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Dauerhafte Einträge
...and Remember: Respect is Everything!
Nein, das wird kein Beitrag zum Spieleklassiker GTA2, sondern zu unserem just abhanden gekommenen Bundespräsidenten Horst Köhler.
Eines Vorweg: Ich enthalte mich bewusst und nachdrücklich einer Beurteilung seines Wirkens als Bundespräsident, sofern es nicht unmittelbar mit seinem Rücktritt bzw. der vom ihm selbst postulierten Begründung dafür zu tun hat.
Laut Spiegel Online führt er als Grund an, dass die Vorwürfe gegen seine Äußerungen, die er in unmittelbarem Kontext zum Bundeswehreinsatz in Afghanistanabgelassen getätigt hat, Respekt vor dem "höchsten Staatsamt" vermissen ließen.
Aha? Offenbar hat das nichts mit mangelndem Respekt vor diesem Amt zu tun, sich meiner Ansicht nach feige, mit eingekniffenem Schwanz wie ein begossener Pudel zurückzuziehen, nur weil die Leute da draußen sowas böses und [gar nicht] Abwegiges über ihn sagen.
Entschuldigung, Herr Köhler, aber Sie wurden in dieses "höchste Staatsamt" gewählt, weil die entsprechenden Menschen darauf vertraut haben, dass Sie die nötige Kompetenz, Kraft und Würde besitzen, dieses Amt auszufüllen. Und Sie mussten sich dieser Verantwortung bewusst sein, als Sie die Wahl angenommen haben.
Ihre heutige Reaktion allerdings legt den Verdacht nahe, dass Sie den nötigen Respekt vor diesem höchsten Staatsamt vermissen lassen, wenn Sie sich aus so selbstsüchtigen Gründen aus der Verantwortung stehlen. Wer hat je behauptet, dass es einfach sei, "an der Spitze" zu stehen, dass alle Ihnen und Ihren Worten kritiklos zu Füßen liegen werden? Von einem so hohen Würdenträger (man beachte das enthaltene Wort "Würde") erwarte ich ein gewisses Grundmaß an Gelassenheit und Souveränität (es heißt nicht umsonst "der Souverän"). So einen peinlichen Anlass hatte ich nicht erwartet, der mir die umfassende Bedeutung des Wortes "Fremdschämen" verdeutlicht.
Die Ironie an der Sache: Sie haben heute ein unerträgliches Maß an Inkompetenz für dieses Amt an den Tag gelegt, in der Art, wie Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind und damit im Grunde die einzig sinnvolle Konsequenz daraus gezogen haben. Da manifestiert sich beim Ausformulieren ein wahres Henne-Ei-Problem!
Eines Vorweg: Ich enthalte mich bewusst und nachdrücklich einer Beurteilung seines Wirkens als Bundespräsident, sofern es nicht unmittelbar mit seinem Rücktritt bzw. der vom ihm selbst postulierten Begründung dafür zu tun hat.
Laut Spiegel Online führt er als Grund an, dass die Vorwürfe gegen seine Äußerungen, die er in unmittelbarem Kontext zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan
Aha? Offenbar hat das nichts mit mangelndem Respekt vor diesem Amt zu tun, sich meiner Ansicht nach feige, mit eingekniffenem Schwanz wie ein begossener Pudel zurückzuziehen, nur weil die Leute da draußen sowas böses und [gar nicht] Abwegiges über ihn sagen.
Entschuldigung, Herr Köhler, aber Sie wurden in dieses "höchste Staatsamt" gewählt, weil die entsprechenden Menschen darauf vertraut haben, dass Sie die nötige Kompetenz, Kraft und Würde besitzen, dieses Amt auszufüllen. Und Sie mussten sich dieser Verantwortung bewusst sein, als Sie die Wahl angenommen haben.
