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Dauerhafte Einträge
LinuxTag 2008: Software als Open Source veröffentlichen - von Torsten Werner
Diesen Vortrag hätte ich mir von vorn bis hinten sparen können. Ich erhoffte mir, wie im Beschreibungstext angekündigt und in der Einleitung des Vortrags von Herrn Werner konstatiert wurde, hier ein wenig über Bedingungen, Fallstricke und ähnlich Beachtenswertes aufgeklärt zu werden, wenn man Software unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Technisches
am
Donnerstag, 29. Mai 2008 21:21
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Tags für diesen Artikel: auswärtiges amt
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Video Killed the Radio Star
In my mind and in my car, we can't rewind, we've gone too far..
Schöner Hit, mit geradezu viralem Ohrwurmcharakter, nicht wahr?
Nachdem UWP mittlerweile auch auf den Last.FM-Zug aufgesprungen ist, suchte ich nach weiteren Möglichkeiten, die herkömmliche Medienlandschaft von meinem Schreibtischstuhl aus zu erobern. (Dieser übrigens hat sich zu meinem größten Bedauern entschlossen, sich mehr und mehr in seine Bestandteile zu zerlegen. Die ausgerissene Armlehne habe ich bereits dilettantisch versucht wieder anzuschweißen, was dann auch ca. drei Tage hielt - nun fehlt der Rückenlehne jedoch neuerlich der Halt, was sie dazu veranlasst, ihre angedachte Funktion nicht weiter zu erfüllen und stattdessen wie ein Lämmerschwanz bei jeder kleinen Bewegung herumzuwackeln... Spenden nehme ich gern entgegen
).
Was aber läge näher, als sich das nächste Medium vorzuknöpfen, das uns per Dauerberieselung infiltriert? Das Glotzophon! Nun gibt es ja seit der Erfindung des Breitbandanschlusses diverse Möglichkeiten, sich legal oder illegal aus einem wahren Fundus an Diensten zu bedienen, die bewegte Bilder mit und ohne Ton bereitstellen oder verteilen - MPEG4, XviD, DivX und Co machen es möglich... und in dem Zusammenhang sogar eine Erfindung des Weltmarktführers mit dem Premium-Betriebssystem (nun tut doch nicht so, als hättet Ihr noch nie bei Heise die Kommentare gelesen, auch wenn heute kein Freitag ist): Der AVI-Container!
Nun bevorzuge ich persönlich die rechtlich nicht zu beanstandenden Angebote, da sie mir besonders in der heutigen Zeit das nervöse Zusammenzucken ersparen, wenn unangekündigt Besuch erscheint - zumal mir 1. Komplettverschlüsselung aufgrund der zusätzlich verprassten Ressourcen nicht leigt, wo es nicht aufgrund von Sicherheitsbelangen anzuraten ist, und 2. ist mir diese Festplatte-in-Mikrowelle-Nummer allein schon aus finanziellen Erwägungen heraus nicht so gelegen - das Geld kann ich besser in einen neuen Schreibtischstuhl inverstieren. Aus diesen Gründen habe ich Videos aus den Untiefen des Weltweitnetzes eher stiefmütterlich behandelt.
Nun aber taucht der OnlineTVRecorder an meinem Horizont auf und befreit mich von dem Joch, meine Familie fesseln und knebeln zu müssen und meine Zeitplanung dem Senderdiktat zu unterwerfen, wenn das sogenannte FreeTV (wer hat diesen schwachsinnigen Ausdruck eigentlich erfunden? An all den Sendern ist NICHTS frei. Entweder lasse ich mich im 20-Minuten-Rhythmus von Werbung bombardieren, die an allen möglichen und unmöglichen Stellen eingefügt wird, um mir nachher die letzten 20 Szenen erneut zeigen zu lassen, oder ich zahle GEZ-Gebühren für das Programm und muss dafür weniger Werbung ertragen) tatsächlich mal etwas Sehenswertes zeigt.
