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Dauerhafte Einträge
China vor der Haustür
Jetzt sind wir also tatsächlich in Reich der Mitte angelangt.
Da erdreistet sich der Provider Arcor doch, in vorauseilendem Gehorsam und entgegen der eindeutigen Gesetzeslage und Rechtssprechung, einige Pornoseiten zu sperren.
Nicht, dass schon der nordrheinwestfälische Provider ish damit einen kleinen Skandal ausgelöst hat, als er Rotten.com und einige (neo)faschistische Seiten (darunter im Übrigen auch eine satirisch gestaltete Aufklärungsseite über Faschismus, soweit ich mich entsinne) auf Anweisung des damaligen Ministerpräsidenten sperrte. Diese Aufforderung zur Sperrung wurde übrigens damals soweit ich weiß auch als unzulässig befunden.
Anstatt aus der Geschichte zu lernen (das scheint in Deutschland sowieso ein ungern gesehenes Verhalten zu sein - warum sonst äußern sich Leute öffentlich zu dem Eklätchen um Eva Herman mit den Worten "Über diese Zeit spricht man einfach nicht"?), reagiert Arcor nun auf die Aufforderung eines gewerblichen Konkurrenten dieser Angebote nach eigener Auskunft "bis zur Klärung der Rechtsbewertung [...] freiwillig" mit der Sperre.
Achso? Das machen die chinesischen Provider sicherlich auch so, dass sie freiwillig bis zur rechtlichen Bewertung den Anweisungen ihrer Regierung folgen, indem sie sämtliche regime-kritischen oder -"gefährlichen" Seiten zensieren.
Erst wird der Bürger entmündigt, damit man es leichter hat, seine Meinung zu formen (oder gar BILDen) und damit in Zukunft solche feinen Herren Verfassungsfeinde wie unser Innenschäuble sich nicht einen Dreck um "ihr" Volk scheren müssen, sondern gleich einen Durchmarsch bis nach ganz Oben machen können.
Art. 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Zufall, dass auf der Seite http://dejure.org/gesetze/GG/5.html ausgerechnet diese Konstellation von Inhalt und Werbung zu sehen war?

PS: Dem Vernehmen nach lässt sich diese Sperre übrigens sehr leicht umgehen. Meine erste Überlegung ging in Richtung Proxy, aber es geht noch einfacher: Man gibt die IP-Adresse des Dienstes in die Adresszeile des Browsers ein, oder - der Königsweg - man trägt den Servernamen nebst zugehöriger IP in die lokale Lookup-Tabelle ein. Bei Linux und anderen UNIX-Derivaten wäre das die Datei /etc/hosts, die lediglich um eine Zeile im folgenden Format ergänzt wird:
Abspeichern, wie gewohnt die Adresse des Servers in den Browser speisen und los gehts.
Nachtrag: Wie Golem.de heute berichtet, gibt es keinerlei richterliche oder gesetzliche Anordnung dazu, sondern lediglich eine einfach Aufforderung eines (eher unkoscheren) Anbieters.
Da erdreistet sich der Provider Arcor doch, in vorauseilendem Gehorsam und entgegen der eindeutigen Gesetzeslage und Rechtssprechung, einige Pornoseiten zu sperren.
Nicht, dass schon der nordrheinwestfälische Provider ish damit einen kleinen Skandal ausgelöst hat, als er Rotten.com und einige (neo)faschistische Seiten (darunter im Übrigen auch eine satirisch gestaltete Aufklärungsseite über Faschismus, soweit ich mich entsinne) auf Anweisung des damaligen Ministerpräsidenten sperrte. Diese Aufforderung zur Sperrung wurde übrigens damals soweit ich weiß auch als unzulässig befunden.
Anstatt aus der Geschichte zu lernen (das scheint in Deutschland sowieso ein ungern gesehenes Verhalten zu sein - warum sonst äußern sich Leute öffentlich zu dem Eklätchen um Eva Herman mit den Worten "Über diese Zeit spricht man einfach nicht"?), reagiert Arcor nun auf die Aufforderung eines gewerblichen Konkurrenten dieser Angebote nach eigener Auskunft "bis zur Klärung der Rechtsbewertung [...] freiwillig" mit der Sperre.