Ihre heutige Reaktion allerdings legt den Verdacht nahe, dass Sie den nötigen Respekt vor diesem höchsten Staatsamt vermissen lassen, wenn Sie sich aus so selbstsüchtigen Gründen aus der Verantwortung stehlen. Wer hat je behauptet, dass es einfach sei, "an der Spitze" zu stehen, dass alle Ihnen und Ihren Worten kritiklos zu Füßen liegen werden? Von einem so hohen Würdenträger (man beachte das enthaltene Wort "Würde") erwarte ich ein gewisses Grundmaß an Gelassenheit und Souveränität (es heißt nicht umsonst "der Souverän"). So einen peinlichen Anlass hatte ich nicht erwartet, der mir die umfassende Bedeutung des Wortes "Fremdschämen" verdeutlicht.
Die Ironie an der Sache: Sie haben heute ein unerträgliches Maß an Inkompetenz für dieses Amt an den Tag gelegt, in der Art, wie Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind und damit im Grunde die einzig sinnvolle Konsequenz daraus gezogen haben. Da manifestiert sich beim Ausformulieren ein wahres Henne-Ei-Problem!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Montag, 31. Mai 2010 19:30
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LinuxTag 2008: Software als Open Source veröffentlichen - von Torsten Werner
Diesen Vortrag hätte ich mir von vorn bis hinten sparen können. Ich erhoffte mir, wie im Beschreibungstext angekündigt und in der Einleitung des Vortrags von Herrn Werner konstatiert wurde, hier ein wenig über Bedingungen, Fallstricke und ähnlich Beachtenswertes aufgeklärt zu werden, wenn man Software unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Technisches
am
Donnerstag, 29. Mai 2008 21:21
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Die Polizei, Dein Freund und Verräter
Das muss man sich mal vor Augen führen. Am Dienstag, den 4.9. werden drei mutmaßliche Terroristen verhaftet (anscheinend aufgrund eines Hinweises von US-Fahndern, aber das ist ein anderes Thema).. Bei solchen Zugriffen fallen bei den Ermittlungen im Vorfeld natürlich eine Menge an (streng) geheimen Daten an, auf die ausschließlich die Beteiligten und Verantwortlichen Zugriff haben - sollte man jedenfalls annehmen.
Dieser unbestreitbare Fahndungserfolg dient einigen politischen Amtsinhabern als Steilvorlage, der heiß diskutierten Schäuble'schen Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner mit größerem Nachdruck zur Akzeptanz zu verhelfen, und hat damit offenstichtlich Erfolg.
Soweit so gut, zu den Online-Durchsuchungen kann man (für den Moment der Einfachheit halber) stehen wie man will, aber wenn ich mir bewusst mache, dass Dank des Bundestrojaners intimste und privateste Daten (die werden soweit ich weiß nach der - bekanntlich nicht auszuschließenden - versehentlichen Erfassung erst dann gelöscht, wenn sie von Irgendwem - gottweiß wer das sein mag - als ebendiese identifiziert worden sind) über mich u.a. in diese Hände gelangen, dann bin ich einfach sprach- und fassungslos.
Ja, klar, menschliches Versagen gibt es überall und niemand unter uns ist davor sicher, aber verdammtnochmal in diesem Fall ging es um geheimste Ermittlungsakten, die durch einen kleinen Fehler eines Einzelnen an die Quasi-Öffentlichkeit gelangt sind. Natürlich wird der Kopf des nachlässigen Beamten rollen, wie man so schön sagt, und auch zu Recht, aber meiner Meinung nach gehören die Köpfe seiner Vorgesetzten, bzw. die der Verantwortlichen für die polizeiinterne Sicherheit in denselben Korb - mit derselben Begründung. Bei so vertraulichen Daten, die geeignet sind, die Sicherheit des Landes zu gefährden, muss sichergestellt sein, dass sie durch den Fehler eines Einzelnen unter keinen Umständen Ungefugten zugänglich gemacht werden können. Das Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip ist schon für weitaus trivialere Umstände zum Einsatz gekommen. Die Deutschen sind doch sonst nicht so reglementierungsfaul, wie der nahezu alltägliche Behördenwahnsinn beweist.
