigkeit also kaum zu überbieten ist, mahnt die Betreiber einer Informationsseite ab, da sie "Irreführende und falsche Begriffsverwendung" auf ihren Seiten verwende. Ausgerechnet der Laden, der sogar öffentlich propagiert, dass seine MItarbeiter im gewerbsmäßigen Stil irreführende und falsche Tatsachenbehauptungen (um die es in der Abmahnung übrigens auch geht) verwenden. (Nebenbei: Hängen die GEZ-Plakate eigentlich noch, auf denen vier junge Frauen abgebildet sind nebst dem Satz "Eine dieser netten Damen arbeitet für uns - nur wir wissen, welche"?)
Zumindest das ZDF hat sich implizit von den neuerlichen Dreistigkeiten der GEZ distanziert: "die GEZ ist nicht vom ZDF beauftragt." Ansonsten halten sich die Öffentlich-Rechtlichen in dieser Sache bedeckt, bzw. wiegeln wie die ARD in Abstimmung mit der GEZ eher ab. Doch auch in der Politik sind kritische Stimmen zu den aktuellen GEZ-Eskapaden zu hören. So sagte der Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Joachim Otto, "wie auch immer das Abmahnschreiben rechtlich zu beurteilen ist, aus politischer Sicht ist es eine Absurdität."
"Absurd" ist auch der mildeste Begriff, der mir zu den Umformulierungen einfällt, die die GEZ den Betreibern von akademie.de nahelegt.
Hier die von akademie.de freundlicherweise veröffentlichte Liste der beanstandeten Begriffe nebst GEZ-konformer Alternative:
1.) Falsche Einzelbegriffe
Hierzu zählt zunächst die Nutzung nicht existenter Begriffe, die offenbar nur dazu dient, ein negatives Image der GEZ hervorzurufen.
Falsch:
Richtig:
GEZ-Gebühren
gesetzliche Rundfunkgebühren
GEZ für PC zahlen
gesetzliche Rundfunkgebühr für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
GEZ-frei
von der gesetzlichen Rundfunkgebühr befreit
GEZ-Gebührenpflicht
gesetzliche Rundfunkgebührenpflicht
GEZ-gebührenfrei
von der gesetzlichen Rundfunkgebühr befreit
GEZ-Rundfunkgebühr
gesetzliche Rundfunkgebühr
PC-"Wegelagerei-Gebühr" der GEZ
gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
GEZ-Gebührenfahnder
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
GEZ-Fahnder
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
GEZ-Zwangsanmeldung
Begriff nicht existent, da bei einer gesetzlichen Gebührenpflicht keine Zwangsanmeldung möglich ist
GEZ-Anmeldung
gesetzlich vorgesehene Anmeldung von zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte
GEZ-Abmeldung
gesetzlich vorgesehene Abmeldung der angemeldeten zum Empfang bereit gehaltenen Rundfunkgeräte
GEZ-Anschreiben
Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
GEZ-Brief
Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
GEZ-Briefserien
mehrere Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit deren Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
GEZ-Gebührenbescheid
Bescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr
GEZ-Widerspruchsbescheid
Widerspruchsbescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr
GEZ-Antwortbogen
dem Informationsschreiben der GEZ beigefügtes Formular zur Erteilung der Auskunft nach § 4 Abs. 5 RGebStV
GEZ-Fälle
Gerichtsverfahren zur Klärung der Rundfunkgebührenpflicht
GEZ-Verweigerer
offenbar sind hiermit Schwarzseher und/oder -hörer gemeint
2.) Nicht auf die GEZ bezogene falsche Begriffe:
Daneben verwenden Sie folgende weitere falsche Begriffe:
Falsch:
Richtig:
PC-Rundfunkgebühren
gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
PC-Gebühr
gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
Privatfahnder
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Gebührenjäger
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Gebührenhäscher
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Provisionsjäger