Achso? Das machen die chinesischen Provider sicherlich auch so, dass sie freiwillig bis zur rechtlichen Bewertung den Anweisungen ihrer Regierung folgen, indem sie sämtliche regime-kritischen oder -"gefährlichen" Seiten zensieren.
Erst wird der Bürger entmündigt, damit man es leichter hat, seine Meinung zu formen (oder gar BILDen) und damit in Zukunft solche feinen Herren Verfassungsfeinde wie unser Innenschäuble sich nicht einen Dreck um "ihr" Volk scheren müssen, sondern gleich einen Durchmarsch bis nach ganz Oben machen können.
Art. 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Zufall, dass auf der Seite http://dejure.org/gesetze/GG/5.html ausgerechnet diese Konstellation von Inhalt und Werbung zu sehen war?
PS: Dem Vernehmen nach lässt sich diese Sperre übrigens sehr leicht umgehen. Meine erste Überlegung ging in Richtung Proxy, aber es geht noch einfacher: Man gibt die IP-Adresse des Dienstes in die Adresszeile des Browsers ein, oder - der Königsweg - man trägt den Servernamen nebst zugehöriger IP in die lokale Lookup-Tabelle ein. Bei Linux und anderen UNIX-Derivaten wäre das die Datei /etc/hosts, die lediglich um eine Zeile im folgenden Format ergänzt wird:
IP Hostna.me
Abspeichern, wie gewohnt die Adresse des Servers in den Browser speisen und los gehts.
Nachtrag: Wie Golem.de heute berichtet, gibt es keinerlei richterliche oder gesetzliche Anordnung dazu, sondern lediglich eine einfach Aufforderung eines (eher unkoscheren) Anbieters.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Montag, 10. September 2007 21:27
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Tags für diesen Artikel: arcor
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Ein Traum von DNSBL: sanft und zuverlässig
Durch Manuel Schmitts Blog bin ich im Zuge der Umstellungen und weiterer Beiträge zur DNS-Blacklist ix.dnsbl.manitu.net auf Selbige aufmerksam geworden. Als spam-geplagter Mailserverbetreiber wurde ich hellhörig und unternahm die notwendigen Schritte, meinem Mailserver die DNSBL unterzujubeln, dass er sie fürderhin zur Rate ziehe bei der Entscheidung, ob eine Mail angenommen werden soll oder nicht.
Nun ist diese Konfiguration mittlerweile ein paar Tage in Betrieb, Zeit also, ein bisschen auszuwerten und ein Urteil zu fällen. Und siehe da! Die Liste blockiert mehr Mails als alle anderen von mir bisher eingesetzte Listen zusammen.
Die einzige Blacklist, die auch nur ansatzweise ähnlich oft in den Logs auftaucht, ist sbl-xbl.spamhaus.org. Dieser Liste gegenüber bin ich allerdings mittlerweile sehr skeptisch, spätestens seit ich weiß, dass die Liste als politisches Druckmittel missbraucht wird, was für mich und meine Mitbenutzer inakzeptabel ist. Politisch motivierte Zensur (was damit ja letztenendes stattfindet), unabhängig von Denkrichtung oder Motivation, kann jeder Nutzer meinetwegen für sich selbst betreiben, mir als Dienstleister steht es meinem moralischen Verständnis nach eindeutig nicht zu.
Diese Sorge habe ich bei der iX-DNSBL glücklicherweise nicht - Die Liste arbeitet "anerkannt sanft"
Nun ist diese Konfiguration mittlerweile ein paar Tage in Betrieb, Zeit also, ein bisschen auszuwerten und ein Urteil zu fällen. Und siehe da! Die Liste blockiert mehr Mails als alle anderen von mir bisher eingesetzte Listen zusammen.