Der angeleinte Fernseh-Aufnehmer ist ausnahmsweise ein Projekt aus der tollen, neuen, bunten Web2.0-Welt, das nicht auf massives Community-Vernetzung-MashUp-BeiUnsKannstDuAllesUndVorAllemAllesAndereEinbinden-SelbstdarstellungBisZumAbwinken-Contentschaffen setzt, sondern schlicht und ergreifend das tut, was man von ihm erwartet: Es nimmt Fernsehsendungen auf. Und das macht es sogar recht ordentlich.
Gut, man hat mit denselben Macken zu kämpfen, die ein moderner Videorecorder so bietet (das Ende der Vorhergehenden Sendung schleicht sich gern mal ein, oder der Anfang der Nachfolgenden, die Werbung wird radikal mitaufgezeichnet, etc.), aber das Zeug kommt in einer ordentlichen Qualität daher und ist selbst am PC-Monitor im Vollbild ohne auffällige Kompressionsartefakte o.ä. zu betrachten. Ungewohnt in Zeiten von schlecht komprimierten Flash-Filmchen auf YouTube und Co.
Es wäre allerdings kein Web2.0-Projekt, wenn nicht doch ein klein wenig Community dabei wäre: Für die störende Werbung gibt es meist recht schnell sogenannte Cutlists - von Usern erstellt -, die dazu genutzt werden können, die Reklame und die Fragmente der umliegenden Sendungen wirklich framegenau herauszuschneiden. Vorher muss man die Datei jedoch entschlüsseln. Über den Schlüsselmechanismus wird sichergestellt, dass man diese Aufzeichnung auch wirklich "in Auftrag" gestellt hat und somit die Berechtigung hat, sich diese Aufzeichnung auch anzusehen. Das ist der wie ich finde recht geringe Preis dafür, dass es ein legales Angebot ist.
Das Herunterladen dieser verschlüsselten Mitschnitte allerdings ist eine Sache für sich. Es sind naturgemäß nicht gerade kleine Datenmengen, die dort anfallen und Traffic ist eine Ware, die auch heute noch eine Menge Geld kosten kann. Um diese Kosten im Griff zu behalten hat man sich dort einiges einfallen lassen. Zunächst gibt es die "Standardmethode", an die beauftragten Aufnahmen zu kommen - die schlägt aber mächtig auf das virtuelle Punktekonto, was man nur mühsam über Bannerklickerei und lange Mitgliedschaft füllen kann, wenn man nicht reales Geld in das Projekt steckt. Dann gibt es noch die Möglichkeit, sich gegen hartes Geld (also wohl nicht Dollar
) den "Expressdownload" zu erkaufen und die geldbeutel- und punktekontoneutralen Optionen, über Mirrors oder BitTorrent zu laden. Torrents sind jedoch oft nicht zeitnah vorhanden und je nach Spiegelserver kann das Laden dort auch schonmal gut und gerne zu einem abendfüllenden Geduldspiel ausufern. Kleines Sympathie-Schmankerl: im Downloadbereich bekommt man unter "Alternativen" weitere Möglichkeiten aufgezählt, wo man sich diese Sendung besorgen kann, wie z.B. bei Hitflip oder im Amazon-Shop.
Eines der unzähligen Eckpunkte des OnlineTVRecorders ist auch die gute Unterstützung unterFrickelLinux. Alle zentralen Features werden auch unter Linux und MacOS unterstützt, bzw unter jeder Plattform, für die ein Python-Interpreter erhältlich ist. im FAQ/Wiki-Bereich gibt es auch einige Hilfs-Scripte mit Anleitung für Linuxnutzer, wie z.B. ein Script, was mittels avidemux die Mitschnitte mithilfe der Cutlists in einem Rutsch vom Werbungsballast befreit.
Achja, dass man dort von Bannerwerbung und Popups umwuselt wird, dürfte denke ich klar sein, wobei sich die Köpfe dahinter anscheinend schon bemühen, die Werbung auf das Nötigste zu beschränken - sie ist notwendig, um das Projekt finanziell zu tragen und somit in meinen Augen fair.
Schöner Hit, mit geradezu viralem Ohrwurmcharakter, nicht wahr?