Wo soll denn das hinführen? Sind dann hier auch solche "Unfälle" möglich, dass ein Bomber das gesamte Land bereist, bevor irgendwer feststellt, dass dieses Flugzeug durch den Fehler eines Einzelnen mit sechs scharfen Atombomben bewaffnet war? Na vielen Dank auch...
Eine Behörde, die kaum dazu in der Lage ist, sich um die eigene Sicherheit zu kümmern, soll für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Es ist was faul im Staate Dänemark...
Dieser unbestreitbare Fahndungserfolg dient einigen politischen Amtsinhabern als Steilvorlage, der heiß diskutierten Schäuble'schen Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner mit größerem Nachdruck zur Akzeptanz zu verhelfen, und hat damit offenstichtlich Erfolg.
Soweit so gut, zu den Online-Durchsuchungen kann man (für den Moment der Einfachheit halber) stehen wie man will, aber wenn ich mir bewusst mache, dass Dank des Bundestrojaners intimste und privateste Daten (die werden soweit ich weiß nach der - bekanntlich nicht auszuschließenden - versehentlichen Erfassung erst dann gelöscht, wenn sie von Irgendwem - gottweiß wer das sein mag - als ebendiese identifiziert worden sind) über mich u.a. in diese Hände gelangen, dann bin ich einfach sprach- und fassungslos.
Ja, klar, menschliches Versagen gibt es überall und niemand unter uns ist davor sicher, aber verdammtnochmal in diesem Fall ging es um geheimste Ermittlungsakten, die durch einen kleinen Fehler eines Einzelnen an die Quasi-Öffentlichkeit gelangt sind. Natürlich wird der Kopf des nachlässigen Beamten rollen, wie man so schön sagt, und auch zu Recht, aber meiner Meinung nach gehören die Köpfe seiner Vorgesetzten, bzw. die der Verantwortlichen für die polizeiinterne Sicherheit in denselben Korb - mit derselben Begründung. Bei so vertraulichen Daten, die geeignet sind, die Sicherheit des Landes zu gefährden, muss sichergestellt sein, dass sie durch den Fehler eines Einzelnen unter keinen Umständen Ungefugten zugänglich gemacht werden können. Das Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip ist schon für weitaus trivialere Umstände zum Einsatz gekommen. Die Deutschen sind doch sonst nicht so reglementierungsfaul, wie der nahezu alltägliche Behördenwahnsinn beweist.
Wo soll denn das hinführen? Sind dann hier auch solche "Unfälle" möglich, dass ein Bomber das gesamte Land bereist, bevor irgendwer feststellt, dass dieses Flugzeug durch den Fehler eines Einzelnen mit sechs scharfen Atombomben bewaffnet war? Na vielen Dank auch...
Eine Behörde, die kaum dazu in der Lage ist, sich um die eigene Sicherheit zu kümmern, soll für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Es ist was faul im Staate Dänemark...
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
am
Freitag, 7. September 2007 19:15
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Langsam wird es lächerlich
Habe ich hier noch mit einer Portion Sarkasmus und Ironie auf die Schippe genommen, wie sehr die Bürger des Reichs der MItte seit diesem Sommer vorgeblich oder maßgeblich negativen Einfluss auf unseren Lebensstandard haben, stößt dieses Anti-China-Geplänkel mittlerweile in Dimensionen vor, die nur noch mit "lächerlich" zu bezeichnen sind.
Ich komme nicht mehr umhin, mich ernsthaft zu fragen, was das soll und wohin das führen soll. Ich finde es wirklich sehr auffällig, wie stark in diesem Sommer das Millardenvolk mit Negativ-Schlagzeilen in Verbindung gebracht wird - oder fällt das nur mir auf?
