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Dauerhafte Einträge
Selbsthilfeforum mit Chat für Opfer von Gewalt und Missbrauch gestartet
Hier war ja mal wieder in der Tat länger nichts zu lesen von mir.
Ein Grund dafür war, dass ich mich in den letzten Monaten einem guten Freund beratend zur Seite gestellt habe, dessen Ansinnen es war, ein Forum mit angeschlossenem Chat auf die Beine zu stellen.
Natürlich nicht irgendein Forum, denn Foren gibt es zu allem Möglichen wie Sand am Meer im Netz. Aufgrund von Erfahrungen und Erlebnissen im engeren Familien- und Bekanntenkreis sollte es eine Anlaufstelle für Missbrauchs- und Gewaltopfer, sowie deren Angehörige werden.
Das ist natürlich ein großes und vor allem sensibles Thema, das sowohl menschlich, rechtlich, als auch technisch eine sehr besondere und wohldurchdachte Behandlung erfordert.
Schon in der anfänglichen Planungsphase wurde klar, dass es weder möglich noch gewollt ist, über diese Plattform therapeutische, geschweige denn medizinische Dienste für die Betroffenen anzubieten, denn dazu würden Geld, Qualifikation und Personal fehlen. Gewollt ist es auch deshalb nicht, weil kein gravierender Mangel herrscht an ebendiesen Diensten, lediglich der Weg dorthin ist vielfach nicht ersichtlich.
Der tatsächlich existierende Mangel in diesem Themenbereich liegt eher da, dass Betroffene und Angehörige oft keine Plattform haben, bzw. finden, wo sie sich ungehindert austauschen können. Wo sie außerhalb des therapeutischen Rahmens Erlebtes erzählen und verarbeiten können, wo sie sich nicht als das herausstechende Opfer fühlen müssen, weil es hier anderen genauso geht, wo sie sich Rat von betroffenen und nicht-betroffenen (auch die sind wichtig) Menschen holen können, und wo sie trotz ihrer oft als "Macke" interpretierten körperlichen und psychischen Folgen immer respektvoll behandelt werden. Es stellte sich heraus, dass wir das Forum an genau dieser Stelle als Angebot verstanden wissen wollten.
Nachdem das klar war, ging es daran, wie das technisch realisiert werden kann - auch die Frage, ob ein Forum und ein Chat überhaupt die geeignete Grundlage dazu bilden, wurde diskutiert. Technische Machbarkeiten mussten abgeklärt und teilweise auch langwierig ausprobiert werden. Hier auch nochmal einen Dank an alle Betroffenen und die Meschen mit Bezug, die uns hier tatkräftig unterstützt haben. Indem sie uns ihr vertrauen schenkten und das bis dahin vorhandene einfach ausprobiert haben, indem sie uns finanziell unterstützten bei Dingen, die wir beide nicht stemmen konnten, indem sie uns Fehlüberlegungen und technisch fehlerhafte Umsetzungen verziehen und Geduld bewiesen, indem sie weiterhin an das Projekt geglaubt haben und uns pausenlos mit Feedback versorgt haben, was aus ihrer Sicht noch fehlt oder so nicht funktioniert. Und nciht zuletzt haben wir von Euch auch das nötige Lob bekommen, um weiterhin mit der nötigen Motivation an dem Projekt weiterzuarbeiten
Aus technischer Sicht wichtig waren Aspekte wie Kommunikationssicherheit und Datenschutz (Ja, Datenschutz ist gerade beim Opferschutz einer der wichtigsten Bestandteile überhaupt, liebe Frau von der Leyen und lieber Herr Schäuble), denn nur in einer geschützen, sicheren Umgebung kann den Menschen das nötige Vertrauen vermittelt werden, das für diese Art Plattform unbedingt und zwingend nötig ist. Hierbei war der Spagat zu bewältigen, einerseits der Administration größtmöglichen Zugriff auf die Identität der Teilnehmer zu gewähren, um Störenfriede erkennen und aussondern zu können, sowie um im nicht gänzlich unwahrscheinlichen Fall, dass sofortige rettende oder helfende Maßnahmen getroffen werden müssen, zeitnah reagieren zu können. Andererseits steht natürlich die Anonymität der Einzelnen ganz oben, und um ernstgenommen zu werden, muss auch alles unternommen werden, dass im Zweifelsfall die Teilnehmer gegen jegliche "feindliche" Auskunftsersuchen geschützt werden können.
Summa summarum haben wir denke ich eine solide Basis geschaffen, dass dieses Projekt (das übrigens auf den klangvollen Namen Farben des Lebens hört) genau das leisten kann, was wir uns erdacht haben. Doch über Erfolg und Misserfolg, das sollte jedem klar sein, der so ein Projekt startet, entscheidet natürlich die härteste Jury der Welt, nämlich das Publikum . in diesem Fall die (zukünftigen) Teilnehmer.
Ein Grund dafür war, dass ich mich in den letzten Monaten einem guten Freund beratend zur Seite gestellt habe, dessen Ansinnen es war, ein Forum mit angeschlossenem Chat auf die Beine zu stellen.
