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...and Remember: Respect is Everything!
Nein, das wird kein Beitrag zum Spieleklassiker GTA2, sondern zu unserem just abhanden gekommenen Bundespräsidenten Horst Köhler.
Eines Vorweg: Ich enthalte mich bewusst und nachdrücklich einer Beurteilung seines Wirkens als Bundespräsident, sofern es nicht unmittelbar mit seinem Rücktritt bzw. der vom ihm selbst postulierten Begründung dafür zu tun hat.
Laut Spiegel Online führt er als Grund an, dass die Vorwürfe gegen seine Äußerungen, die er in unmittelbarem Kontext zum Bundeswehreinsatz in Afghanistanabgelassen getätigt hat, Respekt vor dem "höchsten Staatsamt" vermissen ließen.
Aha? Offenbar hat das nichts mit mangelndem Respekt vor diesem Amt zu tun, sich meiner Ansicht nach feige, mit eingekniffenem Schwanz wie ein begossener Pudel zurückzuziehen, nur weil die Leute da draußen sowas böses und [gar nicht] Abwegiges über ihn sagen.
Entschuldigung, Herr Köhler, aber Sie wurden in dieses "höchste Staatsamt" gewählt, weil die entsprechenden Menschen darauf vertraut haben, dass Sie die nötige Kompetenz, Kraft und Würde besitzen, dieses Amt auszufüllen. Und Sie mussten sich dieser Verantwortung bewusst sein, als Sie die Wahl angenommen haben.
Ihre heutige Reaktion allerdings legt den Verdacht nahe, dass Sie den nötigen Respekt vor diesem höchsten Staatsamt vermissen lassen, wenn Sie sich aus so selbstsüchtigen Gründen aus der Verantwortung stehlen. Wer hat je behauptet, dass es einfach sei, "an der Spitze" zu stehen, dass alle Ihnen und Ihren Worten kritiklos zu Füßen liegen werden? Von einem so hohen Würdenträger (man beachte das enthaltene Wort "Würde") erwarte ich ein gewisses Grundmaß an Gelassenheit und Souveränität (es heißt nicht umsonst "der Souverän"). So einen peinlichen Anlass hatte ich nicht erwartet, der mir die umfassende Bedeutung des Wortes "Fremdschämen" verdeutlicht.
Die Ironie an der Sache: Sie haben heute ein unerträgliches Maß an Inkompetenz für dieses Amt an den Tag gelegt, in der Art, wie Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind und damit im Grunde die einzig sinnvolle Konsequenz daraus gezogen haben. Da manifestiert sich beim Ausformulieren ein wahres Henne-Ei-Problem!
Eines Vorweg: Ich enthalte mich bewusst und nachdrücklich einer Beurteilung seines Wirkens als Bundespräsident, sofern es nicht unmittelbar mit seinem Rücktritt bzw. der vom ihm selbst postulierten Begründung dafür zu tun hat.
Laut Spiegel Online führt er als Grund an, dass die Vorwürfe gegen seine Äußerungen, die er in unmittelbarem Kontext zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan
Aha? Offenbar hat das nichts mit mangelndem Respekt vor diesem Amt zu tun, sich meiner Ansicht nach feige, mit eingekniffenem Schwanz wie ein begossener Pudel zurückzuziehen, nur weil die Leute da draußen sowas böses und [gar nicht] Abwegiges über ihn sagen.
Entschuldigung, Herr Köhler, aber Sie wurden in dieses "höchste Staatsamt" gewählt, weil die entsprechenden Menschen darauf vertraut haben, dass Sie die nötige Kompetenz, Kraft und Würde besitzen, dieses Amt auszufüllen. Und Sie mussten sich dieser Verantwortung bewusst sein, als Sie die Wahl angenommen haben.
Ihre heutige Reaktion allerdings legt den Verdacht nahe, dass Sie den nötigen Respekt vor diesem höchsten Staatsamt vermissen lassen, wenn Sie sich aus so selbstsüchtigen Gründen aus der Verantwortung stehlen. Wer hat je behauptet, dass es einfach sei, "an der Spitze" zu stehen, dass alle Ihnen und Ihren Worten kritiklos zu Füßen liegen werden? Von einem so hohen Würdenträger (man beachte das enthaltene Wort "Würde") erwarte ich ein gewisses Grundmaß an Gelassenheit und Souveränität (es heißt nicht umsonst "der Souverän"). So einen peinlichen Anlass hatte ich nicht erwartet, der mir die umfassende Bedeutung des Wortes "Fremdschämen" verdeutlicht.
Die Ironie an der Sache: Sie haben heute ein unerträgliches Maß an Inkompetenz für dieses Amt an den Tag gelegt, in der Art, wie Sie von Ihrem Amt zurückgetreten sind und damit im Grunde die einzig sinnvolle Konsequenz daraus gezogen haben. Da manifestiert sich beim Ausformulieren ein wahres Henne-Ei-Problem!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Montag, 31. Mai 2010 19:30
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LinuxTag 2008: Software als Open Source veröffentlichen - von Torsten Werner
Diesen Vortrag hätte ich mir von vorn bis hinten sparen können. Ich erhoffte mir, wie im Beschreibungstext angekündigt und in der Einleitung des Vortrags von Herrn Werner konstatiert wurde, hier ein wenig über Bedingungen, Fallstricke und ähnlich Beachtenswertes aufgeklärt zu werden, wenn man Software unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Technisches
am
Donnerstag, 29. Mai 2008 21:21
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China vor der Haustür
Jetzt sind wir also tatsächlich in Reich der Mitte angelangt.
Da erdreistet sich der Provider Arcor doch, in vorauseilendem Gehorsam und entgegen der eindeutigen Gesetzeslage und Rechtssprechung, einige Pornoseiten zu sperren.
Nicht, dass schon der nordrheinwestfälische Provider ish damit einen kleinen Skandal ausgelöst hat, als er Rotten.com und einige (neo)faschistische Seiten (darunter im Übrigen auch eine satirisch gestaltete Aufklärungsseite über Faschismus, soweit ich mich entsinne) auf Anweisung des damaligen Ministerpräsidenten sperrte. Diese Aufforderung zur Sperrung wurde übrigens damals soweit ich weiß auch als unzulässig befunden.
Anstatt aus der Geschichte zu lernen (das scheint in Deutschland sowieso ein ungern gesehenes Verhalten zu sein - warum sonst äußern sich Leute öffentlich zu dem Eklätchen um Eva Herman mit den Worten "Über diese Zeit spricht man einfach nicht"?), reagiert Arcor nun auf die Aufforderung eines gewerblichen Konkurrenten dieser Angebote nach eigener Auskunft "bis zur Klärung der Rechtsbewertung [...] freiwillig" mit der Sperre.
Achso? Das machen die chinesischen Provider sicherlich auch so, dass sie freiwillig bis zur rechtlichen Bewertung den Anweisungen ihrer Regierung folgen, indem sie sämtliche regime-kritischen oder -"gefährlichen" Seiten zensieren.
Erst wird der Bürger entmündigt, damit man es leichter hat, seine Meinung zu formen (oder gar BILDen) und damit in Zukunft solche feinen Herren Verfassungsfeinde wie unser Innenschäuble sich nicht einen Dreck um "ihr" Volk scheren müssen, sondern gleich einen Durchmarsch bis nach ganz Oben machen können.
Art. 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Zufall, dass auf der Seite http://dejure.org/gesetze/GG/5.html ausgerechnet diese Konstellation von Inhalt und Werbung zu sehen war?