Gerade heute wieder berichtet Spiegel Online, wie stark politische und Wirtschaftsspionage die Beziehungen zwischen Berlin und Peking belasten.
Nicht, dass mich wer falsch versteht; ich bin der Meinung, dass es sehr wohl gewichtige Gründe gibt, China auf das Schärfste zu kritisieren - aber genau deswegen irritiert es mich umsomehr, dass die deutsche Medienlandschaft über vergleichsweise unwichtige Begebenheiten ein negatives Bild von China zeichnet.
Ich komme nicht mehr umhin, mich ernsthaft zu fragen, was das soll und wohin das führen soll. Ich finde es wirklich sehr auffällig, wie stark in diesem Sommer das Millardenvolk mit Negativ-Schlagzeilen in Verbindung gebracht wird - oder fällt das nur mir auf?
Gerade heute wieder berichtet Spiegel Online, wie stark politische und Wirtschaftsspionage die Beziehungen zwischen Berlin und Peking belasten.
Nicht, dass mich wer falsch versteht; ich bin der Meinung, dass es sehr wohl gewichtige Gründe gibt, China auf das Schärfste zu kritisieren - aber genau deswegen irritiert es mich umsomehr, dass die deutsche Medienlandschaft über vergleichsweise unwichtige Begebenheiten ein negatives Bild von China zeichnet.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
am
Samstag, 25. August 2007 10:58
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Selbstverschuldeter oder herbeigeredeter Fachkräftemangel
Kaum lebt die Konjunktur wieder auf, verteuert sich alles und die Wirtschaftsverbände beklagen sich wieder über den angeblichen immensen Fachkräftemangel. Wer erinnert sich nicht an die erfolgreiche Greencard-Kampagne Rinder statt Inder Kinder statt Rinder Kinder statt Inder, bzw. das Gegenteil davon?
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelleeinzunehmen anzunehmen.
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelle
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 20:04
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"Die Gelbe Gefahr" greift weiter um sich!
Wie es scheint, sind wir wieder bei Kaisers Zeiten angelangt und McCarthy lässt grüßen. Die Bedrohung aus Fernost wird immer eminenter!
Nicht, dass wir uns wegen den Chinesen schon an teurere Milch, teureres Benzin und teureres Heizöl gewöhnen müssen, nein, jetzt vergiften sie schon das Spielzeug unserer Kinder!
Ich sehe es schon kommen - zuerst beeinträchtigen sie durch Massenaufkäufe unsere Grundversorgung, womit sie unsere Wirtschaft zum Erliegen bringen, wo das zarte Pflänzchen Konjunktur gerade wieder anfängt, sich zu entwickeln, dann vergiften sie unsere Kinder, und irgendwann, ja, der Tag wird kommen, irgendwann stehen sie dann ganz einfach bei uns vor der Tür und sind die großen Gönner, weil sie uns unsere Wirtschaft wieder aufpäppeln... mit den Gütern, die sie zuvor aufgekauft haben. Und als Dank werden wir uns bereitwillig von den Maoisten annektieren lassen - und bevor wir merken, was das für ein abgekartetes Spiel war, sind wir ein Teil vom Reich der MItte! Alles wird Allen gehören, wir werden die Mao-Bibel auswendig können und den Dalai Llama nicht mehr empfangen.
Blödsinn? Klar!
Aber nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind!
Nicht, dass wir uns wegen den Chinesen schon an teurere Milch, teureres Benzin und teureres Heizöl gewöhnen müssen, nein, jetzt vergiften sie schon das Spielzeug unserer Kinder!