Natürlich nicht irgendein Forum, denn Foren gibt es zu allem Möglichen wie Sand am Meer im Netz. Aufgrund von Erfahrungen und Erlebnissen im engeren Familien- und Bekanntenkreis sollte es eine Anlaufstelle für Missbrauchs- und Gewaltopfer, sowie deren Angehörige werden.
Das ist natürlich ein großes und vor allem sensibles Thema, das sowohl menschlich, rechtlich, als auch technisch eine sehr besondere und wohldurchdachte Behandlung erfordert.
Schon in der anfänglichen Planungsphase wurde klar, dass es weder möglich noch gewollt ist, über diese Plattform therapeutische, geschweige denn medizinische Dienste für die Betroffenen anzubieten, denn dazu würden Geld, Qualifikation und Personal fehlen. Gewollt ist es auch deshalb nicht, weil kein gravierender Mangel herrscht an ebendiesen Diensten, lediglich der Weg dorthin ist vielfach nicht ersichtlich.
Der tatsächlich existierende Mangel in diesem Themenbereich liegt eher da, dass Betroffene und Angehörige oft keine Plattform haben, bzw. finden, wo sie sich ungehindert austauschen können. Wo sie außerhalb des therapeutischen Rahmens Erlebtes erzählen und verarbeiten können, wo sie sich nicht als das herausstechende Opfer fühlen müssen, weil es hier anderen genauso geht, wo sie sich Rat von betroffenen und nicht-betroffenen (auch die sind wichtig) Menschen holen können, und wo sie trotz ihrer oft als "Macke" interpretierten körperlichen und psychischen Folgen immer respektvoll behandelt werden. Es stellte sich heraus, dass wir das Forum an genau dieser Stelle als Angebot verstanden wissen wollten.
Nachdem das klar war, ging es daran, wie das technisch realisiert werden kann - auch die Frage, ob ein Forum und ein Chat überhaupt die geeignete Grundlage dazu bilden, wurde diskutiert. Technische Machbarkeiten mussten abgeklärt und teilweise auch langwierig ausprobiert werden. Hier auch nochmal einen Dank an alle Betroffenen und die Meschen mit Bezug, die uns hier tatkräftig unterstützt haben. Indem sie uns ihr vertrauen schenkten und das bis dahin vorhandene einfach ausprobiert haben, indem sie uns finanziell unterstützten bei Dingen, die wir beide nicht stemmen konnten, indem sie uns Fehlüberlegungen und technisch fehlerhafte Umsetzungen verziehen und Geduld bewiesen, indem sie weiterhin an das Projekt geglaubt haben und uns pausenlos mit Feedback versorgt haben, was aus ihrer Sicht noch fehlt oder so nicht funktioniert. Und nciht zuletzt haben wir von Euch auch das nötige Lob bekommen, um weiterhin mit der nötigen Motivation an dem Projekt weiterzuarbeiten
Aus technischer Sicht wichtig waren Aspekte wie Kommunikationssicherheit und Datenschutz (Ja, Datenschutz ist gerade beim Opferschutz einer der wichtigsten Bestandteile überhaupt, liebe Frau von der Leyen und lieber Herr Schäuble), denn nur in einer geschützen, sicheren Umgebung kann den Menschen das nötige Vertrauen vermittelt werden, das für diese Art Plattform unbedingt und zwingend nötig ist. Hierbei war der Spagat zu bewältigen, einerseits der Administration größtmöglichen Zugriff auf die Identität der Teilnehmer zu gewähren, um Störenfriede erkennen und aussondern zu können, sowie um im nicht gänzlich unwahrscheinlichen Fall, dass sofortige rettende oder helfende Maßnahmen getroffen werden müssen, zeitnah reagieren zu können. Andererseits steht natürlich die Anonymität der Einzelnen ganz oben, und um ernstgenommen zu werden, muss auch alles unternommen werden, dass im Zweifelsfall die Teilnehmer gegen jegliche "feindliche" Auskunftsersuchen geschützt werden können.
Summa summarum haben wir denke ich eine solide Basis geschaffen, dass dieses Projekt (das übrigens auf den klangvollen Namen Farben des Lebens hört) genau das leisten kann, was wir uns erdacht haben. Doch über Erfolg und Misserfolg, das sollte jedem klar sein, der so ein Projekt startet, entscheidet natürlich die härteste Jury der Welt, nämlich das Publikum . in diesem Fall die (zukünftigen) Teilnehmer.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Events, Glückwünsche, Technisches
am
Sonntag, 30. August 2009 09:54
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Die Polizei, Dein Freund und Verräter
Das muss man sich mal vor Augen führen. Am Dienstag, den 4.9. werden drei mutmaßliche Terroristen verhaftet (anscheinend aufgrund eines Hinweises von US-Fahndern, aber das ist ein anderes Thema).. Bei solchen Zugriffen fallen bei den Ermittlungen im Vorfeld natürlich eine Menge an (streng) geheimen Daten an, auf die ausschließlich die Beteiligten und Verantwortlichen Zugriff haben - sollte man jedenfalls annehmen.
Dieser unbestreitbare Fahndungserfolg dient einigen politischen Amtsinhabern als Steilvorlage, der heiß diskutierten Schäuble'schen Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner mit größerem Nachdruck zur Akzeptanz zu verhelfen, und hat damit offenstichtlich Erfolg.