PS: Dem Vernehmen nach lässt sich diese Sperre übrigens sehr leicht umgehen. Meine erste Überlegung ging in Richtung Proxy, aber es geht noch einfacher: Man gibt die IP-Adresse des Dienstes in die Adresszeile des Browsers ein, oder - der Königsweg - man trägt den Servernamen nebst zugehöriger IP in die lokale Lookup-Tabelle ein. Bei Linux und anderen UNIX-Derivaten wäre das die Datei /etc/hosts, die lediglich um eine Zeile im folgenden Format ergänzt wird:
Abspeichern, wie gewohnt die Adresse des Servers in den Browser speisen und los gehts.
Nachtrag: Wie Golem.de heute berichtet, gibt es keinerlei richterliche oder gesetzliche Anordnung dazu, sondern lediglich eine einfach Aufforderung eines (eher unkoscheren) Anbieters.
Da erdreistet sich der Provider Arcor doch, in vorauseilendem Gehorsam und entgegen der eindeutigen Gesetzeslage und Rechtssprechung, einige Pornoseiten zu sperren.
Nicht, dass schon der nordrheinwestfälische Provider ish damit einen kleinen Skandal ausgelöst hat, als er Rotten.com und einige (neo)faschistische Seiten (darunter im Übrigen auch eine satirisch gestaltete Aufklärungsseite über Faschismus, soweit ich mich entsinne) auf Anweisung des damaligen Ministerpräsidenten sperrte. Diese Aufforderung zur Sperrung wurde übrigens damals soweit ich weiß auch als unzulässig befunden.
Anstatt aus der Geschichte zu lernen (das scheint in Deutschland sowieso ein ungern gesehenes Verhalten zu sein - warum sonst äußern sich Leute öffentlich zu dem Eklätchen um Eva Herman mit den Worten "Über diese Zeit spricht man einfach nicht"?), reagiert Arcor nun auf die Aufforderung eines gewerblichen Konkurrenten dieser Angebote nach eigener Auskunft "bis zur Klärung der Rechtsbewertung [...] freiwillig" mit der Sperre.
Achso? Das machen die chinesischen Provider sicherlich auch so, dass sie freiwillig bis zur rechtlichen Bewertung den Anweisungen ihrer Regierung folgen, indem sie sämtliche regime-kritischen oder -"gefährlichen" Seiten zensieren.
Erst wird der Bürger entmündigt, damit man es leichter hat, seine Meinung zu formen (oder gar BILDen) und damit in Zukunft solche feinen Herren Verfassungsfeinde wie unser Innenschäuble sich nicht einen Dreck um "ihr" Volk scheren müssen, sondern gleich einen Durchmarsch bis nach ganz Oben machen können.
Art. 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Zufall, dass auf der Seite http://dejure.org/gesetze/GG/5.html ausgerechnet diese Konstellation von Inhalt und Werbung zu sehen war?
PS: Dem Vernehmen nach lässt sich diese Sperre übrigens sehr leicht umgehen. Meine erste Überlegung ging in Richtung Proxy, aber es geht noch einfacher: Man gibt die IP-Adresse des Dienstes in die Adresszeile des Browsers ein, oder - der Königsweg - man trägt den Servernamen nebst zugehöriger IP in die lokale Lookup-Tabelle ein. Bei Linux und anderen UNIX-Derivaten wäre das die Datei /etc/hosts, die lediglich um eine Zeile im folgenden Format ergänzt wird:
IP Hostna.me
Abspeichern, wie gewohnt die Adresse des Servers in den Browser speisen und los gehts.
Nachtrag: Wie Golem.de heute berichtet, gibt es keinerlei richterliche oder gesetzliche Anordnung dazu, sondern lediglich eine einfach Aufforderung eines (eher unkoscheren) Anbieters.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen, Technisches
am
Montag, 10. September 2007 21:27
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"Mein MySpace"
Ich treibe mich jetzt seit einigen Wochen auch aktiv auf MySpace herum (ich war schon wegen weißichnichtmehrgenau seit einigen Monaten dort angemeldet, habe den Account aber mehr oder minder brachliegenlassen).
Falls jemand wider aller Wahrscheinlichkeit nichts mit MySpace anzufangen weiß - es ist eines dieser vielen SocialNetworkingWeb2.0Communities und wird offensichtlich von einem großen Anteil der Netzbevölkerung vor allem als Selbstinszenierung und -beweihräucherung genutzt.
Nun muss man auch sagen, dass die MySpace-Macher auch genau darauf ausgerichtet Werkzeuge und Möglichkeiten zur Anpassung des Profils bereitstellen. Selten habe ich den Begriff "Pimpen" zutreffender gefunden als dort. Man kann Musik und Videos (ganz legal, sofern man sich der Ressourcen auf MySpace bedient) in sein Profil einbinden, die merkwürdigsten und unsinnigsten Sachen via verschiedener Webtechniken wie CSS veranstalten, Freunde finden und verwalten, und und und.
Das funktioniert technisch auch alles soweit ganz ordentlich... sofern man InternetExplorer und Windows nutzt. Linuxnutzer, ja, sogar Nutzer von Browser-"Alternativen" wie Firefox und Opera, bleiben gerade bei der Profilanpassung allerdings komplett außenvor. Wenigstens die beiden anderen mittlerweile schon recht stark vetretenen Browser hätte man meines Erachtens berücksichtigen sollen... von da aus wäre es auch kein großer Schritt mehr dahin, dass jedes halbwegs moderne Betriebssystem mit nicht hoffnungslos veraltetem Browser weitestgehend uneingeschränkt zum Nutzen von MySpace taugt.
"Wäääh, aber dein Profil is doch auch gepimpt! Ich denk du hast nur Linux?!" - Naja, um die Möglichkeiten ein bisschen auszuloten, habe ich mein hoffnungslos veraltetes Windows unter VMware ausgebuddelt... und dann das ganze so belassen, warum auch nicht?
Jetzt aber mal weg von den technischen Aspekten und ran an die Oberfläche, bzw die allgemeine Ausgestaltung der Profile der Nutzer. Was mir als erstes übel aufgestoßen ist: Nahezu Jeder hat irgendein Musikstück in sein Profil eingebunden (ja, auch ich), und bei nahezu Jedem dröhnt selbiges sofort aus den PC-Boxen, sobald die Profilseite geladen ist (NEIN, bei mir nicht!). Besonders nervig ist das, wenn man eine Freundschaftsanfrage bekommen hat und wissen will, wer/was das eigentlich ist - leider sind das vor allem in der Anfangszeit irgendwelche HipHopper, Rapper und Porno-Tussen. Uninteressant für mich und dementsprechend schlimm wirkt deren Musikgeschmack auf mich. Es ist übrigens wirklich kein großes Problem, die Funktion "SpieleMeinLiedAutomatischAbWennJemandMeinProfilAufruft" schon beim Einbinden des ersten Musikstücks und damit Einbinden des MySpace-Players zu unterbinden... ein einfacher Radiobutton steht zu genau diesem Zweck bereit. Wer selbständig genug ist, ein MySpace-Profil aufzurufen, dürfte auch so gerade eben noch dazu in der Lage sein zu entscheiden, ob er sich das präsentierte Musikstück anhören will oder nicht - die Beschallung ist nur einen Mausklick entfernt.