Die einzige Blacklist, die auch nur ansatzweise ähnlich oft in den Logs auftaucht, ist sbl-xbl.spamhaus.org. Dieser Liste gegenüber bin ich allerdings mittlerweile sehr skeptisch, spätestens seit ich weiß, dass die Liste als politisches Druckmittel missbraucht wird, was für mich und meine Mitbenutzer inakzeptabel ist. Politisch motivierte Zensur (was damit ja letztenendes stattfindet), unabhängig von Denkrichtung oder Motivation, kann jeder Nutzer meinetwegen für sich selbst betreiben, mir als Dienstleister steht es meinem moralischen Verständnis nach eindeutig nicht zu.
Diese Sorge habe ich bei der iX-DNSBL glücklicherweise nicht - Die Liste arbeitet "anerkannt sanft"
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Technisches
am
Mittwoch, 4. Juli 2007 23:21
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Tags für diesen Artikel: administrativ
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Unbuchhaltung
In meiner Naivität vermutete ich doch glatt, die Story hätte ein Ende. Aber wie bei jedem guten Horrorfilm gibt es eine erbärmlich schlechte Fortsetzung:
Liebe Leute... weiß bei Euch eigentlich irgendwer, was der andere macht?
Ich bin spätestens jetzt so verdammt froh, kein Kunde von Euch zu sein; und glaubt mir, nach dieser Vorstellung kann ich Euch beim besten Willen kaum noch ruhigen Gewissens meinem ärgsten Feind empfehlen. Ich meine, dass Provider mitunter eine sehr agrressive Art und Weise der Kundenbindung praktizieren, ist für mich nichts Neues, aber dieses Schreiben ist ja wohl mittlerweile der Gipfel der Frechheit. Wenn auch juristisch der Begriff Nötigung nicht ganz passen mag, aber "systematische Kundenverarsche" und "Geldschneiderei auf Teufel komm raus" kann ich mir dazu nicht verkneifen.
Ihr könnt mir nicht erzählen, dass Eure Buchhaltung wirklich in einem so katastrophalen Zustand ist. Wäre dem tatsächlich so, gäbe es keine logische Erklärung dafür, dass Ihr noch Kunden und Mitarbeiter habt. Vielleicht seid Ihr ja genauso gespannt wie ich, was mir dazu einfallen wird.
Update: Diesem Forenthread nach zu urteilen bin ich wohl nicht der Einzige, dem dieser schlechte Film widerfährt/widerfahren ist.
2. Update: Folgender Text liegt jetzt bei irgendeinem für die Rubrik "Vorsicht Kunde" zuständigen Mitarbeiter vom c't-Magazin in der Inbox:
InternetUniversum GmbHan mich
- Letzte Mahnung vor Anwalt -
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider haben Sie Ihre aktuelle Rechnung trotz mehrfacher Aufforderung nicht bezahlt (Details siehe PDF im
Anhang).
----------------------------------------
Anwalt vermeiden: Ihre letzte Chance
----------------------------------------
Wir fordern Sie hiermit letztmalig auf den offenen Betrag zu zahlen, um so Ihren Account wieder zu aktivieren.
Die genaue Frist entnehmen Sie der PDF im Anhang. Sollte dies nicht geschehen, werden wir die
Anwaltskanzlei
Lentfort & Partner
Waldenburger Str. 10
48231 Warendorf
www.lentfort.de
beauftragen die Wahrnehmung unserer Interessen zu prüfen. Außerdem halten wir uns vor Ihren Account
schon vor Vertragsende zu löschen. Domain(s) werden in den Transit-Status der DENIC übergeben.
Bei einem Missverständnis oder weiteren Fragen können Sie sich natürlich gerne an uns wenden:
- kostenlos anrufen: 0800 / 82 62 437
- kostenlos mailen: support@vanager.com
Unsere Bankverbindung, damit Sie diese direkt in Ihr Online-Banking kopieren können:
Kontoinhaber: InternetUniversum GmbH
Kontonummer: 3631919500
BLZ: 41262501
Bank: Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf
Diese E-Mail wurde automatisch erstellt
- Buchhaltung -
___________________________________________
vanager.com
InternetUniversum GmbH
Splieterstr. 27
48231 Warendorf
Zentrale: 0 25 81 / 94 19 96 - 4
Fax: 0 25 81 / 94 19 96 - 9
Registergericht: Amtsgericht Münster
Registernummer: HRB 8643
UST-ID: DE236748557
Geschäftsführer:
Marcel Chorengel
Daniel Hagemeier
17010_3288_Mahnung3.pdf
20K HTML-Ansicht Download
Liebe Leute... weiß bei Euch eigentlich irgendwer, was der andere macht?