Soweit so gut, zu den Online-Durchsuchungen kann man (für den Moment der Einfachheit halber) stehen wie man will, aber wenn ich mir bewusst mache, dass Dank des Bundestrojaners intimste und privateste Daten (die werden soweit ich weiß nach der - bekanntlich nicht auszuschließenden - versehentlichen Erfassung erst dann gelöscht, wenn sie von Irgendwem - gottweiß wer das sein mag - als ebendiese identifiziert worden sind) über mich u.a. in diese Hände gelangen, dann bin ich einfach sprach- und fassungslos.
Ja, klar, menschliches Versagen gibt es überall und niemand unter uns ist davor sicher, aber verdammtnochmal in diesem Fall ging es um geheimste Ermittlungsakten, die durch einen kleinen Fehler eines Einzelnen an die Quasi-Öffentlichkeit gelangt sind. Natürlich wird der Kopf des nachlässigen Beamten rollen, wie man so schön sagt, und auch zu Recht, aber meiner Meinung nach gehören die Köpfe seiner Vorgesetzten, bzw. die der Verantwortlichen für die polizeiinterne Sicherheit in denselben Korb - mit derselben Begründung. Bei so vertraulichen Daten, die geeignet sind, die Sicherheit des Landes zu gefährden, muss sichergestellt sein, dass sie durch den Fehler eines Einzelnen unter keinen Umständen Ungefugten zugänglich gemacht werden können. Das Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip ist schon für weitaus trivialere Umstände zum Einsatz gekommen. Die Deutschen sind doch sonst nicht so reglementierungsfaul, wie der nahezu alltägliche Behördenwahnsinn beweist.
Wo soll denn das hinführen? Sind dann hier auch solche "Unfälle" möglich, dass ein Bomber das gesamte Land bereist, bevor irgendwer feststellt, dass dieses Flugzeug durch den Fehler eines Einzelnen mit sechs scharfen Atombomben bewaffnet war? Na vielen Dank auch...
Eine Behörde, die kaum dazu in der Lage ist, sich um die eigene Sicherheit zu kümmern, soll für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Es ist was faul im Staate Dänemark...
Dieser unbestreitbare Fahndungserfolg dient einigen politischen Amtsinhabern als Steilvorlage, der heiß diskutierten Schäuble'schen Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner mit größerem Nachdruck zur Akzeptanz zu verhelfen, und hat damit offenstichtlich Erfolg.
Soweit so gut, zu den Online-Durchsuchungen kann man (für den Moment der Einfachheit halber) stehen wie man will, aber wenn ich mir bewusst mache, dass Dank des Bundestrojaners intimste und privateste Daten (die werden soweit ich weiß nach der - bekanntlich nicht auszuschließenden - versehentlichen Erfassung erst dann gelöscht, wenn sie von Irgendwem - gottweiß wer das sein mag - als ebendiese identifiziert worden sind) über mich u.a. in diese Hände gelangen, dann bin ich einfach sprach- und fassungslos.
Ja, klar, menschliches Versagen gibt es überall und niemand unter uns ist davor sicher, aber verdammtnochmal in diesem Fall ging es um geheimste Ermittlungsakten, die durch einen kleinen Fehler eines Einzelnen an die Quasi-Öffentlichkeit gelangt sind. Natürlich wird der Kopf des nachlässigen Beamten rollen, wie man so schön sagt, und auch zu Recht, aber meiner Meinung nach gehören die Köpfe seiner Vorgesetzten, bzw. die der Verantwortlichen für die polizeiinterne Sicherheit in denselben Korb - mit derselben Begründung. Bei so vertraulichen Daten, die geeignet sind, die Sicherheit des Landes zu gefährden, muss sichergestellt sein, dass sie durch den Fehler eines Einzelnen unter keinen Umständen Ungefugten zugänglich gemacht werden können. Das Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip ist schon für weitaus trivialere Umstände zum Einsatz gekommen. Die Deutschen sind doch sonst nicht so reglementierungsfaul, wie der nahezu alltägliche Behördenwahnsinn beweist.
Wo soll denn das hinführen? Sind dann hier auch solche "Unfälle" möglich, dass ein Bomber das gesamte Land bereist, bevor irgendwer feststellt, dass dieses Flugzeug durch den Fehler eines Einzelnen mit sechs scharfen Atombomben bewaffnet war? Na vielen Dank auch...
Eine Behörde, die kaum dazu in der Lage ist, sich um die eigene Sicherheit zu kümmern, soll für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Es ist was faul im Staate Dänemark...
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
am
Freitag, 7. September 2007 19:15
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Tags für diesen Artikel: atombombe
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Schon abmahnwürdige Wörter GEZählt?
Was die GEZ derzeit treibt, hat es nur knapp in das Sommerloch geschafft.