Ich sehe es schon kommen - zuerst beeinträchtigen sie durch Massenaufkäufe unsere Grundversorgung, womit sie unsere Wirtschaft zum Erliegen bringen, wo das zarte Pflänzchen Konjunktur gerade wieder anfängt, sich zu entwickeln, dann vergiften sie unsere Kinder, und irgendwann, ja, der Tag wird kommen, irgendwann stehen sie dann ganz einfach bei uns vor der Tür und sind die großen Gönner, weil sie uns unsere Wirtschaft wieder aufpäppeln... mit den Gütern, die sie zuvor aufgekauft haben. Und als Dank werden wir uns bereitwillig von den Maoisten annektieren lassen - und bevor wir merken, was das für ein abgekartetes Spiel war, sind wir ein Teil vom Reich der MItte! Alles wird Allen gehören, wir werden die Mao-Bibel auswendig können und den Dalai Llama nicht mehr empfangen.
Blödsinn? Klar!
Aber nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 19:27
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Deutsche Gesetzgebung vs Sicherheitslücken
So macht Gesetzgebung doch Spaß!
Wir erlassen mal fix ein Gesetz, das den Einsatz von "Hacker-Tools" verbietet und *schwuppdibupp*, schon verschwinden die Sicherheitslücken ins Ausland. Ist doch praktisch, oder?
Wenn doch nur jedes Land so einen Anti-Hacker-Paragraphen in die Gesetzgebung aufnehmen würde... dann könnten wir endlich wieder register_globals auf "on" setzen, könnten uns die Mühe sparen, jede, aber auch jede verdammte Nutzereingabe zu prüfen, Administratoren wären erheblich entlastet von der lästigen Aufgabe, ständig Updates einspielen zu müssen, und was noch viel wichtiger ist: Jeder Server hätte die Möglichkeit stabil zu laufen.
Denn, wie wir alle wissen, die größten Gefahren für die Betriebsfähigkeit eines Servers sind a) böse Jungs, die nach Sicherheitslücken fahnden und sie oft genug auch entdecken und b) Software und Patches, die noch nicht ausreichend getestet wurden, sondern von dem Administrator "auf die Schnelle" eingespielt wurden, um Sicherheitslücken zu stopfen.
Ach, was wäre das doch für eine schöne Welt, wenn man all diese Probleme endlich dank entsprechender Verbote und Gesetze ausgemerzt hätte.
PS: Eventuell gefundene Ironie oder gefundener Sarkasmus darf behalten werden, es gibt dafür keinerlei Anerkennung oder Lob und keinerlei Sachleistungen oder anderweitige Vergütungen.
Wir erlassen mal fix ein Gesetz, das den Einsatz von "Hacker-Tools" verbietet und *schwuppdibupp*, schon verschwinden die Sicherheitslücken ins Ausland. Ist doch praktisch, oder?
Wenn doch nur jedes Land so einen Anti-Hacker-Paragraphen in die Gesetzgebung aufnehmen würde... dann könnten wir endlich wieder register_globals auf "on" setzen, könnten uns die Mühe sparen, jede, aber auch jede verdammte Nutzereingabe zu prüfen, Administratoren wären erheblich entlastet von der lästigen Aufgabe, ständig Updates einspielen zu müssen, und was noch viel wichtiger ist: Jeder Server hätte die Möglichkeit stabil zu laufen.
Denn, wie wir alle wissen, die größten Gefahren für die Betriebsfähigkeit eines Servers sind a) böse Jungs, die nach Sicherheitslücken fahnden und sie oft genug auch entdecken und b) Software und Patches, die noch nicht ausreichend getestet wurden, sondern von dem Administrator "auf die Schnelle" eingespielt wurden, um Sicherheitslücken zu stopfen.
Ach, was wäre das doch für eine schöne Welt, wenn man all diese Probleme endlich dank entsprechender Verbote und Gesetze ausgemerzt hätte.
PS: Eventuell gefundene Ironie oder gefundener Sarkasmus darf behalten werden, es gibt dafür keinerlei Anerkennung oder Lob und keinerlei Sachleistungen oder anderweitige Vergütungen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen, Technisches
am
Dienstag, 14. August 2007 15:39
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Neuer Anlauf für NPD-Verbot?