Ich bin spätestens jetzt so verdammt froh, kein Kunde von Euch zu sein; und glaubt mir, nach dieser Vorstellung kann ich Euch beim besten Willen kaum noch ruhigen Gewissens meinem ärgsten Feind empfehlen. Ich meine, dass Provider mitunter eine sehr agrressive Art und Weise der Kundenbindung praktizieren, ist für mich nichts Neues, aber dieses Schreiben ist ja wohl mittlerweile der Gipfel der Frechheit. Wenn auch juristisch der Begriff Nötigung nicht ganz passen mag, aber "systematische Kundenverarsche" und "Geldschneiderei auf Teufel komm raus" kann ich mir dazu nicht verkneifen.
Ihr könnt mir nicht erzählen, dass Eure Buchhaltung wirklich in einem so katastrophalen Zustand ist. Wäre dem tatsächlich so, gäbe es keine logische Erklärung dafür, dass Ihr noch Kunden und Mitarbeiter habt. Vielleicht seid Ihr ja genauso gespannt wie ich, was mir dazu einfallen wird.
Update: Diesem Forenthread nach zu urteilen bin ich wohl nicht der Einzige, dem dieser schlechte Film widerfährt/widerfahren ist.
2. Update: Folgender Text liegt jetzt bei irgendeinem für die Rubrik "Vorsicht Kunde" zuständigen Mitarbeiter vom c't-Magazin in der Inbox:
Tag die Damen und Herren,
da ich offensichtlich mit den mir zur Verfuegung stehenden Mitteln
nicht weiterkomme, anwaltliche Hilfe jedoch scheue, wenn es nicht
wirklich sein muss, moechte ich Euch um Hilfe bitten.
O.g. Firma schafft es einfach nicht, trotz merhmaliger (!)
Bestaetigung des Gegenteils, ihre Buchhaltung davon zu ueberzeugen,
dass Ich nie zahlender Kunde war, es nicht bin und spaetestens jetzt
auch garantiert nie sein werde.
Da ich mir sparen moechte, die ganze Episode mitsamt Mailverkehr ein
weiteres Mal zusammenzusammeln und mir ein Copy&Paste auch zu doof
ist, wenn es doch eh schon im Web dokumentiert ist, erlaube ich mir,
Euch einfach die Links zu den Beitraegen in meinem Blog zu
uebergeben, wo ich bereits alles nach bestem Wissen und Gewissen
zusammengestellt habe:
http://rae.tuxhilfe.de/archives/28-Hab-ich-eigentlich-schonmal....html
http://rae.tuxhilfe.de/archives/39-Unbuchhaltung.html
Weiterhin interessant in dem Zusammenhang (bei einer Schnellsuche im
Netz gefunden):
http://www.sysop-forum.de/thread.php?threadid=1984
Gruss,
Sven Grounsell
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos
am
Mittwoch, 4. Juli 2007 21:22
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Frauenklischees
Ein gerne zitiertes Klischee in Bezug auf Frauen ist ja "Schön und dumm".
Ich persönlich finde es ja immer schade, wenn es Zeitgenossen gibt, die solche tumben Klischees auch noch ungeniert bekräftigen - in diesem Fall die Buchhaltungs- und Support-Abteilungen bei Alice DSL, bzw. der HanseNet Telekomunikation GmbH, der selbsternannt schönsten Verbindung (von bzw. zu was auch immer).