Im Großen und Ganzen ist die Navigation in den Grundeinstellungen und bei den meisten Pimp-Auswüchsen recht übersichtlich und intuitiv gehalten. Zumindest wenn man von solchen (wahrscheinlich) Lokalisierungsfehlern wie "Mein MySpace" (Mein MeinPlatz? / My MySpace?) absieht.
Hakelig wird es allerdings ausgerechnet in der Freundesliste. Die Navigationspunkte auf der "Mein MySpace"-Seite selbst sind noch einigermaßen sinnvoll. Oben rechts in dem Modul findet man einen Link, hinter dem man seine Freunde "bearbeiten" kann (dieses Bearbeiten beschränkt sich allerdings darauf, dass man mehrere Freunde gelichzeitig anwählen und löschen kann). Ganz am Ende dieser Liste findet man die Punkte Meine "Top Freunde" ändern, Anstehende Geburtstage anzeigen, Alle meine Freunde anzeigen und Anzeigen, wenn Freunde online sind.
An dieser Stelle könnte man noch darüber hinwegsehen, dass man nicht alle Optionen gebündelt an einer Stelle findet und dass es unter Umständen eine ordentliche Scrollerei erfordert, wenn man eine unfangreiche Freundesliste angelegt hat. Was aber wirklich stört ist, dass man nach Auswahl einer dieser insgesamt fünf Optionen nicht mehr auf die anderen vier zugreifen kann, sondern erst über den Umweg der Auswahl von "Mein MySpace" wieder ganz nach unten scrollen muss, um die anderen Optionen wiederzufinden.
Dass ausgerechnet die zentrale Funktion der Seite nur so umständlich bedienbar ist, wiegt schon ein bisschen schwerer als der sprichwörtliche Wermutstropfen. Die "Mein MySpace"-Seite ist selbstverständlich nicht "pimp"-bar, dass man sich da wenigstens irgendwie anderweitig behelfen könnte.
Schade eigentlich, denn ansonsten gibt es aus meiner Sicht technisch nicht nennenswert etwas zu beanstanden, wenn man von dem besagten Manko absieht, dass sich das MySpace-Universum lediglich mit dem InternetExplorer vollständig erschließt.
Falls jemand wider aller Wahrscheinlichkeit nichts mit MySpace anzufangen weiß - es ist eines dieser vielen SocialNetworkingWeb2.0Communities und wird offensichtlich von einem großen Anteil der Netzbevölkerung vor allem als Selbstinszenierung und -beweihräucherung genutzt.
Nun muss man auch sagen, dass die MySpace-Macher auch genau darauf ausgerichtet Werkzeuge und Möglichkeiten zur Anpassung des Profils bereitstellen. Selten habe ich den Begriff "Pimpen" zutreffender gefunden als dort. Man kann Musik und Videos (ganz legal, sofern man sich der Ressourcen auf MySpace bedient) in sein Profil einbinden, die merkwürdigsten und unsinnigsten Sachen via verschiedener Webtechniken wie CSS veranstalten, Freunde finden und verwalten, und und und.
Das funktioniert technisch auch alles soweit ganz ordentlich... sofern man InternetExplorer und Windows nutzt. Linuxnutzer, ja, sogar Nutzer von Browser-"Alternativen" wie Firefox und Opera, bleiben gerade bei der Profilanpassung allerdings komplett außenvor. Wenigstens die beiden anderen mittlerweile schon recht stark vetretenen Browser hätte man meines Erachtens berücksichtigen sollen... von da aus wäre es auch kein großer Schritt mehr dahin, dass jedes halbwegs moderne Betriebssystem mit nicht hoffnungslos veraltetem Browser weitestgehend uneingeschränkt zum Nutzen von MySpace taugt.
"Wäääh, aber dein Profil is doch auch gepimpt! Ich denk du hast nur Linux?!" - Naja, um die Möglichkeiten ein bisschen auszuloten, habe ich mein hoffnungslos veraltetes Windows unter VMware ausgebuddelt... und dann das ganze so belassen, warum auch nicht?
Jetzt aber mal weg von den technischen Aspekten und ran an die Oberfläche, bzw die allgemeine Ausgestaltung der Profile der Nutzer. Was mir als erstes übel aufgestoßen ist: Nahezu Jeder hat irgendein Musikstück in sein Profil eingebunden (ja, auch ich), und bei nahezu Jedem dröhnt selbiges sofort aus den PC-Boxen, sobald die Profilseite geladen ist (NEIN, bei mir nicht!). Besonders nervig ist das, wenn man eine Freundschaftsanfrage bekommen hat und wissen will, wer/was das eigentlich ist - leider sind das vor allem in der Anfangszeit irgendwelche HipHopper, Rapper und Porno-Tussen. Uninteressant für mich und dementsprechend schlimm wirkt deren Musikgeschmack auf mich. Es ist übrigens wirklich kein großes Problem, die Funktion "SpieleMeinLiedAutomatischAbWennJemandMeinProfilAufruft" schon beim Einbinden des ersten Musikstücks und damit Einbinden des MySpace-Players zu unterbinden... ein einfacher Radiobutton steht zu genau diesem Zweck bereit. Wer selbständig genug ist, ein MySpace-Profil aufzurufen, dürfte auch so gerade eben noch dazu in der Lage sein zu entscheiden, ob er sich das präsentierte Musikstück anhören will oder nicht - die Beschallung ist nur einen Mausklick entfernt.
Im Großen und Ganzen ist die Navigation in den Grundeinstellungen und bei den meisten Pimp-Auswüchsen recht übersichtlich und intuitiv gehalten. Zumindest wenn man von solchen (wahrscheinlich) Lokalisierungsfehlern wie "Mein MySpace" (Mein MeinPlatz? / My MySpace?) absieht.
Hakelig wird es allerdings ausgerechnet in der Freundesliste. Die Navigationspunkte auf der "Mein MySpace"-Seite selbst sind noch einigermaßen sinnvoll. Oben rechts in dem Modul findet man einen Link, hinter dem man seine Freunde "bearbeiten" kann (dieses Bearbeiten beschränkt sich allerdings darauf, dass man mehrere Freunde gelichzeitig anwählen und löschen kann). Ganz am Ende dieser Liste findet man die Punkte Meine "Top Freunde" ändern, Anstehende Geburtstage anzeigen, Alle meine Freunde anzeigen und Anzeigen, wenn Freunde online sind.
An dieser Stelle könnte man noch darüber hinwegsehen, dass man nicht alle Optionen gebündelt an einer Stelle findet und dass es unter Umständen eine ordentliche Scrollerei erfordert, wenn man eine unfangreiche Freundesliste angelegt hat. Was aber wirklich stört ist, dass man nach Auswahl einer dieser insgesamt fünf Optionen nicht mehr auf die anderen vier zugreifen kann, sondern erst über den Umweg der Auswahl von "Mein MySpace" wieder ganz nach unten scrollen muss, um die anderen Optionen wiederzufinden.
Dass ausgerechnet die zentrale Funktion der Seite nur so umständlich bedienbar ist, wiegt schon ein bisschen schwerer als der sprichwörtliche Wermutstropfen. Die "Mein MySpace"-Seite ist selbstverständlich nicht "pimp"-bar, dass man sich da wenigstens irgendwie anderweitig behelfen könnte.
Schade eigentlich, denn ansonsten gibt es aus meiner Sicht technisch nicht nennenswert etwas zu beanstanden, wenn man von dem besagten Manko absieht, dass sich das MySpace-Universum lediglich mit dem InternetExplorer vollständig erschließt.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Sprache, Technisches
am
Dienstag, 7. August 2007 17:19
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Vanager, die...