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Fangprämie
Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
Kopfprämie
Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
Jagdrevier des Gebührenfahnders
Bezirk des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
Mitglied der Rundfunkgebührenzahler
Rundfunkteilnehmer aufgrund der gesetzlichen Rundfunkgebührenpflicht
(Ich hoffe, damit ein wenig den/die Server von akademie.de ein wenig entlasten zu können)
¹) Um diese Behauptung zu belegen, bevor die allseits geliebte Gebühreneinzugszentrale mir auch einen freundlichen Brief schickt: Es trug sich im Sommer 1996 in der niederrheinischen Kleinstadt Goch zu, dass an der Türe des Hauses, welches ich zu der Zeit gemeinsam mit meinem Vater bewohnte, ein GEZ-Mitarbeiter mittels Betätigung der Türklingel um Aufmerksamkeit suchte. Dieser gab sich jedoch nicht als ebensolcher aus, sondern behauptete, von den Stadtwerken zu kommen (ja, zumindest damals waren die noch nicht privatisiert) und irgendwas, das er mir nicht naeher erläutern konnte oder wollte (warum wohl?), an den Zählern für Gas, Strom und Wasser machen zu müssen. Untermalt wurde das Gesamtbild von einem verschlissenen Blaumann und irgendeinem Zettel mit einem Briefkopf (der den Schreiben der Stadtwerke im Übrigen so gar nicht ähnlich sah), der mir für den Bruchteil einer Sekunde unter die Nase gehalten wurde und dann auf Nimmerwiedersehen in den Untiefen des Blaumanns verschwand. Jedenfalls beharrte der vorgebliche Stadtbedienstete darauf, dass er dazu in die Wohnung müsse, obwohl ich ihm mehrfach versichert habe, dass sämtliche Zähler im Keller zu finden seien, und er dort gern unter meiner Aufsicht das erledigen könne, was er laut seinem Auftrag dort zu machen habe. Aufgrund seines hartnäckigen Beharrens darauf, dass er in den Wohnbereich müsse, habe ich diesem netten Herrn dann schlussendlich den Zutritt ins Haus verweigert.
Wenige Tage darauf flatterten zwei Schreiben der GEZ in unseren Briefkasten - eines an "Herrn Rae", sowie eines an "Herrn Costas" (Mein Vater hatte aus einem Scherz heraus "Rae & Costas" auf unser Klingelschild geschrieben, da ich zu der Zeit in einem griechischen Restaurant gekellnert hatte). Bis zu den Briefen dachte ich, dass das ein gewöhnlicher Verbrecher war, der wie ich die wenige Wochen zuvor ausgestrahlte Sendung von "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" gesehen hatte, wo eine ähnliche Masche vorgestellt wurde.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Sprache, Tagesgeschehen
am
Freitag, 24. August 2007 17:20
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Arschloch-Tag
Kennt noch wer außer mir dieses Phänomen? Man kann den ganzen Tag lang nichts nennenswert anderes, als sich anderen Leuten gegenüber wie ein Arschloch zu benehmen... Nicht in ernsthaft böser Absicht - das passiert eigentlich ohne großartiges Nachdenken. Die Worte sprudeln nur so aus einem heraus, bevor man realisiert hat, was man da von sich gegeben hat.
Auf harmlose Kommentare und Fragen folgen Antworten wie "Und was hat das mit mir zu tun?" oder "Schau halt selber nach!". Oder jemand gibt eine Anekdote zum Besten und schon platzt es aus einem heraus: "Kommt da jetzt noch eine Pointe, oder dürfen wir schon lachen?"
Ich kann nichts dagegen tun, es ist noch nichteinmal böse gemeint - es platzt einfach so heraus, weil es gerade passt; ohne nachzudenken.
Zum Glück können die meisten Leute um mich herum sowas ab und machen sich nicht viel daraus... oder feuern genauso zurück und meinen es nicht böse - oder vielleicht haben die zufällig auch heute ihren Arschloch-Tag?