Wie Henrik hier und hier in seinem Blog beschreibt, ist der Umgang mit der Buchhaltungs-/Rechnungsabteilung das reinste Trauerspiel. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Man ist nicht mehr Kunde des Unternehmens, womit nach gängiger Auffassung auch eine eventuell mal gewährte Einzugsermächtigung erlischt; trotzdem erfolgt eine Abbuchung vom Konto des ehemaligen Kunden, die somit offensichtlich rechtswidrig ist. Nun macht der ehemalige Kunde sich die Mühe, das Unternehmen von diesem Sachverhalt in Kenntnis zu setzen, anstatt einfach unkommentiert gegen diese Unrechtmäßigkeit vorzugehen, zeigt also den Willen, eine für alle Seiten gütliche Einigung herbeizuführen, und schon packt Alice die Gelegenheit beim Schopfe und stellt sämtliche Verkehrs- und Geschäftsprinzipien auf den Kopf, indem die schöne Verbindung verlangt, dass der Ex- bzw. Nicht-Kunde weiteren (!) Aufwand betreibt, um die Rechtmäßigkeit seines Hinweises auf unrechtmäßiges Handeln zu belegen. Soweit ich das hiesige Rechtssystem kenne, ist derjenige, der einen Vorteil auf Kosten eines anderen aus einem Vorgang erlangt, in der Beweispflicht und nicht der Geschädigte. Aber das ist wohl in letzter Zeit Mode bei Internet-Dienstleistern, dass der Nicht-Kunde Aufwand für den Nachweis betreiben soll, dass er keinen Vertrag mit dem Unternehmen hat, wenn man der einschlägigen Fachpresse Glauben schenkt.
"Zum Glück" sind das nicht die einzigen Horrorgeschichten über das Hamburger Unternehmen. Ein weiterer Bekannter wartet bereits seit mehreren Wochen darauf, dass seine schon längst zugesagte schönste Verbindung denn nun auch endlich geschaltet wird... ein Ende ist bisher nicht in Sicht.
Und auch ich bin indirekt betroffen von der augenscheinlichen Unfähigkeit der roten Werbeschönheit, die simpelsten Vorgänge und Sachverhalte zu erfassen: Der Vater der Mutter meiner Tochter (nettes Konstrukt, nicht wahr?
) verstarb Ende August letzten Jahres (2006). Die Firma HanseNet Telekommunikation GmbH war eine der Ersten seiner Vertragspartner, die eine entsprechende Sterbeurkunde nebst Sonderkündigung und Kontaktdaten seiner Tochter mit Informationen über ihre Erbberechtigung per EmRS erhielten. Trotz Alledem kam in der letzten Woche (i.e. Ende April 2007) ein anwaltliches Schreiben an die Adresse des Verstorbenen mit der Aufforderung an Selbigen, die offenen Rechnungen bis einschließlich April 2007 zu begleichen.
Ich habe ja schon des Öfteren die Redewendung gehört und auch angewandt "die nehmen von den Lebenden!"
Ich denke, in Zeiten, wo das Geschäftsgebaren von Alice kein Einzelfall mehr ist, sollte man über eine Umformulierung dieses traditionsreichen Idioms nachdenken. Denn Alice versucht sogar von den Toten zu nehmen!
Zufall, dass ich genau drei aktuelle Problemfälle mit Internetprovidern kenne und alle diese drei Fälle in der Hand der HanseNet Telekommunikation GmbH liegen? Ich überlasse es dem geneigten Leser, sich diese Frage selbst zu beantworten.
Ich persönlich finde es ja immer schade, wenn es Zeitgenossen gibt, die solche tumben Klischees auch noch ungeniert bekräftigen - in diesem Fall die Buchhaltungs- und Support-Abteilungen bei Alice DSL, bzw. der HanseNet Telekomunikation GmbH, der selbsternannt schönsten Verbindung (von bzw. zu was auch immer).