Laut dieser Nachricht fordert der SPD-Fraktionschef Peter Struck einen neuen Anlauf im NPD-Verbotsverfahren, welches 2003 bereits abgelehnt wurde.
Als Gründe führt er die offensichtlichen Vorteile an, die ein Verbot der Partei mit sich bringen würde, bzw. ausdrücklich erwähnt, dass damit keine öffentlichen Gelder vom Steuerzahler in die Partei fließen würden. Das sind sicherlich gute Ansätze, aber meiner Meinung nach sind sie nicht zuende gedacht.
Ein Verbot würde die NPD-Mitglieder in den Untergrund drängen. Dort könnten ihre Aktivitäten von u.a. Verfassungsschutzorganen noch schwieriger überwacht werden, und einmal in die Illegalität abgedrängt sinkt Erfahrungsgemäß die Hemmschwelle zu weiteren Straftaten. Zudem fände mit großer Wahrscheinlichkeit eine unnötige Glorifizierung der Organisation statt, wie es aus dem Märtyrertum bekannt ist. Ich kenne zwar keine Zahlen, aber ich bezweifle darüberhinaus, dass die Gelder, die derzeit aus öffentlicher Hand in die Partei fließen, die Gelder, die indirekt durch die Illegalisierung, bzw. Kriminalisierung gezahlt werden müssten (höhere Ermittlungskosten, weil im Untergrund ermittelt werden muss, z.B.), allzu signifikant übersteigen.
Ich persönlich jedenfalls sähe die NPD lieber dort, wo alle sie sehen können und wo eine gewisse Kontrolle über die Dinge herrscht, die im Namen der Partei gemacht werden.
Als Gründe führt er die offensichtlichen Vorteile an, die ein Verbot der Partei mit sich bringen würde, bzw. ausdrücklich erwähnt, dass damit keine öffentlichen Gelder vom Steuerzahler in die Partei fließen würden. Das sind sicherlich gute Ansätze, aber meiner Meinung nach sind sie nicht zuende gedacht.
Ein Verbot würde die NPD-Mitglieder in den Untergrund drängen. Dort könnten ihre Aktivitäten von u.a. Verfassungsschutzorganen noch schwieriger überwacht werden, und einmal in die Illegalität abgedrängt sinkt Erfahrungsgemäß die Hemmschwelle zu weiteren Straftaten. Zudem fände mit großer Wahrscheinlichkeit eine unnötige Glorifizierung der Organisation statt, wie es aus dem Märtyrertum bekannt ist. Ich kenne zwar keine Zahlen, aber ich bezweifle darüberhinaus, dass die Gelder, die derzeit aus öffentlicher Hand in die Partei fließen, die Gelder, die indirekt durch die Illegalisierung, bzw. Kriminalisierung gezahlt werden müssten (höhere Ermittlungskosten, weil im Untergrund ermittelt werden muss, z.B.), allzu signifikant übersteigen.
Ich persönlich jedenfalls sähe die NPD lieber dort, wo alle sie sehen können und wo eine gewisse Kontrolle über die Dinge herrscht, die im Namen der Partei gemacht werden.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
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Samstag, 7. Juli 2007 09:29
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Und nochmal Google
Ich suche nach einem passenden und griffigen Bild, um das Surreale, Groteske an dieser Nachricht zum Ausdruck zu bringen. Den Bock zum Gärtner machen ist zwar relativ nahe, aber es passt nicht... vielleicht sollte ich mich von den Standard-Metaphern lösen.
Ich glaube ich hab's: Das ist, als würde Innenminister Schäuble eindringlichst davor warnen, dass wir unsere informationelle Selbstbestimmung nur allzu leichtfertig aufs Spiel setzen würden und Gefahr liefen, zum Überwachungsstaat zu werden.