Nachdem UWP mittlerweile auch auf den Last.FM-Zug aufgesprungen ist, suchte ich nach weiteren Möglichkeiten, die herkömmliche Medienlandschaft von meinem Schreibtischstuhl aus zu erobern. (Dieser übrigens hat sich zu meinem größten Bedauern entschlossen, sich mehr und mehr in seine Bestandteile zu zerlegen. Die ausgerissene Armlehne habe ich bereits dilettantisch versucht wieder anzuschweißen, was dann auch ca. drei Tage hielt - nun fehlt der Rückenlehne jedoch neuerlich der Halt, was sie dazu veranlasst, ihre angedachte Funktion nicht weiter zu erfüllen und stattdessen wie ein Lämmerschwanz bei jeder kleinen Bewegung herumzuwackeln... Spenden nehme ich gern entgegen
Was aber läge näher, als sich das nächste Medium vorzuknöpfen, das uns per Dauerberieselung infiltriert? Das Glotzophon! Nun gibt es ja seit der Erfindung des Breitbandanschlusses diverse Möglichkeiten, sich legal oder illegal aus einem wahren Fundus an Diensten zu bedienen, die bewegte Bilder mit und ohne Ton bereitstellen oder verteilen - MPEG4, XviD, DivX und Co machen es möglich... und in dem Zusammenhang sogar eine Erfindung des Weltmarktführers mit dem Premium-Betriebssystem (nun tut doch nicht so, als hättet Ihr noch nie bei Heise die Kommentare gelesen, auch wenn heute kein Freitag ist): Der AVI-Container!
Nun bevorzuge ich persönlich die rechtlich nicht zu beanstandenden Angebote, da sie mir besonders in der heutigen Zeit das nervöse Zusammenzucken ersparen, wenn unangekündigt Besuch erscheint - zumal mir 1. Komplettverschlüsselung aufgrund der zusätzlich verprassten Ressourcen nicht leigt, wo es nicht aufgrund von Sicherheitsbelangen anzuraten ist, und 2. ist mir diese Festplatte-in-Mikrowelle-Nummer allein schon aus finanziellen Erwägungen heraus nicht so gelegen - das Geld kann ich besser in einen neuen Schreibtischstuhl inverstieren. Aus diesen Gründen habe ich Videos aus den Untiefen des Weltweitnetzes eher stiefmütterlich behandelt.
Nun aber taucht der OnlineTVRecorder an meinem Horizont auf und befreit mich von dem Joch, meine Familie fesseln und knebeln zu müssen und meine Zeitplanung dem Senderdiktat zu unterwerfen, wenn das sogenannte FreeTV (wer hat diesen schwachsinnigen Ausdruck eigentlich erfunden? An all den Sendern ist NICHTS frei. Entweder lasse ich mich im 20-Minuten-Rhythmus von Werbung bombardieren, die an allen möglichen und unmöglichen Stellen eingefügt wird, um mir nachher die letzten 20 Szenen erneut zeigen zu lassen, oder ich zahle GEZ-Gebühren für das Programm und muss dafür weniger Werbung ertragen) tatsächlich mal etwas Sehenswertes zeigt.
Der angeleinte Fernseh-Aufnehmer ist ausnahmsweise ein Projekt aus der tollen, neuen, bunten Web2.0-Welt, das nicht auf massives Community-Vernetzung-MashUp-BeiUnsKannstDuAllesUndVorAllemAllesAndereEinbinden-SelbstdarstellungBisZumAbwinken-Contentschaffen setzt, sondern schlicht und ergreifend das tut, was man von ihm erwartet: Es nimmt Fernsehsendungen auf. Und das macht es sogar recht ordentlich.
Gut, man hat mit denselben Macken zu kämpfen, die ein moderner Videorecorder so bietet (das Ende der Vorhergehenden Sendung schleicht sich gern mal ein, oder der Anfang der Nachfolgenden, die Werbung wird radikal mitaufgezeichnet, etc.), aber das Zeug kommt in einer ordentlichen Qualität daher und ist selbst am PC-Monitor im Vollbild ohne auffällige Kompressionsartefakte o.ä. zu betrachten. Ungewohnt in Zeiten von schlecht komprimierten Flash-Filmchen auf YouTube und Co.