Wie Henrik hier und hier in seinem Blog beschreibt, ist der Umgang mit der Buchhaltungs-/Rechnungsabteilung das reinste Trauerspiel. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Man ist nicht mehr Kunde des Unternehmens, womit nach gängiger Auffassung auch eine eventuell mal gewährte Einzugsermächtigung erlischt; trotzdem erfolgt eine Abbuchung vom Konto des ehemaligen Kunden, die somit offensichtlich rechtswidrig ist. Nun macht der ehemalige Kunde sich die Mühe, das Unternehmen von diesem Sachverhalt in Kenntnis zu setzen, anstatt einfach unkommentiert gegen diese Unrechtmäßigkeit vorzugehen, zeigt also den Willen, eine für alle Seiten gütliche Einigung herbeizuführen, und schon packt Alice die Gelegenheit beim Schopfe und stellt sämtliche Verkehrs- und Geschäftsprinzipien auf den Kopf, indem die schöne Verbindung verlangt, dass der Ex- bzw. Nicht-Kunde weiteren (!) Aufwand betreibt, um die Rechtmäßigkeit seines Hinweises auf unrechtmäßiges Handeln zu belegen. Soweit ich das hiesige Rechtssystem kenne, ist derjenige, der einen Vorteil auf Kosten eines anderen aus einem Vorgang erlangt, in der Beweispflicht und nicht der Geschädigte. Aber das ist wohl in letzter Zeit Mode bei Internet-Dienstleistern, dass der Nicht-Kunde Aufwand für den Nachweis betreiben soll, dass er keinen Vertrag mit dem Unternehmen hat, wenn man der einschlägigen Fachpresse Glauben schenkt.
"Zum Glück" sind das nicht die einzigen Horrorgeschichten über das Hamburger Unternehmen. Ein weiterer Bekannter wartet bereits seit mehreren Wochen darauf, dass seine schon längst zugesagte schönste Verbindung denn nun auch endlich geschaltet wird... ein Ende ist bisher nicht in Sicht.
Und auch ich bin indirekt betroffen von der augenscheinlichen Unfähigkeit der roten Werbeschönheit, die simpelsten Vorgänge und Sachverhalte zu erfassen: Der Vater der Mutter meiner Tochter (nettes Konstrukt, nicht wahr?
Ich habe ja schon des Öfteren die Redewendung gehört und auch angewandt "die nehmen von den Lebenden!"
Ich denke, in Zeiten, wo das Geschäftsgebaren von Alice kein Einzelfall mehr ist, sollte man über eine Umformulierung dieses traditionsreichen Idioms nachdenken. Denn Alice versucht sogar von den Toten zu nehmen!
Zufall, dass ich genau drei aktuelle Problemfälle mit Internetprovidern kenne und alle diese drei Fälle in der Hand der HanseNet Telekommunikation GmbH liegen? Ich überlasse es dem geneigten Leser, sich diese Frage selbst zu beantworten.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos
am
Donnerstag, 3. Mai 2007 15:00
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Von Wurzelbehandlungen, Pferden, Schafen im Wolfspelz, Ziegen und Schlangen
Sony bekleckert sich die letzten Jahre nicht gerade mit Ruhm.
Zunächst war da dieser berühmt-berüchtigte Kopierschutz für optische Speichermedien, der als Rootkit daherkam und sogar in den internationalen Medien für Aufsehen sorgte. [1] [2] [3] [4]
Nicht genug mit dem Rootkit allein, was ganz zufällig nebenbei noch als Kopierschutz nutzbar war. Nein, das Ganze war auch noch löchrig wie ein schweizer Käse, sodass es nicht lange dauerte, bis dieser "Kopierschutz" den ein oder anderen "ehrlich" böswillig programmierten Trojaner unfreiwillig huckepack nahm.
Man sollte meinen, dass Sony aus diesem Desaster gelernt hätte und alles daransetzen würde, sich den einstmals weltweit unangefochtenen Ruf als Qualitätshersteller für Unterhaltungselektronik wieder zurückzuerobern. Doch weit gefehlt.
Nicht genug, dass schon vor dem Start und nach dem Erscheinen der PS3 in Asien viel an dem neuen Spielekonsolen-Wunder (oft zu Recht) kritisiert wurde. Nein, man entschied sich in der Sony-Zentrale dafür, der vorauseilenden Kritik an der schwarzen Hochglanzschachtel auf dem europäischen Markt Halt zu bieten, indem die Hardware (die schon für den asiatischen Markt drastisch beschnitten wurde gegenüber den vollmundigen Ankündigungen) noch weiter abgespeckt wurde: Europäische Kunden sollten, im Gegensatz zu ihren asiatischen Leidensgenossen, nicht in den Genuss einer hardwarebeschleunigten PS2-Emulation kommen.