Ausgerechnet ein "Unternehmen", welches sich u.a. verbrecherischer Mittel bedient, um sich unrechtmäßig Zugang zu Privatwohnungen zu verschaffen¹, an Dreistigkeit also kaum zu überbieten ist, mahnt die Betreiber einer Informationsseite ab, da sie "Irreführende und falsche Begriffsverwendung" auf ihren Seiten verwende. Ausgerechnet der Laden, der sogar öffentlich propagiert, dass seine MItarbeiter im gewerbsmäßigen Stil irreführende und falsche Tatsachenbehauptungen (um die es in der Abmahnung übrigens auch geht) verwenden. (Nebenbei: Hängen die GEZ-Plakate eigentlich noch, auf denen vier junge Frauen abgebildet sind nebst dem Satz "Eine dieser netten Damen arbeitet für uns - nur wir wissen, welche"?)
Zumindest das ZDF hat sich implizit von den neuerlichen Dreistigkeiten der GEZ distanziert: "die GEZ ist nicht vom ZDF beauftragt." Ansonsten halten sich die Öffentlich-Rechtlichen in dieser Sache bedeckt, bzw. wiegeln wie die ARD in Abstimmung mit der GEZ eher ab. Doch auch in der Politik sind kritische Stimmen zu den aktuellen GEZ-Eskapaden zu hören. So sagte der Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Joachim Otto, "wie auch immer das Abmahnschreiben rechtlich zu beurteilen ist, aus politischer Sicht ist es eine Absurdität."
"Absurd" ist auch der mildeste Begriff, der mir zu den Umformulierungen einfällt, die die GEZ den Betreibern von akademie.de nahelegt.
Hier die von akademie.de freundlicherweise veröffentlichte Liste der beanstandeten Begriffe nebst GEZ-konformer Alternative:
(Ich hoffe, damit ein wenig den/die Server von akademie.de ein wenig entlasten zu können)
¹) Um diese Behauptung zu belegen, bevor die allseits geliebte Gebühreneinzugszentrale mir auch einen freundlichen Brief schickt: Es trug sich im Sommer 1996 in der niederrheinischen Kleinstadt Goch zu, dass an der Türe des Hauses, welches ich zu der Zeit gemeinsam mit meinem Vater bewohnte, ein GEZ-Mitarbeiter mittels Betätigung der Türklingel um Aufmerksamkeit suchte. Dieser gab sich jedoch nicht als ebensolcher aus, sondern behauptete, von den Stadtwerken zu kommen (ja, zumindest damals waren die noch nicht privatisiert) und irgendwas, das er mir nicht naeher erläutern konnte oder wollte (warum wohl?), an den Zählern für Gas, Strom und Wasser machen zu müssen. Untermalt wurde das Gesamtbild von einem verschlissenen Blaumann und irgendeinem Zettel mit einem Briefkopf (der den Schreiben der Stadtwerke im Übrigen so gar nicht ähnlich sah), der mir für den Bruchteil einer Sekunde unter die Nase gehalten wurde und dann auf Nimmerwiedersehen in den Untiefen des Blaumanns verschwand. Jedenfalls beharrte der vorgebliche Stadtbedienstete darauf, dass er dazu in die Wohnung müsse, obwohl ich ihm mehrfach versichert habe, dass sämtliche Zähler im Keller zu finden seien, und er dort gern unter meiner Aufsicht das erledigen könne, was er laut seinem Auftrag dort zu machen habe. Aufgrund seines hartnäckigen Beharrens darauf, dass er in den Wohnbereich müsse, habe ich diesem netten Herrn dann schlussendlich den Zutritt ins Haus verweigert.
Wenige Tage darauf flatterten zwei Schreiben der GEZ in unseren Briefkasten - eines an "Herrn Rae", sowie eines an "Herrn Costas" (Mein Vater hatte aus einem Scherz heraus "Rae & Costas" auf unser Klingelschild geschrieben, da ich zu der Zeit in einem griechischen Restaurant gekellnert hatte). Bis zu den Briefen dachte ich, dass das ein gewöhnlicher Verbrecher war, der wie ich die wenige Wochen zuvor ausgestrahlte Sendung von "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" gesehen hatte, wo eine ähnliche Masche vorgestellt wurde.
Ausgerechnet ein "Unternehmen", welches sich u.a. verbrecherischer Mittel bedient, um sich unrechtmäßig Zugang zu Privatwohnungen zu verschaffen¹, an Dreistigkeit also kaum zu überbieten ist, mahnt die Betreiber einer Informationsseite ab, da sie "Irreführende und falsche Begriffsverwendung" auf ihren Seiten verwende. Ausgerechnet der Laden, der sogar öffentlich propagiert, dass seine MItarbeiter im gewerbsmäßigen Stil irreführende und falsche Tatsachenbehauptungen (um die es in der Abmahnung übrigens auch geht) verwenden. (Nebenbei: Hängen die GEZ-Plakate eigentlich noch, auf denen vier junge Frauen abgebildet sind nebst dem Satz "Eine dieser netten Damen arbeitet für uns - nur wir wissen, welche"?)