Auf harmlose Kommentare und Fragen folgen Antworten wie "Und was hat das mit mir zu tun?" oder "Schau halt selber nach!". Oder jemand gibt eine Anekdote zum Besten und schon platzt es aus einem heraus: "Kommt da jetzt noch eine Pointe, oder dürfen wir schon lachen?"
Ich kann nichts dagegen tun, es ist noch nichteinmal böse gemeint - es platzt einfach so heraus, weil es gerade passt; ohne nachzudenken.
Zum Glück können die meisten Leute um mich herum sowas ab und machen sich nicht viel daraus... oder feuern genauso zurück und meinen es nicht böse - oder vielleicht haben die zufällig auch heute ihren Arschloch-Tag?
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn
am
Donnerstag, 23. August 2007 16:39
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Selbstverschuldeter oder herbeigeredeter Fachkräftemangel
Kaum lebt die Konjunktur wieder auf, verteuert sich alles und die Wirtschaftsverbände beklagen sich wieder über den angeblichen immensen Fachkräftemangel. Wer erinnert sich nicht an die erfolgreiche Greencard-Kampagne Rinder statt Inder Kinder statt Rinder Kinder statt Inder, bzw. das Gegenteil davon?
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelleeinzunehmen anzunehmen.
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelle
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 22:04
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"Die Gelbe Gefahr" greift weiter um sich!
Wie es scheint, sind wir wieder bei Kaisers Zeiten angelangt und McCarthy lässt grüßen. Die Bedrohung aus Fernost wird immer eminenter!
Nicht, dass wir uns wegen den Chinesen schon an teurere Milch, teureres Benzin und teureres Heizöl gewöhnen müssen, nein, jetzt vergiften sie schon das Spielzeug unserer Kinder!
Ich sehe es schon kommen - zuerst beeinträchtigen sie durch Massenaufkäufe unsere Grundversorgung, womit sie unsere Wirtschaft zum Erliegen bringen, wo das zarte Pflänzchen Konjunktur gerade wieder anfängt, sich zu entwickeln, dann vergiften sie unsere Kinder, und irgendwann, ja, der Tag wird kommen, irgendwann stehen sie dann ganz einfach bei uns vor der Tür und sind die großen Gönner, weil sie uns unsere Wirtschaft wieder aufpäppeln... mit den Gütern, die sie zuvor aufgekauft haben. Und als Dank werden wir uns bereitwillig von den Maoisten annektieren lassen - und bevor wir merken, was das für ein abgekartetes Spiel war, sind wir ein Teil vom Reich der MItte! Alles wird Allen gehören, wir werden die Mao-Bibel auswendig können und den Dalai Llama nicht mehr empfangen.
Blödsinn? Klar!
Aber nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind!
Nicht, dass wir uns wegen den Chinesen schon an teurere Milch, teureres Benzin und teureres Heizöl gewöhnen müssen, nein, jetzt vergiften sie schon das Spielzeug unserer Kinder!
Ich sehe es schon kommen - zuerst beeinträchtigen sie durch Massenaufkäufe unsere Grundversorgung, womit sie unsere Wirtschaft zum Erliegen bringen, wo das zarte Pflänzchen Konjunktur gerade wieder anfängt, sich zu entwickeln, dann vergiften sie unsere Kinder, und irgendwann, ja, der Tag wird kommen, irgendwann stehen sie dann ganz einfach bei uns vor der Tür und sind die großen Gönner, weil sie uns unsere Wirtschaft wieder aufpäppeln... mit den Gütern, die sie zuvor aufgekauft haben. Und als Dank werden wir uns bereitwillig von den Maoisten annektieren lassen - und bevor wir merken, was das für ein abgekartetes Spiel war, sind wir ein Teil vom Reich der MItte! Alles wird Allen gehören, wir werden die Mao-Bibel auswendig können und den Dalai Llama nicht mehr empfangen.
Blödsinn? Klar!
Aber nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 21:27
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