Ich glaube ich hab's: Das ist, als würde Innenminister Schäuble eindringlichst davor warnen, dass wir unsere informationelle Selbstbestimmung nur allzu leichtfertig aufs Spiel setzen würden und Gefahr liefen, zum Überwachungsstaat zu werden.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen, Technisches
am
Donnerstag, 5. Juli 2007 12:21
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Tags für diesen Artikel: 1984
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Schäuble dreht durch
Und wieder lässt George Orwell posthum von sich hören. Geht es nach dem Willen unseres geschätzten Innenministers, dann soll der Staat endlich das ganz legal durchführen dürfen, was in gewissem Maße Firmen wie Microsoft oder Google nachgesagt wird: (private) Daten von den PCs der Onlinegemeinde sammeln.
Nicht, dass allein vom technischen Aspekt her die Durchführbarkeit als solche schon höchst fragwürdig ist. Letztlich erst habe ich einen interessanten Artikel gelesen, dessen Link ich leider verlegt habe, warum das Konzept dieser "Online-Durchsuchungen" gerade in den relevanten Fällen aller Wahrscheinlichkeit ins Leere laufen dürfte. Es ging unter Anderem um die Frage der (notwendigen) klaren Abgrenzung, dass nur bundesdeutsche Nutzer erfasst werden, was sich schon bei der Nutzung eines Anonymisierungsproxys im Ausland als praktisch unmöglich erweisen dürfte. Und mal ganz ehrlich: Warum sollte ausgerechnet jemand, der Böses plant und sich dessen bewusst ist, dass er gegen die hiesigen Gesetze verstößt, auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, seine Anonymität zu wahren, verzichten?
Also ist mal wieder Karl Schmidt von nebenan der Dumme, der froh ist, "sein Internet" gerademal so bedienen zu können. Bei ihm wird nämlich unser Freund und Helfer anklopfen, weil er unbedarft rein aus Interesse die Google-Maschine [sic!] seiner Wahl mit den falschen Suchbegriffen gefüttert hat, oder weil er des Nachts sich einfach mal seinen sexuellen Bedürfnissen widmen möchte und unverhofft auf kinderpornografischen oder anderweitig juristisch anrüchigen Seiten landet.
Absolut unglaublich finde ich jedoch folgendes:
Soso, es ist also dummes Gerede, wenn Parteibuchinhaber aller Couleur versuchen, dem netten Herrn klarzumachen, dass er dabei ist, grundlegende Bürgerrechte, die aus gutem Grund im Grundgesetz verankert sind, schlichtweg zu ignorieren und sich darüber hinwegzusetzen. Wenn es nicht so traurig, beängstigend und bedenklich wäre, und der Herr Schäuble nicht soviel Macht innehätte, könnte das einer gewissen Komik nicht entbehren.
Da der Verfassungsschutz und andere regierungsnahe Organisationen bestimmt allein aufgrund von ein-zwei Stichworten im obigen Text auf mindestens diesen Artikel aufmerksam werden, kann ich auch gleich meine persönliche Ansicht bzw. Reaktion zum zitierten Abschnitt loswerden - vielleicht kommt es ja an (ja, die Hoffnung stirbt zuletzt):
Herr Schäuble, werden Sie ruhig unfreundlich zu mir, trotzdem denke ich, dass gerade Sie, dessen Aufgabe es unter Anderem sein sollte, die hiesige Verfassung (auch im Sinne der Bürger) zu schützen, der größte, gefährlichste und mächtigste Verfassungsfeind der Bundesrepublik Deutschland sind und nicht die, welche Sie vorgeben, mit diesen Maßnahmen bekämpfen zu wollen. Ja, ich bin der absoluten Überzeugung, dass Sie zumindest Verfassungsbruch planen - unter dem Deckmantel des Ihnen innewohnenden Amtes. Ob ich Ihnen im juristischen Sinne Amtsmissbrauch vorwerfen kann, entzieht sich leider meines derzeitigen Wissensstandes, aber in Bezug auf das, was meine persönliche Definition dieses Wortes betrifft, sind Sie dessen in vollem Umfang schuldig.