...ach keine Ahnung wievielte.
Jedenfalls enttäuschen die Jungs mich nicht und entsprechen der Analogie zum Horrorstreifen erneut, indem sie eine weitere, noch schlechtere und geschmacklose Fortsetzung bringen:
Sagt mal, Jungs - Was zur Hölle wollt Ihr denn von mir?
Selbst aus Scientology, den Zeugen Jehovas, oder der Nazi-Szene kann man anscheinend leichter aussteigen als bei Euch.
Im Übrigen: Wo bleibt denn nun Euer Anwalt? Meiner ist schon ganz traurig, da er den versprochenen Fall immer noch nicht bekommen hat...
Jedenfalls enttäuschen die Jungs mich nicht und entsprechen der Analogie zum Horrorstreifen erneut, indem sie eine weitere, noch schlechtere und geschmacklose Fortsetzung bringen:
vanager.com [Support]an support
31. Jul.
Sehr geehrter Vanager-Kunde,
wir führen in der Nacht vom 01. auf den 02.08.2007 ein Neustart auf Hostsystem 35 durch. Dadurch werden Ihre virtuellen Server auf diesem Hostsystem circa für 15 Minuten nicht erreichbar sein; der Update-Vorgang beginnt um 1 Uhr morgens am 02.08.2007.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Sagt mal, Jungs - Was zur Hölle wollt Ihr denn von mir?
Selbst aus Scientology, den Zeugen Jehovas, oder der Nazi-Szene kann man anscheinend leichter aussteigen als bei Euch.
Im Übrigen: Wo bleibt denn nun Euer Anwalt? Meiner ist schon ganz traurig, da er den versprochenen Fall immer noch nicht bekommen hat...
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Technisches
am
Mittwoch, 1. August 2007 20:45
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Automatenfritten
Dat gibbet nich, waddet nich all gibt.
Da waren wir gestern mit der versammelten Familie unterwegs nach Potsdam, um dem "Großen" ein bisschen Programm zu bieten in den Kindergartenferien. Da hier im Havelland die Verbindungen ins weitere berliner Umland nicht gerade die Besten sind, mussten wir unter anderem am berliner S-Bahnhof Westkreuz umsteigen.
Ich weiß nicht, ob diese Dinger der Allgemeinheit sonderlich geläufig sind, aber an so ziemlich jedem S-Bahnhof oder größerem Umsteigeknoten in Berlin gibt es schrankgroße, silbrige Klötze, die gegen Bares diverse Kleinigkeiten wie (heiße) Getränke, Gummibärchen, Schokoriegel und ähnliche Snacks ausspucken.
Da ist es nicht außergewöhnlich, dass der Bahnhof Westkreuz an seinen drei Bahnsteigen gleich eine ganze Batterie dieser Automaten bereithält. Außergewöhnlich für mich war jedoch, dass von einem dieser unbemannten Imbisskapseln das McCain-Logo prangte (ja genau, der bekannte Tiefkühl-Fastfood-Hersteller).
Nach einem verwirrten Weg- und wieder Hinsehen bestätigte sich die als unglaubwürdig verworfene Vermutung, dass dieser Fressalienautomat tatsächlich das Vorhandensein einer (recht armseligen) Frittenbude zu simulieren ersuchte. Aufmerksamkeitsträchtige Lettern auf der Silberschachtel versprachen den Genuss knuspriger, heißer Kartoffelstäbchen innerhalb von 45 Sekunden, so man bereit dazu ist, den Betrag von 1,50€ in dieses Schauspiel moderner Nahrungszubereitung zu investieren. Darüberhinaus wurde als technische Errungenschaft angepriesen, dass diese Pommes Frites ohne Zutun von Fett zubereitet werden, sondern lediglich - wie erstaunlich - [Trommelwirbel] - mit heißer Luft auf den Verzehr vorbereitet werden. So ähnlich dürften wohl vor XX Jahren die ersten Heißluftbacköfen angepriesen worden sein.
Da es mein Naturell ist, so ziemlich jede Erfahrung wenigstens einmal durchgemacht haben zu wollen, hatte ich keine allzugroßen Schwierigkeiten, meiner Geldbörse eine entsprechende Anzahl Münzen abzuringen. Von allerlei akustischem Beiwerk begleitet machte sich mein mechanisches Gegenüber dann auch gleich ans Werk, sein Versprechen einzuhalten. In Ermangelung einer Stoppuhr in meinem Reisegepäck kann ich leider nicht bestätigen, ob es tatsächlich 45 Sekunden gedauert hat, aber nach einer Zeitspanne, die gefühlt den Ankündigungen entsprach, präsentierte mir die blecherne Bedienung ein weißes Becherchen, gefüllt mit heißen, gelben Stäbchen - obendrein wurde mir aus einem weiteren Schacht ein Plastikbeutelchen gereicht, welches etwas Salz, eine hölzerne Pommesgabel und ein wenig Ketchup enthielt.
Immerhin, es waren eindeutig Pommes, die ich dort bekommen habe, aber wenn es mir um den Imbiss als Solchen anstatt um die fortschrittliche Technologie geht, werde ich sowohl um des Geschmacks als auch um des Preises Willen die herkömmiche, altmodische Zubereitungsstätte von Frittiergut aufsuchen.
Da waren wir gestern mit der versammelten Familie unterwegs nach Potsdam, um dem "Großen" ein bisschen Programm zu bieten in den Kindergartenferien. Da hier im Havelland die Verbindungen ins weitere berliner Umland nicht gerade die Besten sind, mussten wir unter anderem am berliner S-Bahnhof Westkreuz umsteigen.
Ich weiß nicht, ob diese Dinger der Allgemeinheit sonderlich geläufig sind, aber an so ziemlich jedem S-Bahnhof oder größerem Umsteigeknoten in Berlin gibt es schrankgroße, silbrige Klötze, die gegen Bares diverse Kleinigkeiten wie (heiße) Getränke, Gummibärchen, Schokoriegel und ähnliche Snacks ausspucken.
Da ist es nicht außergewöhnlich, dass der Bahnhof Westkreuz an seinen drei Bahnsteigen gleich eine ganze Batterie dieser Automaten bereithält. Außergewöhnlich für mich war jedoch, dass von einem dieser unbemannten Imbisskapseln das McCain-Logo prangte (ja genau, der bekannte Tiefkühl-Fastfood-Hersteller).
Nach einem verwirrten Weg- und wieder Hinsehen bestätigte sich die als unglaubwürdig verworfene Vermutung, dass dieser Fressalienautomat tatsächlich das Vorhandensein einer (recht armseligen) Frittenbude zu simulieren ersuchte. Aufmerksamkeitsträchtige Lettern auf der Silberschachtel versprachen den Genuss knuspriger, heißer Kartoffelstäbchen innerhalb von 45 Sekunden, so man bereit dazu ist, den Betrag von 1,50€ in dieses Schauspiel moderner Nahrungszubereitung zu investieren. Darüberhinaus wurde als technische Errungenschaft angepriesen, dass diese Pommes Frites ohne Zutun von Fett zubereitet werden, sondern lediglich - wie erstaunlich - [Trommelwirbel] - mit heißer Luft auf den Verzehr vorbereitet werden. So ähnlich dürften wohl vor XX Jahren die ersten Heißluftbacköfen angepriesen worden sein.