Zumindest das ZDF hat sich implizit von den neuerlichen Dreistigkeiten der GEZ distanziert: "die GEZ ist nicht vom ZDF beauftragt." Ansonsten halten sich die Öffentlich-Rechtlichen in dieser Sache bedeckt, bzw. wiegeln wie die ARD in Abstimmung mit der GEZ eher ab. Doch auch in der Politik sind kritische Stimmen zu den aktuellen GEZ-Eskapaden zu hören. So sagte der Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Joachim Otto, "wie auch immer das Abmahnschreiben rechtlich zu beurteilen ist, aus politischer Sicht ist es eine Absurdität."
"Absurd" ist auch der mildeste Begriff, der mir zu den Umformulierungen einfällt, die die GEZ den Betreibern von akademie.de nahelegt.
Hier die von akademie.de freundlicherweise veröffentlichte Liste der beanstandeten Begriffe nebst GEZ-konformer Alternative:
1.) Falsche Einzelbegriffe
Hierzu zählt zunächst die Nutzung nicht existenter Begriffe, die offenbar nur dazu dient, ein negatives Image der GEZ hervorzurufen.
Falsch:
Richtig:
GEZ-Gebühren
gesetzliche Rundfunkgebühren
GEZ für PC zahlen
gesetzliche Rundfunkgebühr für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
GEZ-frei
von der gesetzlichen Rundfunkgebühr befreit
GEZ-Gebührenpflicht
gesetzliche Rundfunkgebührenpflicht
GEZ-gebührenfrei
von der gesetzlichen Rundfunkgebühr befreit
GEZ-Rundfunkgebühr
gesetzliche Rundfunkgebühr
PC-"Wegelagerei-Gebühr" der GEZ
gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
GEZ-Gebührenfahnder
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
GEZ-Fahnder
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
GEZ-Zwangsanmeldung
Begriff nicht existent, da bei einer gesetzlichen Gebührenpflicht keine Zwangsanmeldung möglich ist
GEZ-Anmeldung
gesetzlich vorgesehene Anmeldung von zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte
GEZ-Abmeldung
gesetzlich vorgesehene Abmeldung der angemeldeten zum Empfang bereit gehaltenen Rundfunkgeräte
GEZ-Anschreiben
Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
GEZ-Brief
Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
GEZ-Briefserien
mehrere Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit deren Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
GEZ-Gebührenbescheid
Bescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr
GEZ-Widerspruchsbescheid
Widerspruchsbescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr
GEZ-Antwortbogen
dem Informationsschreiben der GEZ beigefügtes Formular zur Erteilung der Auskunft nach § 4 Abs. 5 RGebStV
GEZ-Fälle
Gerichtsverfahren zur Klärung der Rundfunkgebührenpflicht
GEZ-Verweigerer
offenbar sind hiermit Schwarzseher und/oder -hörer gemeint
2.) Nicht auf die GEZ bezogene falsche Begriffe:
Daneben verwenden Sie folgende weitere falsche Begriffe:
Falsch:
Richtig:
PC-Rundfunkgebühren
gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
PC-Gebühr
gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
Privatfahnder
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Gebührenjäger
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Gebührenhäscher
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Provisionsjäger
Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
Fangprämie
Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
Kopfprämie
Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
Jagdrevier des Gebührenfahnders
Bezirk des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
Mitglied der Rundfunkgebührenzahler
Rundfunkteilnehmer aufgrund der gesetzlichen Rundfunkgebührenpflicht
(Ich hoffe, damit ein wenig den/die Server von akademie.de ein wenig entlasten zu können)
¹) Um diese Behauptung zu belegen, bevor die allseits geliebte Gebühreneinzugszentrale mir auch einen freundlichen Brief schickt: Es trug sich im Sommer 1996 in der niederrheinischen Kleinstadt Goch zu, dass an der Türe des Hauses, welches ich zu der Zeit gemeinsam mit meinem Vater bewohnte, ein GEZ-Mitarbeiter mittels Betätigung der Türklingel um Aufmerksamkeit suchte. Dieser gab sich jedoch nicht als ebensolcher aus, sondern behauptete, von den Stadtwerken zu kommen (ja, zumindest damals waren die noch nicht privatisiert) und irgendwas, das er mir nicht naeher erläutern konnte oder wollte (warum wohl?), an den Zählern für Gas, Strom und Wasser machen zu müssen. Untermalt wurde das Gesamtbild von einem verschlissenen Blaumann und irgendeinem Zettel mit einem Briefkopf (der den Schreiben der Stadtwerke im Übrigen so gar nicht ähnlich sah), der mir für den Bruchteil einer Sekunde unter die Nase gehalten wurde und dann auf Nimmerwiedersehen in den Untiefen des Blaumanns verschwand. Jedenfalls beharrte der vorgebliche Stadtbedienstete darauf, dass er dazu in die Wohnung müsse, obwohl ich ihm mehrfach versichert habe, dass sämtliche Zähler im Keller zu finden seien, und er dort gern unter meiner Aufsicht das erledigen könne, was er laut seinem Auftrag dort zu machen habe. Aufgrund seines hartnäckigen Beharrens darauf, dass er in den Wohnbereich müsse, habe ich diesem netten Herrn dann schlussendlich den Zutritt ins Haus verweigert.