Was also letztendlich von der groß angekündigten Revolution auf dem Markt für Spielekonsolen übriggeblieben ist, hängt vom Betrachtungswinkel ab:
- Ein günstiges Blu-Ray-Abspielgerät
- Ein sauteurer DVD-Player, dessen "Ruckelfreiheit" beim Abspielen eines Filmes gut und gerne bezweifelt werden darf
- Ein Fast-PC, dessen interessanteste Features (der Cell-Prozessor und der Grafikchip) dank Virtualisierungsschicht und arg begrenztem Hauptspeicher nicht ohne Weiteres (sinnvoll) nutzbar sind
...jedoch alles andere als eine hochleistungsfähige Spielekonsole, als die sie angekündigt wurde.
Die europäische Version schafft es nichteinmal, das vielgepriesene Kompatibilitätsversprechen zu den Vorgängerversionen einzuhalten, denn trotz hochentwickelten Hardwarekomponenten ruckeln Spiele im PS2-Emulator. Man besitzt also ein Sony-Gerät mit original Sony-Software darauf und kann entgegen anderslautenden Versprechungen nicht davon ausgehen, dass man damit original Sony-Spiele ohne drastische Einbußen spielen kann. Ein Geniestreich!
Und dieser Geniestreich kostet im Handel stolze 699,- Euro - soviel wie ein zeitgemäßer, um einiges leistungsfähigerer PC. Na herzlichen Glückwunsch sag ich da.
Aber auch das war Sony nicht genug. Zum Release von God of War II für die PS2 wurde eine Feier abgehalten.
"Tolle Sache!" sollte man meinen. Das haben die Ziege und die Schlangen, die laut diesem Artikel unfreiwillig ihre Teilnahme an dieser Feier antraten, wohl eher nicht gedacht. Demzufolge wurde eigens für diese Veranstaltung eine Ziege geschlachtet, den Gästen auf einer Bühne präsentiert und unter den Teilnehmern eine Art Wettessen ausgerichtet, wer am meisten von den noch warmen Innereien des Tieres in sich aufnehmen kann - das Wort "Essen" wage ich in diesem Zusammenhang nicht zu gebrauchen, da es ein gewisses Maß an Zivilisiertheit impliziert. Desweiteren wurden "lustige" Messerwurf-Spielchen veranstaltet, sowie "Schlangenfangen" mit lebenden Objekten gespielt. Ich denke nicht, dass man Vegetarier sein muss, um von diesem "Mordsspaß" angewidert zu sein.
Da hilft es auch nichts, dass Sonys PR-Abteilung nach (!) massiven Protesten von allen Seiten zurückruderte und sich verzweifelt versuchte, für diesen neuerlich selbst beigefügten Imageschaden zu entschuldigen.
Danke, Sony, für diesen neuerlichen Grund, die Produkte aus Deinem Haus zu meiden wie den Leibhaftigen persönlich... Nach dieser Vorstellung ist es wirklich nicht abwegig auf die Idee zu kommen, dass in Deiner Konzernzentrale Luzifer selbst sein Büro hat. Es wurden schon erheblich harmlosere Events von den Boulevard-Medien als Schwarze Messen tituliert.
(Danke an Dirk für seinen Blogeintrag, der mich auf den Artikel aufmerksam gemacht hat)
Zunächst war da dieser berühmt-berüchtigte Kopierschutz für optische Speichermedien, der als Rootkit daherkam und sogar in den internationalen Medien für Aufsehen sorgte. [1] [2] [3] [4]
Nicht genug mit dem Rootkit allein, was ganz zufällig nebenbei noch als Kopierschutz nutzbar war. Nein, das Ganze war auch noch löchrig wie ein schweizer Käse, sodass es nicht lange dauerte, bis dieser "Kopierschutz" den ein oder anderen "ehrlich" böswillig programmierten Trojaner unfreiwillig huckepack nahm.
Man sollte meinen, dass Sony aus diesem Desaster gelernt hätte und alles daransetzen würde, sich den einstmals weltweit unangefochtenen Ruf als Qualitätshersteller für Unterhaltungselektronik wieder zurückzuerobern. Doch weit gefehlt.