Da es mein Naturell ist, so ziemlich jede Erfahrung wenigstens einmal durchgemacht haben zu wollen, hatte ich keine allzugroßen Schwierigkeiten, meiner Geldbörse eine entsprechende Anzahl Münzen abzuringen. Von allerlei akustischem Beiwerk begleitet machte sich mein mechanisches Gegenüber dann auch gleich ans Werk, sein Versprechen einzuhalten. In Ermangelung einer Stoppuhr in meinem Reisegepäck kann ich leider nicht bestätigen, ob es tatsächlich 45 Sekunden gedauert hat, aber nach einer Zeitspanne, die gefühlt den Ankündigungen entsprach, präsentierte mir die blecherne Bedienung ein weißes Becherchen, gefüllt mit heißen, gelben Stäbchen - obendrein wurde mir aus einem weiteren Schacht ein Plastikbeutelchen gereicht, welches etwas Salz, eine hölzerne Pommesgabel und ein wenig Ketchup enthielt.
Immerhin, es waren eindeutig Pommes, die ich dort bekommen habe, aber wenn es mir um den Imbiss als Solchen anstatt um die fortschrittliche Technologie geht, werde ich sowohl um des Geschmacks als auch um des Preises Willen die herkömmiche, altmodische Zubereitungsstätte von Frittiergut aufsuchen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Technisches
am
Sonntag, 29. Juli 2007 12:59
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Schwarz ist braun?
Dass Grufties, bzw. Gothics trotz oder gerade wegen ihres eher unpolitischen Daseins gerne mal von den Medien als Sündenböcke herangezogen werden, um die absurden Auswüchse unserer heutigen Gesellschaft zu erklären (vgl. z.B. das Verantwortlichmachen von Marilyn Manson für das Massaker an der Columbine High), daran habe ich mich ja mittlerweile gewöhnt.
Aber was ein gewisser Rainer Fromm, seineszeichens Politologe und ZDF-Autor, diesem Artikel bei Heise Online nach in seine Bewertung und Analyse zum Zuwachs von rechtsextremistischen Inhalten einflicht, geht mir dann doch ein wenig zu weit.
Ohne seine weiteren Statements in Zweifel ziehen zu wollen, aber dieser Satz für sich ist - mit Verlaub - blanker Unsinn:
Was zum Geier hat Dark-Wave und Black-Metal mit Faschismus zu tun? Natürlich, auch in der Schwarzen Szene gibt es Individuen, die fröhlich rassistisches Gedankengut mit sich herumtragen - wie eben auch in der Bevölkerung im Allgemeinen. Kommt aber jemand auf die Idee, deshalb zu sagen, die ganze Bevölkerung sei faschistisch? Ich glaube kaum, dass Vorurteile^WVerallgemeinerungen der richtige Weg sind, eine breite Öffentlichkeit auf problematische Entwicklungen aufmerksam zu machen. Warum nicht die tatsächlich zusammenhängenden Fakten bringen und sogenannte Rechtsrock-Bands Bands, deren Tonträger auf eBay verschachert werden, nennen? Beispiele gäbe es genug, wie eine schnelle Recherche bei eBay unter den Suchbegriffen "Landser" und "Skrewdriver" ergab.
Und wenn schon unbedingt das aufmerksamkeitsträchtige "Schwarzvolk" herangezogen werden muss: In der Neofolk-Szene sind (leider) mit Abstand die meisten Braundenker in schwarzem Gewand zu finden, auch wenn es hier genauso unverhältnismäßig wäre, die gesamte (Sub-)Subkultur als (tendenziell) faschistisch einzuordnen.
Abgesehen davon, dass es sicherlich einige Exemplare gibt, aber ich habe auch in meinen gut 30 Lenzen irdischen Daseins noch keinen Metal-Anhänger gefunden, der zweifelsfrei dem politisch rechten Lager zuzuordnen wäre. Man darf nicht immer Provokation (um der Provokation Willen) mit politischer Überzeugung gleichsetzen, sondern sollte auch hier und da vielleicht einmal hinter die Fassade blicken - ansonsten läuft man oft Gefahr, ebenfalls eine Kausalkette mit Trugschluss zu bauen, die sich in ihrem Resultat nicht von denen unterscheidet, die Faschisten nur allzugern für sich instrumentalisieren.
Aber was ein gewisser Rainer Fromm, seineszeichens Politologe und ZDF-Autor, diesem Artikel bei Heise Online nach in seine Bewertung und Analyse zum Zuwachs von rechtsextremistischen Inhalten einflicht, geht mir dann doch ein wenig zu weit.
Ohne seine weiteren Statements in Zweifel ziehen zu wollen, aber dieser Satz für sich ist - mit Verlaub - blanker Unsinn:
Sogar im Internet-Auktionshaus eBay gebe es rechtsextremistische Angebote, etwa indizierte CDs aus der Dark-Wave- und aus der Black-Metal-Szene.
Was zum Geier hat Dark-Wave und Black-Metal mit Faschismus zu tun? Natürlich, auch in der Schwarzen Szene gibt es Individuen, die fröhlich rassistisches Gedankengut mit sich herumtragen - wie eben auch in der Bevölkerung im Allgemeinen. Kommt aber jemand auf die Idee, deshalb zu sagen, die ganze Bevölkerung sei faschistisch? Ich glaube kaum, dass Vorurteile^WVerallgemeinerungen der richtige Weg sind, eine breite Öffentlichkeit auf problematische Entwicklungen aufmerksam zu machen. Warum nicht die tatsächlich zusammenhängenden Fakten bringen und sogenannte Rechtsrock-Bands Bands, deren Tonträger auf eBay verschachert werden, nennen? Beispiele gäbe es genug, wie eine schnelle Recherche bei eBay unter den Suchbegriffen "Landser" und "Skrewdriver" ergab.
Und wenn schon unbedingt das aufmerksamkeitsträchtige "Schwarzvolk" herangezogen werden muss: In der Neofolk-Szene sind (leider) mit Abstand die meisten Braundenker in schwarzem Gewand zu finden, auch wenn es hier genauso unverhältnismäßig wäre, die gesamte (Sub-)Subkultur als (tendenziell) faschistisch einzuordnen.
Abgesehen davon, dass es sicherlich einige Exemplare gibt, aber ich habe auch in meinen gut 30 Lenzen irdischen Daseins noch keinen Metal-Anhänger gefunden, der zweifelsfrei dem politisch rechten Lager zuzuordnen wäre. Man darf nicht immer Provokation (um der Provokation Willen) mit politischer Überzeugung gleichsetzen, sondern sollte auch hier und da vielleicht einmal hinter die Fassade blicken - ansonsten läuft man oft Gefahr, ebenfalls eine Kausalkette mit Trugschluss zu bauen, die sich in ihrem Resultat nicht von denen unterscheidet, die Faschisten nur allzugern für sich instrumentalisieren.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Mittwoch, 11. Juli 2007 17:52
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Das Ende vom billigen Umweltschutz
Nicht, dass ich mich nicht sowieso schon gewundert hätte, warum seit einiger Zeit das Greenpeace-Magazin in unserem hiesigen Lidl zum Verkauf angeboten wird... Aber das hat, wie es aussieht, bald ein Ende.
Ausgerechnet Lidl ist mir nie als sonderlich ökologiebewusstes Unternehmen aufgefallen - soweit ich mich entsinne, war die Kette auch eine der letzten Großen, die auf den Bio-Zug aufgesprungen sind bei ihrem Lebensmittelangebot. Um so mehr erstaunt mich in diesem Zusammenhang, dass den Greenpeace-Leuten anscheinend nicht klar war, dass diese Aktion einen Imageverlust darstellen könnte.