Wenige Tage darauf flatterten zwei Schreiben der GEZ in unseren Briefkasten - eines an "Herrn Rae", sowie eines an "Herrn Costas" (Mein Vater hatte aus einem Scherz heraus "Rae & Costas" auf unser Klingelschild geschrieben, da ich zu der Zeit in einem griechischen Restaurant gekellnert hatte). Bis zu den Briefen dachte ich, dass das ein gewöhnlicher Verbrecher war, der wie ich die wenige Wochen zuvor ausgestrahlte Sendung von "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" gesehen hatte, wo eine ähnliche Masche vorgestellt wurde.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Sprache, Tagesgeschehen
am
Freitag, 24. August 2007 15:20
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Und nochmal Google
Ich suche nach einem passenden und griffigen Bild, um das Surreale, Groteske an dieser Nachricht zum Ausdruck zu bringen. Den Bock zum Gärtner machen ist zwar relativ nahe, aber es passt nicht... vielleicht sollte ich mich von den Standard-Metaphern lösen.
Ich glaube ich hab's: Das ist, als würde Innenminister Schäuble eindringlichst davor warnen, dass wir unsere informationelle Selbstbestimmung nur allzu leichtfertig aufs Spiel setzen würden und Gefahr liefen, zum Überwachungsstaat zu werden.
Ich glaube ich hab's: Das ist, als würde Innenminister Schäuble eindringlichst davor warnen, dass wir unsere informationelle Selbstbestimmung nur allzu leichtfertig aufs Spiel setzen würden und Gefahr liefen, zum Überwachungsstaat zu werden.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen, Technisches
am
Donnerstag, 5. Juli 2007 12:21
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Schäuble dreht durch
Und wieder lässt George Orwell posthum von sich hören. Geht es nach dem Willen unseres geschätzten Innenministers, dann soll der Staat endlich das ganz legal durchführen dürfen, was in gewissem Maße Firmen wie Microsoft oder Google nachgesagt wird: (private) Daten von den PCs der Onlinegemeinde sammeln.
Nicht, dass allein vom technischen Aspekt her die Durchführbarkeit als solche schon höchst fragwürdig ist. Letztlich erst habe ich einen interessanten Artikel gelesen, dessen Link ich leider verlegt habe, warum das Konzept dieser "Online-Durchsuchungen" gerade in den relevanten Fällen aller Wahrscheinlichkeit ins Leere laufen dürfte. Es ging unter Anderem um die Frage der (notwendigen) klaren Abgrenzung, dass nur bundesdeutsche Nutzer erfasst werden, was sich schon bei der Nutzung eines Anonymisierungsproxys im Ausland als praktisch unmöglich erweisen dürfte. Und mal ganz ehrlich: Warum sollte ausgerechnet jemand, der Böses plant und sich dessen bewusst ist, dass er gegen die hiesigen Gesetze verstößt, auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, seine Anonymität zu wahren, verzichten?
Also ist mal wieder Karl Schmidt von nebenan der Dumme, der froh ist, "sein Internet" gerademal so bedienen zu können. Bei ihm wird nämlich unser Freund und Helfer anklopfen, weil er unbedarft rein aus Interesse die Google-Maschine [sic!] seiner Wahl mit den falschen Suchbegriffen gefüttert hat, oder weil er des Nachts sich einfach mal seinen sexuellen Bedürfnissen widmen möchte und unverhofft auf kinderpornografischen oder anderweitig juristisch anrüchigen Seiten landet.
Absolut unglaublich finde ich jedoch folgendes:
Soso, es ist also dummes Gerede, wenn Parteibuchinhaber aller Couleur versuchen, dem netten Herrn klarzumachen, dass er dabei ist, grundlegende Bürgerrechte, die aus gutem Grund im Grundgesetz verankert sind, schlichtweg zu ignorieren und sich darüber hinwegzusetzen. Wenn es nicht so traurig, beängstigend und bedenklich wäre, und der Herr Schäuble nicht soviel Macht innehätte, könnte das einer gewissen Komik nicht entbehren.
Da der Verfassungsschutz und andere regierungsnahe Organisationen bestimmt allein aufgrund von ein-zwei Stichworten im obigen Text auf mindestens diesen Artikel aufmerksam werden, kann ich auch gleich meine persönliche Ansicht bzw. Reaktion zum zitierten Abschnitt loswerden - vielleicht kommt es ja an (ja, die Hoffnung stirbt zuletzt):
Herr Schäuble, werden Sie ruhig unfreundlich zu mir, trotzdem denke ich, dass gerade Sie, dessen Aufgabe es unter Anderem sein sollte, die hiesige Verfassung (auch im Sinne der Bürger) zu schützen, der größte, gefährlichste und mächtigste Verfassungsfeind der Bundesrepublik Deutschland sind und nicht die, welche Sie vorgeben, mit diesen Maßnahmen bekämpfen zu wollen. Ja, ich bin der absoluten Überzeugung, dass Sie zumindest Verfassungsbruch planen - unter dem Deckmantel des Ihnen innewohnenden Amtes. Ob ich Ihnen im juristischen Sinne Amtsmissbrauch vorwerfen kann, entzieht sich leider meines derzeitigen Wissensstandes, aber in Bezug auf das, was meine persönliche Definition dieses Wortes betrifft, sind Sie dessen in vollem Umfang schuldig.