Es wäre allerdings kein Web2.0-Projekt, wenn nicht doch ein klein wenig Community dabei wäre: Für die störende Werbung gibt es meist recht schnell sogenannte Cutlists - von Usern erstellt -, die dazu genutzt werden können, die Reklame und die Fragmente der umliegenden Sendungen wirklich framegenau herauszuschneiden. Vorher muss man die Datei jedoch entschlüsseln. Über den Schlüsselmechanismus wird sichergestellt, dass man diese Aufzeichnung auch wirklich "in Auftrag" gestellt hat und somit die Berechtigung hat, sich diese Aufzeichnung auch anzusehen. Das ist der wie ich finde recht geringe Preis dafür, dass es ein legales Angebot ist.
Das Herunterladen dieser verschlüsselten Mitschnitte allerdings ist eine Sache für sich. Es sind naturgemäß nicht gerade kleine Datenmengen, die dort anfallen und Traffic ist eine Ware, die auch heute noch eine Menge Geld kosten kann. Um diese Kosten im Griff zu behalten hat man sich dort einiges einfallen lassen. Zunächst gibt es die "Standardmethode", an die beauftragten Aufnahmen zu kommen - die schlägt aber mächtig auf das virtuelle Punktekonto, was man nur mühsam über Bannerklickerei und lange Mitgliedschaft füllen kann, wenn man nicht reales Geld in das Projekt steckt. Dann gibt es noch die Möglichkeit, sich gegen hartes Geld (also wohl nicht Dollar
Eines der unzähligen Eckpunkte des OnlineTVRecorders ist auch die gute Unterstützung unter
Achja, dass man dort von Bannerwerbung und Popups umwuselt wird, dürfte denke ich klar sein, wobei sich die Köpfe dahinter anscheinend schon bemühen, die Werbung auf das Nötigste zu beschränken - sie ist notwendig, um das Projekt finanziell zu tragen und somit in meinen Augen fair.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Technisches
am
Samstag, 29. Dezember 2007 05:46
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Tags für diesen Artikel: addiction
, amazon
, avidemux
, bearbeiten
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, community
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, web2.0
, werbefernsehen
, werbung
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Auf die Ohren, fertig, los
Ich habe gestern ein neues Spielzeug entdeckt: Last.FM
Von dessen Existenz wusste ich schon länger, aber bisher hatte ich nie die Triebe, mir das mal näher anzuschauen. Aber ich muss sagen, dieser weitere Web2.0-Dienst ist schon recht witzig - man verfeinert quasi mit jedem gehörten Stück sein Musikprofil und bekommt darauf ausgerichtet nach einer Weile verschiedene Vorschläge bzw. Hörtipps, Event-Anregungen und Download-Tipps.
Die zentrale Funktion ist das sogenannte scrobblen, d.h. der Player überträgt (im Normalfall nach etwa 50% der Spielzeit des Lieds) Titel und Interpret des Stückes, das man gerade hört, ins Netz. Last.FM stellt zum Einen diese übermittelten Informationen samt Zeitpunkt des Abspielens auf der Profilseite dar (die Liste der zuletzt abgespielten Stücke lässt sich auch per RSS abrufen - siehe den Kasten rechts, unterhalb der Linkliste hier im Blog), zum Anderen wird die Information miteinbezogen, um dem Nutzer möglichst zu seinem Geschmack passende Hörtipps zu unterbreiten.
Sehr nett sind übrigens auch die "Radiostationen". Bei der Auswahl kann man einen Interpreten angeben, dessen musikalischen Verwandten gerade dem Ohr besonders gefällig erscheinen, und Last.FM stellt einem eine Playlist zusammen, die dann per Stream aus dem Netz auf den Rechner wandert. Wahlweise kann man auch einen Tag angeben und es wird eine Playlist erstellt mit Stücken, die von den Usern entsprechend verschlagwortet wurden.