Mein persönliches Fazit: Auch noch so hehre Ziele setzen nicht zwingend voraus, dass immer ein intelligenter Mensch die richtigen Fäden in der Hand hat.
Ausgerechnet Lidl ist mir nie als sonderlich ökologiebewusstes Unternehmen aufgefallen - soweit ich mich entsinne, war die Kette auch eine der letzten Großen, die auf den Bio-Zug aufgesprungen sind bei ihrem Lebensmittelangebot. Um so mehr erstaunt mich in diesem Zusammenhang, dass den Greenpeace-Leuten anscheinend nicht klar war, dass diese Aktion einen Imageverlust darstellen könnte.
Mein persönliches Fazit: Auch noch so hehre Ziele setzen nicht zwingend voraus, dass immer ein intelligenter Mensch die richtigen Fäden in der Hand hat.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen
am
Donnerstag, 28. Juni 2007 21:39
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Käfer, Listen und im Kern bedrohte Prozessorarten
Normalerweise kenne ich es so, dass Tierarten auf eine Liste geschrieben werden und damit fortan als bedroht gelten. Wie so oft ist in der IT-Welt jedoch irgendwie alles anders als in der richtigen Welt. Da haben leute eine Liste mit Käfern^WBugs gemacht und nun sind nicht diese Bugs bedroht, sondern ein Prozessor - genauer die aktuelle Core 2 Prozessorgeneration von Intel.
Bei meinen Recherchen ob dieses merkwürdigen Phänomens stieß ich auf diesen Artikel bei Slashdot, wohl einer der führenden Nachrichtenticker der Branche. Da wird auf ein Posting von Theo de Raadt auf der openbsd-misc-Liste verwiesen, der ein paar der signifikanteren Punkte dieser Liste herausstellt (hier ist das Ganze nochmal etwas allgemeinverständlicher aufgearbeitet).
OK, zum Ernst der Sache. Das ist natürlich ein ganz schöner Hammer. Nachdenklich stimmt, dass laut de Raadt (seineszeichens OpenBSD-Gründer) einige dieser Bugs mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar von Code im Userland ausgenutzt werden können, ohne dass ein softwareseitiger oder anders gearteter Codefix das verhindern könnte.
Nun bringt sogar schon die Hardware Sicherheitslücken ins System. Und das ausgerechnet auch mit dem gehypeten Sicherheitsfeature des Non-Executive-Bits, das unter Umständen einfach mal ignoriert wird.
Ausgerechnet jetzt, wo Intel sein zurückgewonnenes Performance-Oberwasser im Desktop- und Endkundenbereich feiert und der Core 2 allenthalben ob seiner Leistung und Sparsamkeit gelobt wird.
Fairerweiser bemerkt de Raadt, dass bei AMD die Situation in Bezug auf verbuggte Prozessoren kaum besser aussieht.
Bei meinen Recherchen ob dieses merkwürdigen Phänomens stieß ich auf diesen Artikel bei Slashdot, wohl einer der führenden Nachrichtenticker der Branche. Da wird auf ein Posting von Theo de Raadt auf der openbsd-misc-Liste verwiesen, der ein paar der signifikanteren Punkte dieser Liste herausstellt (hier ist das Ganze nochmal etwas allgemeinverständlicher aufgearbeitet).
OK, zum Ernst der Sache. Das ist natürlich ein ganz schöner Hammer. Nachdenklich stimmt, dass laut de Raadt (seineszeichens OpenBSD-Gründer) einige dieser Bugs mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar von Code im Userland ausgenutzt werden können, ohne dass ein softwareseitiger oder anders gearteter Codefix das verhindern könnte.
Nun bringt sogar schon die Hardware Sicherheitslücken ins System. Und das ausgerechnet auch mit dem gehypeten Sicherheitsfeature des Non-Executive-Bits, das unter Umständen einfach mal ignoriert wird.
Ausgerechnet jetzt, wo Intel sein zurückgewonnenes Performance-Oberwasser im Desktop- und Endkundenbereich feiert und der Core 2 allenthalben ob seiner Leistung und Sparsamkeit gelobt wird.
Fairerweiser bemerkt de Raadt, dass bei AMD die Situation in Bezug auf verbuggte Prozessoren kaum besser aussieht.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen, Technisches
am
Donnerstag, 28. Juni 2007 18:17
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Hab ich eigentlich schonmal...
...von meinen Eskapaden mit der InternetUniversum GmbH, dem Unternehmen hinter Vanager.com, erzählt?
Mein Archiv bestreitet das, also los...
Auf dem letztjährigen LinuxTag in Wiesbaden bekam ich unter Anderem einen Werbezettel für drei kostenlose Testmonate für einen VServer bei besagtem Hoster Vanager in die Hand gedrückt. Neugierig und Spielkind wie ich bin, wollte ich das versprochene virtuelle Kistchen mal ausprobieren. Also rauf auf die Seite, einen Haufen überflüssiger Daten eingegeben und ruckzuck konnte ich loslegen und ein wenig Schindluder treiben. Ich war beeindruckt, wie fix ich loslegen konnte.
Technisch gab es tatsächlich nichts zu beanstanden, das Debian3.1 (damals das "brand"aktuelle Stable-Release) war ordentlich vorkonfiguriert und ich musste nur wenige Handgriffe anlegen, dass der Server meinen Bedürfnissen entsprechend ausreichend abgesichert war (im Grunde ging es nur um den SSH-Server, root-Login deaktivieren, dem selbsteingerichteten unprivilegierten User den alleinigen Login per SSH-Key erlauben, also nichts wirklich wildes). Die Performance konnte sich fuer einen solchen VServer auch durchaus sehen lassen... und dass Confixx dabei war... naja, man kann es benutzen, aber man kann es auch sein lassen - zumindest hatte ich so die Gelegenheit, ausgiebig die Stärken und Schwächen von Confixx auszuloten.
Aber irgendwann sind drei Monate Probezeit auch mal rum. Kurz vorher allerdings wies mein Kontostand knapp 40,- EUR weniger als erwartet auf. Ein kurzer Blick auf die Umsatzübersicht zeigte, dass nicht meine Vergesslichkeit, sondern die Buchhaltung von InternetUniversum GmbH schuld an dieser Differenz war.
Alarmiert und ein wenig aufgebracht ließ ich den Betrag umgehend rückbuchen (die Volksbank macht einem das im OnlineBanking-Interface übrigens angenehm leicht, sofern man seine TAN-Liste zur Hand hat) und schrieb zeitgleich einen Widerspruch gegen die gestellte Rechnung (die fast zeitgleich in meinem Mailfach eintrudelte) und kündigte ausdrücklich meinen Testaccount, denn 40 Euro im Monat für einen virtuellen Server ist mir einfach zuviel, auch wenn der technisch noch so wenig zu beanstanden ist - dafür bekommt man bei anderen Anbietern ein "echtes" Stück Hardware, was vergleichbar performant ist.
Folgende Mail schickte ich also an den Support:
Daraufhin erhielt ich prompt eine dieser "Ihr Ticket ist bei uns eingegangen, unter der Nummer blahblah etc. pp."-Nachrichten. Soweit so gut. In deren Mails steht staendig was davon, dass innerhalb von 24 Stunden auf Anfragen reagiert wird, also erhoffte ich mir eine baldige Antwort.