Nicht, dass allein vom technischen Aspekt her die Durchführbarkeit als solche schon höchst fragwürdig ist. Letztlich erst habe ich einen interessanten Artikel gelesen, dessen Link ich leider verlegt habe, warum das Konzept dieser "Online-Durchsuchungen" gerade in den relevanten Fällen aller Wahrscheinlichkeit ins Leere laufen dürfte. Es ging unter Anderem um die Frage der (notwendigen) klaren Abgrenzung, dass nur bundesdeutsche Nutzer erfasst werden, was sich schon bei der Nutzung eines Anonymisierungsproxys im Ausland als praktisch unmöglich erweisen dürfte. Und mal ganz ehrlich: Warum sollte ausgerechnet jemand, der Böses plant und sich dessen bewusst ist, dass er gegen die hiesigen Gesetze verstößt, auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, seine Anonymität zu wahren, verzichten?
Also ist mal wieder Karl Schmidt von nebenan der Dumme, der froh ist, "sein Internet" gerademal so bedienen zu können. Bei ihm wird nämlich unser Freund und Helfer anklopfen, weil er unbedarft rein aus Interesse die Google-Maschine [sic!] seiner Wahl mit den falschen Suchbegriffen gefüttert hat, oder weil er des Nachts sich einfach mal seinen sexuellen Bedürfnissen widmen möchte und unverhofft auf kinderpornografischen oder anderweitig juristisch anrüchigen Seiten landet.
Absolut unglaublich finde ich jedoch folgendes:
Als "dummes Gerede" habe der Bundesinnenminister den Vorwurf bezeichnet, sein Vorstoß zur Online-Ausspähungen von Verdächtigen sei unvereinbar mit dem Grundgesetz. "Ich werde unfreundlich, wenn mir Verfassungsbruch vorgeworfen wird", sagte Schäuble.
Soso, es ist also dummes Gerede, wenn Parteibuchinhaber aller Couleur versuchen, dem netten Herrn klarzumachen, dass er dabei ist, grundlegende Bürgerrechte, die aus gutem Grund im Grundgesetz verankert sind, schlichtweg zu ignorieren und sich darüber hinwegzusetzen. Wenn es nicht so traurig, beängstigend und bedenklich wäre, und der Herr Schäuble nicht soviel Macht innehätte, könnte das einer gewissen Komik nicht entbehren.
Da der Verfassungsschutz und andere regierungsnahe Organisationen bestimmt allein aufgrund von ein-zwei Stichworten im obigen Text auf mindestens diesen Artikel aufmerksam werden, kann ich auch gleich meine persönliche Ansicht bzw. Reaktion zum zitierten Abschnitt loswerden - vielleicht kommt es ja an (ja, die Hoffnung stirbt zuletzt):
Herr Schäuble, werden Sie ruhig unfreundlich zu mir, trotzdem denke ich, dass gerade Sie, dessen Aufgabe es unter Anderem sein sollte, die hiesige Verfassung (auch im Sinne der Bürger) zu schützen, der größte, gefährlichste und mächtigste Verfassungsfeind der Bundesrepublik Deutschland sind und nicht die, welche Sie vorgeben, mit diesen Maßnahmen bekämpfen zu wollen. Ja, ich bin der absoluten Überzeugung, dass Sie zumindest Verfassungsbruch planen - unter dem Deckmantel des Ihnen innewohnenden Amtes. Ob ich Ihnen im juristischen Sinne Amtsmissbrauch vorwerfen kann, entzieht sich leider meines derzeitigen Wissensstandes, aber in Bezug auf das, was meine persönliche Definition dieses Wortes betrifft, sind Sie dessen in vollem Umfang schuldig.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Freitag, 29. Juni 2007 21:21
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Tags für diesen Artikel: 1984
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