Nicht genug, dass schon vor dem Start und nach dem Erscheinen der PS3 in Asien viel an dem neuen Spielekonsolen-Wunder (oft zu Recht) kritisiert wurde. Nein, man entschied sich in der Sony-Zentrale dafür, der vorauseilenden Kritik an der schwarzen Hochglanzschachtel auf dem europäischen Markt Halt zu bieten, indem die Hardware (die schon für den asiatischen Markt drastisch beschnitten wurde gegenüber den vollmundigen Ankündigungen) noch weiter abgespeckt wurde: Europäische Kunden sollten, im Gegensatz zu ihren asiatischen Leidensgenossen, nicht in den Genuss einer hardwarebeschleunigten PS2-Emulation kommen.
Was also letztendlich von der groß angekündigten Revolution auf dem Markt für Spielekonsolen übriggeblieben ist, hängt vom Betrachtungswinkel ab:
- Ein günstiges Blu-Ray-Abspielgerät
- Ein sauteurer DVD-Player, dessen "Ruckelfreiheit" beim Abspielen eines Filmes gut und gerne bezweifelt werden darf
- Ein Fast-PC, dessen interessanteste Features (der Cell-Prozessor und der Grafikchip) dank Virtualisierungsschicht und arg begrenztem Hauptspeicher nicht ohne Weiteres (sinnvoll) nutzbar sind
...jedoch alles andere als eine hochleistungsfähige Spielekonsole, als die sie angekündigt wurde.
Die europäische Version schafft es nichteinmal, das vielgepriesene Kompatibilitätsversprechen zu den Vorgängerversionen einzuhalten, denn trotz hochentwickelten Hardwarekomponenten ruckeln Spiele im PS2-Emulator. Man besitzt also ein Sony-Gerät mit original Sony-Software darauf und kann entgegen anderslautenden Versprechungen nicht davon ausgehen, dass man damit original Sony-Spiele ohne drastische Einbußen spielen kann. Ein Geniestreich!
Und dieser Geniestreich kostet im Handel stolze 699,- Euro - soviel wie ein zeitgemäßer, um einiges leistungsfähigerer PC. Na herzlichen Glückwunsch sag ich da.
Aber auch das war Sony nicht genug. Zum Release von God of War II für die PS2 wurde eine Feier abgehalten.
"Tolle Sache!" sollte man meinen. Das haben die Ziege und die Schlangen, die laut diesem Artikel unfreiwillig ihre Teilnahme an dieser Feier antraten, wohl eher nicht gedacht. Demzufolge wurde eigens für diese Veranstaltung eine Ziege geschlachtet, den Gästen auf einer Bühne präsentiert und unter den Teilnehmern eine Art Wettessen ausgerichtet, wer am meisten von den noch warmen Innereien des Tieres in sich aufnehmen kann - das Wort "Essen" wage ich in diesem Zusammenhang nicht zu gebrauchen, da es ein gewisses Maß an Zivilisiertheit impliziert. Desweiteren wurden "lustige" Messerwurf-Spielchen veranstaltet, sowie "Schlangenfangen" mit lebenden Objekten gespielt. Ich denke nicht, dass man Vegetarier sein muss, um von diesem "Mordsspaß" angewidert zu sein.
Da hilft es auch nichts, dass Sonys PR-Abteilung nach (!) massiven Protesten von allen Seiten zurückruderte und sich verzweifelt versuchte, für diesen neuerlich selbst beigefügten Imageschaden zu entschuldigen.
Danke, Sony, für diesen neuerlichen Grund, die Produkte aus Deinem Haus zu meiden wie den Leibhaftigen persönlich... Nach dieser Vorstellung ist es wirklich nicht abwegig auf die Idee zu kommen, dass in Deiner Konzernzentrale Luzifer selbst sein Büro hat. Es wurden schon erheblich harmlosere Events von den Boulevard-Medien als Schwarze Messen tituliert.
(Danke an Dirk für seinen Blogeintrag, der mich auf den Artikel aufmerksam gemacht hat)
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Mittwoch, 2. Mai 2007 13:17
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