Doch weit gefehlt... nach einer knappen Woche erhielt ich eine weitere automatisch generierte Mail, in der mir eine neue TicketID mitgeteilt wurde und die sich konkret auf die Rücklastschrift bezog. Nun gut, immerhin schien Bewegung in die Sache zu kommen.
Schließlich, am 16./17.08.06 (!), trug sich endlich folgender Mailwechsel zu:
(Wir fassen die Leute mal ein wenig vorsichtig an; vielleicht war es ja wirklich nur ein bedauerlicher Ausrutscher und der verantwortliche Praktikant ist bereits in die Wüste geschickt worden
)
Seitdem herrschte am anderen Ende der imaginären Leitung tiefstes Schweigen. Lediglich weitere Rechnungen und Abbuchungen, die ich mittlerweile in gewohnter Routine monatlich wieder zurückbuchen ließ.
Weiterhin einer Antwort auf meine letzte Mail harrend, trudelten nun auch Mahnungen ein. Dann schließlich wurde man bei Vanager wohl meiner Zahlungsunwilligkeit überdrüssig und schickte mir folgendes in mein elektronisches Postfach:
"Achje," dachte ich bei mir, "was anderes will ich doch gar nicht, als Euch endlich los zu sein".
Immerhin, am 10.12.06 gab es folgende, doch ganz brauchbare Reaktion:
Hurra! Endlich hat der Spuk ein Ende!
Am 23.12.06 dann erhielt ich das nächste Lebenszeichen von Vanager. Ein Newsletter! Gerichtet an die Kunden von Vanager!
Da hab ich mich wohl zu früh gefreut - ich bin ja gar kein Kunde bei denen, das ist also nur irrtümlich in meiner Inbox gelandet
Ah! Am 27.12.06 gab es dann doch noch ein "echtes" Lebenszeichen - vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für mich als Entschädigung? Nein, nur eine weitere Mahnung in der ich auch noch 15,- EUR obendrauf für jede Rücklastschrift zahlen sollte. Schade.
Achja, und ganz schnell überweisen sollte ich, weil mir sonst der Account gesperrt wird. Dabei dachte ich, der sei schon längst dicht... angefasst habe ich den Account natürlich nach den drei Probemonaten tunlichst nicht mehr - wer weiß, ob daraus nicht eine implizierte Zustimmung abgeleitet worden wäre, dass ich den Account weiter nutzen wollen würde. Man hört ja manchmal die absurdesten Sachen.
Jetzt fing das Ganze fast schon an, Spaß zu machen - ich schrieb also eine Antwort auf die Mail vom 10.12.:
Jetzt hätte noch eine Reaktion von Vanager kommen können, um die ganze Geschichte nochmal bereinigt zum Abschluss zu bringen. Hätte können. Passierte aber nichts. Also dachte ich mir, die Sache sei auch ohne "offiziellem Häkchen" drunter abgeschlossen. Es wurde nicht mehr abgebucht, meine TANs waren nicht mehr so schnell verbraucht und ich fand keine Rechnungen mehr in meiner Inbox.
Damit kann man die Geschichte wohl als beendet betrachten. Deckel zu, aus den Augen, aus dem Sinn.
Aber halt! was ist denn das?!
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah...
[Abspann/Credits]
Mein Archiv bestreitet das, also los...
Auf dem letztjährigen LinuxTag in Wiesbaden bekam ich unter Anderem einen Werbezettel für drei kostenlose Testmonate für einen VServer bei besagtem Hoster Vanager in die Hand gedrückt. Neugierig und Spielkind wie ich bin, wollte ich das versprochene virtuelle Kistchen mal ausprobieren. Also rauf auf die Seite, einen Haufen überflüssiger Daten eingegeben und ruckzuck konnte ich loslegen und ein wenig Schindluder treiben. Ich war beeindruckt, wie fix ich loslegen konnte.
Technisch gab es tatsächlich nichts zu beanstanden, das Debian3.1 (damals das "brand"aktuelle Stable-Release) war ordentlich vorkonfiguriert und ich musste nur wenige Handgriffe anlegen, dass der Server meinen Bedürfnissen entsprechend ausreichend abgesichert war (im Grunde ging es nur um den SSH-Server, root-Login deaktivieren, dem selbsteingerichteten unprivilegierten User den alleinigen Login per SSH-Key erlauben, also nichts wirklich wildes). Die Performance konnte sich fuer einen solchen VServer auch durchaus sehen lassen... und dass Confixx dabei war... naja, man kann es benutzen, aber man kann es auch sein lassen - zumindest hatte ich so die Gelegenheit, ausgiebig die Stärken und Schwächen von Confixx auszuloten.
Aber irgendwann sind drei Monate Probezeit auch mal rum. Kurz vorher allerdings wies mein Kontostand knapp 40,- EUR weniger als erwartet auf. Ein kurzer Blick auf die Umsatzübersicht zeigte, dass nicht meine Vergesslichkeit, sondern die Buchhaltung von InternetUniversum GmbH schuld an dieser Differenz war.
Alarmiert und ein wenig aufgebracht ließ ich den Betrag umgehend rückbuchen (die Volksbank macht einem das im OnlineBanking-Interface übrigens angenehm leicht, sofern man seine TAN-Liste zur Hand hat) und schrieb zeitgleich einen Widerspruch gegen die gestellte Rechnung (die fast zeitgleich in meinem Mailfach eintrudelte) und kündigte ausdrücklich meinen Testaccount, denn 40 Euro im Monat für einen virtuellen Server ist mir einfach zuviel, auch wenn der technisch noch so wenig zu beanstanden ist - dafür bekommt man bei anderen Anbietern ein "echtes" Stück Hardware, was vergleichbar performant ist.
Folgende Mail schickte ich also an den Support:
Sven Grounsell an support
29.07.06
Am 08.05.06 schrieb Vanager Support:
>Sehr geehrte(r) Herr Grounsell,
>
>wir freuen uns sehr, dass Sie unsere virtuellen Server nutzen!
>Bei Problemen können Sie sich jederzeit kostenlos an unseren
>Support wenden!
>
>Zögern Sie nicht sich bei Problemen an uns zu wenden!
>
>Ihr XXXX XXXXX
>VANAGER.COM
>
>PS: Nach dem Test können Sie Ihren Server problemlos übernehmen.
>Wie? - Dazu sende ich Ihnen in 2 Tagen eine E-Mail.
Guten Tag,
ich habe mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass Sie mir eine Rechnung ueber den Zeitraum 08.08 bis 07.09.06 schicken.
Nach dem obenstehenden Zitat der letzten Mail, die ich davor von Ihnen erhalten habe, musste ich davon ausgehen, dass erstens eine AKTION meinerseits erforderlich ist, um den Server zu uebernehmen und dass ich zweitens eine Information von Ihnen erhalte darueber was zu tun ist, wenn ich diesen Server uebernehmen moechte.
Ich stelle fest, dass ich die angekuendigte Mail nie erhalten habe.
Ich muss weiterhin feststellen, dass ich mit den von Ihnen erhaltenen Daten keinerlei Moeglichkeiten habe einzusehen, wie mein Nutzungsrecht fuer die kostenlose Probezeit aussieht, ob und wenn ja welche Kuendigungsfristen bestehen und auf welche Basis ein weiterfuehrender Vertrag gestellt wuerde. Dies Alles sind weitere Gruende fuer mich, kein dauerhaftes Vertragsverhaeltnis mit Ihnen zu wuenschen.