Nicht, dass allein vom technischen Aspekt her die Durchführbarkeit als solche schon höchst fragwürdig ist. Letztlich erst habe ich einen interessanten Artikel gelesen, dessen Link ich leider verlegt habe, warum das Konzept dieser "Online-Durchsuchungen" gerade in den relevanten Fällen aller Wahrscheinlichkeit ins Leere laufen dürfte. Es ging unter Anderem um die Frage der (notwendigen) klaren Abgrenzung, dass nur bundesdeutsche Nutzer erfasst werden, was sich schon bei der Nutzung eines Anonymisierungsproxys im Ausland als praktisch unmöglich erweisen dürfte. Und mal ganz ehrlich: Warum sollte ausgerechnet jemand, der Böses plant und sich dessen bewusst ist, dass er gegen die hiesigen Gesetze verstößt, auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, seine Anonymität zu wahren, verzichten?
Also ist mal wieder Karl Schmidt von nebenan der Dumme, der froh ist, "sein Internet" gerademal so bedienen zu können. Bei ihm wird nämlich unser Freund und Helfer anklopfen, weil er unbedarft rein aus Interesse die Google-Maschine [sic!] seiner Wahl mit den falschen Suchbegriffen gefüttert hat, oder weil er des Nachts sich einfach mal seinen sexuellen Bedürfnissen widmen möchte und unverhofft auf kinderpornografischen oder anderweitig juristisch anrüchigen Seiten landet.
Absolut unglaublich finde ich jedoch folgendes:
Als "dummes Gerede" habe der Bundesinnenminister den Vorwurf bezeichnet, sein Vorstoß zur Online-Ausspähungen von Verdächtigen sei unvereinbar mit dem Grundgesetz. "Ich werde unfreundlich, wenn mir Verfassungsbruch vorgeworfen wird", sagte Schäuble.
Soso, es ist also dummes Gerede, wenn Parteibuchinhaber aller Couleur versuchen, dem netten Herrn klarzumachen, dass er dabei ist, grundlegende Bürgerrechte, die aus gutem Grund im Grundgesetz verankert sind, schlichtweg zu ignorieren und sich darüber hinwegzusetzen. Wenn es nicht so traurig, beängstigend und bedenklich wäre, und der Herr Schäuble nicht soviel Macht innehätte, könnte das einer gewissen Komik nicht entbehren.
Da der Verfassungsschutz und andere regierungsnahe Organisationen bestimmt allein aufgrund von ein-zwei Stichworten im obigen Text auf mindestens diesen Artikel aufmerksam werden, kann ich auch gleich meine persönliche Ansicht bzw. Reaktion zum zitierten Abschnitt loswerden - vielleicht kommt es ja an (ja, die Hoffnung stirbt zuletzt):
Herr Schäuble, werden Sie ruhig unfreundlich zu mir, trotzdem denke ich, dass gerade Sie, dessen Aufgabe es unter Anderem sein sollte, die hiesige Verfassung (auch im Sinne der Bürger) zu schützen, der größte, gefährlichste und mächtigste Verfassungsfeind der Bundesrepublik Deutschland sind und nicht die, welche Sie vorgeben, mit diesen Maßnahmen bekämpfen zu wollen. Ja, ich bin der absoluten Überzeugung, dass Sie zumindest Verfassungsbruch planen - unter dem Deckmantel des Ihnen innewohnenden Amtes. Ob ich Ihnen im juristischen Sinne Amtsmissbrauch vorwerfen kann, entzieht sich leider meines derzeitigen Wissensstandes, aber in Bezug auf das, was meine persönliche Definition dieses Wortes betrifft, sind Sie dessen in vollem Umfang schuldig.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Freitag, 29. Juni 2007 21:21
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hostblog.eu | 18 Stunden Arbeit -> Eigenes Partnerprogramm
Manchmal denke ich, es gibt Sachen und Leute, die gibt es eigentlich gar nicht. So z.B. Felix Preuß von netcup.de. Er schrieb in seinem Blog diesen Eintrag zu seinem neuen, selbstentwickelten Partnerprogramm und formulierte dort u.a. diesen Satz:
Ich kann also als Teilnehmer in dem Affiliate-Programm exakt nachvollziehen, was jemand, der zufällig bei mir auf den Affiliate-Link geklickt hat, gekauft und in Rechnung gestellt bekommen hat? Inklusive Zahlungsstatus?
Ich denke, Datenschützern wird das sehr gefallen... oder wie man hier im berliner Raum sagen würde: "Nachtijall, ick hör dir trappsn!"
Geradezu ironisch mutet es da an, wenn man auf diesen Artikel oder jenen hier stößt, wo der werte Autor sich über die krude Rechtsauffassung anderer auslässt.
Lediglichlich für die Wertung "interessant" reicht da dann die Tatsache, dass mein eher harmloser Kommentar zum Partnerprogramm stillschweigend wegmoderiert wurde, bzw. gar nicht erst freigeschaltet wurde:
Kann ich das jetzt als Zugeständnis werten, dass Felix Preuß durchaus bewusst ist, bzw. er ahnt, dass er sich mit diesem... nennen wir es der Einfachheit halber "Feature", juristisch mächtig aufs Glatteis begibt?