Sofern man den offiziellen Last.FM-Player nutzt (übrigens unter der GPL veröffentlicht, sehr lobens- und erwähnenswert), hat man die Möglichkeit, beim Hören den Songs eigene Tags zu verpassen, sie auf die Love- bzw. Hatelist zu setzen, oder den aktuellen Titel zu überspringen, weil man ihn gerade nicht hören mag. Sofern man ein Lied auf die Hateliste setzt, wird übrigens auch konsequenterweise zum nächsten Titel gesprungen.
Hier alle Aspekte von Last.FM zu kommentieren, würde allerdings zu umfangreich - wer durch meinen Anriss Interesse gefunden hat, dem wird der Dienst wahrscheinlich sowieso gefallen und er wird Spaß daran haben, die weiteren Möglichkeiten zu entdecken. Wem sowas nicht gefällt, den werden vermutlich auch die restlichen Features nicht umstimmen können, von daher kann ich mir an dieser Stelle so oder so weiteres Geschreibsel dazu sparen
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die deutsche Übersetzung für einen Dienst aus dem Vereinigten Königreich recht gut gelungen ist - sogar das selbst bei Deutschen sehr beliebte, überflüssige, bzw. falsche Apostroph beim Anhängen des Possessiv-S ("von Rae" -> "Rae'sRaes") wurde in der deutschen Fassung korrekt weggelassen.
Von dessen Existenz wusste ich schon länger, aber bisher hatte ich nie die Triebe, mir das mal näher anzuschauen. Aber ich muss sagen, dieser weitere Web2.0-Dienst ist schon recht witzig - man verfeinert quasi mit jedem gehörten Stück sein Musikprofil und bekommt darauf ausgerichtet nach einer Weile verschiedene Vorschläge bzw. Hörtipps, Event-Anregungen und Download-Tipps.
Die zentrale Funktion ist das sogenannte scrobblen, d.h. der Player überträgt (im Normalfall nach etwa 50% der Spielzeit des Lieds) Titel und Interpret des Stückes, das man gerade hört, ins Netz. Last.FM stellt zum Einen diese übermittelten Informationen samt Zeitpunkt des Abspielens auf der Profilseite dar (die Liste der zuletzt abgespielten Stücke lässt sich auch per RSS abrufen - siehe den Kasten rechts, unterhalb der Linkliste hier im Blog), zum Anderen wird die Information miteinbezogen, um dem Nutzer möglichst zu seinem Geschmack passende Hörtipps zu unterbreiten.
Sehr nett sind übrigens auch die "Radiostationen". Bei der Auswahl kann man einen Interpreten angeben, dessen musikalischen Verwandten gerade dem Ohr besonders gefällig erscheinen, und Last.FM stellt einem eine Playlist zusammen, die dann per Stream aus dem Netz auf den Rechner wandert. Wahlweise kann man auch einen Tag angeben und es wird eine Playlist erstellt mit Stücken, die von den Usern entsprechend verschlagwortet wurden.
Sofern man den offiziellen Last.FM-Player nutzt (übrigens unter der GPL veröffentlicht, sehr lobens- und erwähnenswert), hat man die Möglichkeit, beim Hören den Songs eigene Tags zu verpassen, sie auf die Love- bzw. Hatelist zu setzen, oder den aktuellen Titel zu überspringen, weil man ihn gerade nicht hören mag. Sofern man ein Lied auf die Hateliste setzt, wird übrigens auch konsequenterweise zum nächsten Titel gesprungen.
Hier alle Aspekte von Last.FM zu kommentieren, würde allerdings zu umfangreich - wer durch meinen Anriss Interesse gefunden hat, dem wird der Dienst wahrscheinlich sowieso gefallen und er wird Spaß daran haben, die weiteren Möglichkeiten zu entdecken. Wem sowas nicht gefällt, den werden vermutlich auch die restlichen Features nicht umstimmen können, von daher kann ich mir an dieser Stelle so oder so weiteres Geschreibsel dazu sparen
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die deutsche Übersetzung für einen Dienst aus dem Vereinigten Königreich recht gut gelungen ist - sogar das selbst bei Deutschen sehr beliebte, überflüssige, bzw. falsche Apostroph beim Anhängen des Possessiv-S ("von Rae" -> "
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Technisches
am
Donnerstag, 6. September 2007 11:01
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