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Quo vadis, Microsoft? Nachtrag
Wenn ich da mal nicht Recht gehabt habe...
Wie heute auf Golem.de nachzulesen ist, hat der Linux Verband wohl dieselbe Ansicht, dass der Krieg der gleiche geblieben ist und nur SCO gegen Microsoft ausgetauscht wurde.
Wie heute auf Golem.de nachzulesen ist, hat der Linux Verband wohl dieselbe Ansicht, dass der Krieg der gleiche geblieben ist und nur SCO gegen Microsoft ausgetauscht wurde.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Dienstag, 15. Mai 2007 10:35
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Quo vadis, Microsoft?
"Wohin gehst Du, Microsoft?"
Diese Frage stellt sich in der Tat, wenn man das derzeitige Gebaren Microsofts beobachtet.
Zunächstmal gab es dieses sehr kritisch beäugte Patent- und Zusammenarbeits-Abkommen zwischen Microsoft und Novell. Die Optimisten jubelten prompt, dass damit mehr Sicherheit für OpenSource-/Linux-Entwickler in Bezug auf Softwarepatente geschaffen würde. Pessimisten gaben zu bedenken, dass dieser Pakt lediglich die beiden Parteien gegenseitig von Patentansprüchen jeglicher Art freistellt, nicht jedoch Linux und OpenSource insgesamt.
Die Schlagzeilen um Microsoft in den letzten Tagen scheinen den pessimistischen Analysten Recht zu geben. Microsoft verkündet, es sehe insgesamt 235 Patente durch OpenSource-Software verletzt, 42 allein im Linux-Kernel, 65 in den verschiedenen grafischen Benutzeroberflächen, 45 in OpenOffice, und die restlichen Patente sollen sich über eMail-Programme und sonstige OpenSource-Software erstrecken.
Bemerkenswert dabei ist, dass Microsoft offensichtlich bisher nicht bekanntgab, welche Patente man konkret verletzt sieht. Auch auf Slashdot wurde sich dieses Details angenommen. Dort werden derzeit zwei Vermutungen favorisiert:
Welche dieser beiden Theorien auch immer zutreffen mag, sie haben beide einen bitteren Nachgeschmack für die Community, viele werden sich geplant ausgebootet fühlen.
Für mich stinkt die Sache schlichtweg. Sie stinkt nach Darl McBride und nach SCO, für dessen Streitkasse Microsoft bekantermaßen nicht unerheblich verantwortlich zeichnete. Es ist augenscheinlich dieselbe Verschleppungstaktik, die SCO jahrelange Aufmerksamkeit seitens der Fachpresse bescherte und unter Linux-Anwendern und -Entwicklern viel Unbehagen und Unsicherheit auslöste; und wer will behhaupten, dass Microsoft ausgerechnet dafür kein Motiv hätte in Anbetracht der diffamierenden Anti-OpenSource-Kampagnen des Konzerns in den letzten Jahren?
Diese Frage stellt sich in der Tat, wenn man das derzeitige Gebaren Microsofts beobachtet.
Zunächstmal gab es dieses sehr kritisch beäugte Patent- und Zusammenarbeits-Abkommen zwischen Microsoft und Novell. Die Optimisten jubelten prompt, dass damit mehr Sicherheit für OpenSource-/Linux-Entwickler in Bezug auf Softwarepatente geschaffen würde. Pessimisten gaben zu bedenken, dass dieser Pakt lediglich die beiden Parteien gegenseitig von Patentansprüchen jeglicher Art freistellt, nicht jedoch Linux und OpenSource insgesamt.
Die Schlagzeilen um Microsoft in den letzten Tagen scheinen den pessimistischen Analysten Recht zu geben. Microsoft verkündet, es sehe insgesamt 235 Patente durch OpenSource-Software verletzt, 42 allein im Linux-Kernel, 65 in den verschiedenen grafischen Benutzeroberflächen, 45 in OpenOffice, und die restlichen Patente sollen sich über eMail-Programme und sonstige OpenSource-Software erstrecken.
Bemerkenswert dabei ist, dass Microsoft offensichtlich bisher nicht bekanntgab, welche Patente man konkret verletzt sieht. Auch auf Slashdot wurde sich dieses Details angenommen. Dort werden derzeit zwei Vermutungen favorisiert:
- Microsoft fürchtet, die Ansprüche würden für nichtig erklärt oder zumindest angefochten - Man will die OpenSource-Leute als Erstes an den Verhandlungstisch bekommen vor allen anderen Maßnahmen
- Microsoft ist sich bewusst, dass die meisten fraglichen Patente von der eher flexiblen OpenSource-Gemeinde schlicht und ohne allzugroße Schwierigkeiten umgangen werden könnten - Der Konzern aus Redmond würde in diesem Fall schlicht und ergreifend leer ausgehen und hätte den Mund für nichts aufgemacht
Welche dieser beiden Theorien auch immer zutreffen mag, sie haben beide einen bitteren Nachgeschmack für die Community, viele werden sich geplant ausgebootet fühlen.
Für mich stinkt die Sache schlichtweg. Sie stinkt nach Darl McBride und nach SCO, für dessen Streitkasse Microsoft bekantermaßen nicht unerheblich verantwortlich zeichnete. Es ist augenscheinlich dieselbe Verschleppungstaktik, die SCO jahrelange Aufmerksamkeit seitens der Fachpresse bescherte und unter Linux-Anwendern und -Entwicklern viel Unbehagen und Unsicherheit auslöste; und wer will behhaupten, dass Microsoft ausgerechnet dafür kein Motiv hätte in Anbetracht der diffamierenden Anti-OpenSource-Kampagnen des Konzerns in den letzten Jahren?
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Dienstag, 15. Mai 2007 00:52
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