Nicht, dass das einzige fragwürdige Faktum rund um Felix Preuß ist... oder auch nur das einzige an seinem Partnerprogramm. Den Screenshots nach zu urteilen kann man keine USt-ID angeben, was aber gerade für eine korrekte Abwicklung zwingend notwendig wäre, wenn ein Gewerbetreibender an dem Programm teilnehmen möchte, weiterhin ist es buchhalterisch unzulässig, die Profite aus dem Partnerprogramm mit den regulären Rechnungen zu verrechnen.
Zweifelhaft ist auch die Gestaltung seiner "Blogroll" im Blog selbst. Wie der Name bereits sagt, führt man dort Blogs auf, bei ihm finde ich dort jedoch Werbung für seine Firma, für andere Hoster, Wikis, Foren und Portale, sowie für Unterschriftensammlungen und weitere "Non-Blogs".
Für mich persönlich kommt in seinen technischen Beiträgen in Bezug auf seine Kunden auch ein erhebliches Maß an Arroganz und Überheblichkeit rüber, was mich als potentiellen Kunden in der Tat abschrecken würde, wenn ich nicht 100% firm in der Materie bin. Ich hätte jedenfalls keine Lust, mich (wenn auch immerhin anonymisiert) als einen der dummen Kunden wiederzufinden, mit denen er sich so rumzuschlagen hat. Ganz zu schweigen von den wenig vertrauenserweckenden, massiven Rechtschreib- und Grammatikfehlern in seinem Blog.
Dann doch lieber das (im Übrigen um einiges reflektiertere, reifere und witziger geschriebene) Original: Manuel Schmitts Blog hostblogger.de.
(Und ja, Manuel Schmitt von manitu.de beherrscht auch seine Sprache, nicht nur seine Technik und den Schreibstil
)
Der Werber kann im CCP genau sehen welche Rechnungen dem Geworbenen zugestellt wurden und welche von diesem bezahlt worden sind.
Ich kann also als Teilnehmer in dem Affiliate-Programm exakt nachvollziehen, was jemand, der zufällig bei mir auf den Affiliate-Link geklickt hat, gekauft und in Rechnung gestellt bekommen hat? Inklusive Zahlungsstatus?
Ich denke, Datenschützern wird das sehr gefallen... oder wie man hier im berliner Raum sagen würde: "Nachtijall, ick hör dir trappsn!"
Geradezu ironisch mutet es da an, wenn man auf diesen Artikel oder jenen hier stößt, wo der werte Autor sich über die krude Rechtsauffassung anderer auslässt.
Lediglichlich für die Wertung "interessant" reicht da dann die Tatsache, dass mein eher harmloser Kommentar zum Partnerprogramm stillschweigend wegmoderiert wurde, bzw. gar nicht erst freigeschaltet wurde:
der werber sieht alle rechnungsbetraege incl zahlungsstatus der von ihm aquirierten kunden?
Nachtigall, ick hoer dir trappsn...
Kommentar von rae — Juni 8, 2007 #
Kann ich das jetzt als Zugeständnis werten, dass Felix Preuß durchaus bewusst ist, bzw. er ahnt, dass er sich mit diesem... nennen wir es der Einfachheit halber "Feature", juristisch mächtig aufs Glatteis begibt?
Nicht, dass das einzige fragwürdige Faktum rund um Felix Preuß ist... oder auch nur das einzige an seinem Partnerprogramm. Den Screenshots nach zu urteilen kann man keine USt-ID angeben, was aber gerade für eine korrekte Abwicklung zwingend notwendig wäre, wenn ein Gewerbetreibender an dem Programm teilnehmen möchte, weiterhin ist es buchhalterisch unzulässig, die Profite aus dem Partnerprogramm mit den regulären Rechnungen zu verrechnen.
Zweifelhaft ist auch die Gestaltung seiner "Blogroll" im Blog selbst. Wie der Name bereits sagt, führt man dort Blogs auf, bei ihm finde ich dort jedoch Werbung für seine Firma, für andere Hoster, Wikis, Foren und Portale, sowie für Unterschriftensammlungen und weitere "Non-Blogs".
Für mich persönlich kommt in seinen technischen Beiträgen in Bezug auf seine Kunden auch ein erhebliches Maß an Arroganz und Überheblichkeit rüber, was mich als potentiellen Kunden in der Tat abschrecken würde, wenn ich nicht 100% firm in der Materie bin. Ich hätte jedenfalls keine Lust, mich (wenn auch immerhin anonymisiert) als einen der dummen Kunden wiederzufinden, mit denen er sich so rumzuschlagen hat. Ganz zu schweigen von den wenig vertrauenserweckenden, massiven Rechtschreib- und Grammatikfehlern in seinem Blog.
Dann doch lieber das (im Übrigen um einiges reflektiertere, reifere und witziger geschriebene) Original: Manuel Schmitts Blog hostblogger.de.
(Und ja, Manuel Schmitt von manitu.de beherrscht auch seine Sprache, nicht nur seine Technik und den Schreibstil
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Sprache, Technisches
am
Freitag, 8. Juni 2007 11:58
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