Daher moechte ich Ihnen hiermit vorsorglich und explizit mitteilen, dass ich den von Ihnen bereitgestellten Server nicht ueber den kostenlosen Probezeitraum hinaus nutzen moechte und werde.
Mit freundlichen Gruessen,
Sven Grounsell
Daraufhin erhielt ich prompt eine dieser "Ihr Ticket ist bei uns eingegangen, unter der Nummer blahblah etc. pp."-Nachrichten. Soweit so gut. In deren Mails steht staendig was davon, dass innerhalb von 24 Stunden auf Anfragen reagiert wird, also erhoffte ich mir eine baldige Antwort.
Doch weit gefehlt... nach einer knappen Woche erhielt ich eine weitere automatisch generierte Mail, in der mir eine neue TicketID mitgeteilt wurde und die sich konkret auf die Rücklastschrift bezog. Nun gut, immerhin schien Bewegung in die Sache zu kommen.
Schließlich, am 16./17.08.06 (!), trug sich endlich folgender Mailwechsel zu:
Sven Grounsell an buchhaltung
17.08.06
2006/8/16, InternetUniversum Buchhaltung:
> Sehr geehrte(r) Sven Grounsell,
>
>
>
> entschuldigen Sie bitte die späte Antwort und die Unannehmlichkeiten. Ich habe
> die Rechnung soeben storniert.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> XXXXX XXXXXXX
Vielen Dank!
Eine Rueckfrage haette ich allerdings noch - besteht damit auch aus
Ihrer Sicht keinerlei Vertragsverhaeltnis (mehr) zwischen Ihrem
Unternehmen und mir, oder muss ich mich ggf. auf weitere Forderungen
Ihrerseits gefasst machen?
Das ist fuer mich aus Ihrer Antwort leider nicht ein-eindeutig
ableitbar. Aufgrund von Erfahrungen, die ich mit diversen
"Branchenkollegen" machen durfte, sehe ich mich leider gezwungen
naeher nachzuhaken, auch wenn ich der Geschaeftspraxis Ihres
Unternehmens damit sicherlich unrecht tue.
Mit freundlichen Gruessen,
Sven Grounsell
(Wir fassen die Leute mal ein wenig vorsichtig an; vielleicht war es ja wirklich nur ein bedauerlicher Ausrutscher und der verantwortliche Praktikant ist bereits in die Wüste geschickt worden
Seitdem herrschte am anderen Ende der imaginären Leitung tiefstes Schweigen. Lediglich weitere Rechnungen und Abbuchungen, die ich mittlerweile in gewohnter Routine monatlich wieder zurückbuchen ließ.
Weiterhin einer Antwort auf meine letzte Mail harrend, trudelten nun auch Mahnungen ein. Dann schließlich wurde man bei Vanager wohl meiner Zahlungsunwilligkeit überdrüssig und schickte mir folgendes in mein elektronisches Postfach:
InternetUniversum GmbHan mich
24.11.06
- Sperrung Ihres Accounts -
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider haben Sie Ihre aktuelle Rechnung immer noch nicht bezahlt (Details siehe PDF im Anhang).
----------------------------------------
Bitte zahlen Sie sofort Ihre Rechnung.
Ihr Account wurde gesperrt und wird sonst
unwiderruflich gelöscht.
----------------------------------------
Bei einem Missverständnis oder weiteren Fragen können Sie sich natürlich gerne an uns wenden:
- kostenlos anrufen: 0800 / 82 62 437
- kostenlos mailen: support@vanager.com
Unsere Bankverbindung, damit Sie diese direkt in Ihr Online-Banking kopieren können:
Kontoinhaber: InternetUniversum GmbH
Kontonummer: 3631919500
BLZ: 41262501
Bank: Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf
Diese E-Mail wurde automatisch erstellt
- Buchhaltung -
___________________________________________
vanager.com
InternetUniversum GmbH
Splieterstr. 27
48231 Warendorf
Zentrale: 0 25 81 / 94 19 96 - 4
Fax: 0 25 81 / 94 19 96 - 9
Amtsgericht Münster, HRB 8643
UST-ID: DE236748557
Geschäftsführer:
Marcel Chorengel
Daniel Hagemeier
"Achje," dachte ich bei mir, "was anderes will ich doch gar nicht, als Euch endlich los zu sein".
Immerhin, am 10.12.06 gab es folgende, doch ganz brauchbare Reaktion:
InternetUniversum Buchhaltung an mich
10.12.06
Sehr geehrte(r) Sven Grounsell,
entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort. Ihr Ticket wurde leider nicht korrekt zugeordnet und daher noch nicht beantwortet.
Ich hätte eigentlich Ihre Frage mit "Ja" beantwortet, leider ist durch die falsche Zuordnung der Fehler in Ihrem Kundenkonto erst jetzt aufgefallen. Bitte entschuldigen Sie die noch gestellten Rechnungen und Mahnungen. Diese sind selbstverständlich gegenstandslos.
Ich habe sämtliche Rechnungen in Ihrem Kundenkonto storniert und das Konto nun korrekt deaktiviert, so dass Sie keine weiteren Rechnungen oder Mahnungen von uns erhalten werden.
Ich entschuldigen mich nochmals für die Unannehmlichkeiten.
Mit freundlichen Grüßen
XXX XXXXX
Hurra! Endlich hat der Spuk ein Ende!
Am 23.12.06 dann erhielt ich das nächste Lebenszeichen von Vanager. Ein Newsletter! Gerichtet an die Kunden von Vanager!
Da hab ich mich wohl zu früh gefreut - ich bin ja gar kein Kunde bei denen, das ist also nur irrtümlich in meiner Inbox gelandet
Ah! Am 27.12.06 gab es dann doch noch ein "echtes" Lebenszeichen - vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für mich als Entschädigung? Nein, nur eine weitere Mahnung in der ich auch noch 15,- EUR obendrauf für jede Rücklastschrift zahlen sollte. Schade.
Achja, und ganz schnell überweisen sollte ich, weil mir sonst der Account gesperrt wird. Dabei dachte ich, der sei schon längst dicht... angefasst habe ich den Account natürlich nach den drei Probemonaten tunlichst nicht mehr - wer weiß, ob daraus nicht eine implizierte Zustimmung abgeleitet worden wäre, dass ich den Account weiter nutzen wollen würde. Man hört ja manchmal die absurdesten Sachen.
Jetzt fing das Ganze fast schon an, Spaß zu machen - ich schrieb also eine Antwort auf die Mail vom 10.12.:
Ueber diese Nachricht habe ich mich gefreut. ich musste jedoch am 27.12.06 mit Verwunderung feststellen, dass mir erneut Rechnungen gestellt wurden mit der Androhung, den laut dieser Mail nicht mehr vorhandenen Account zu sperren.
Mit freundlichen Gruessen
Sven Grounsell
Jetzt hätte noch eine Reaktion von Vanager kommen können, um die ganze Geschichte nochmal bereinigt zum Abschluss zu bringen. Hätte können. Passierte aber nichts. Also dachte ich mir, die Sache sei auch ohne "offiziellem Häkchen" drunter abgeschlossen. Es wurde nicht mehr abgebucht, meine TANs waren nicht mehr so schnell verbraucht und ich fand keine Rechnungen mehr in meiner Inbox.
Damit kann man die Geschichte wohl als beendet betrachten. Deckel zu, aus den Augen, aus dem Sinn.
Aber halt! was ist denn das?!
InternetUniversum GmbHan mich
28. Feb. 2007
- Sperrung Ihres Accounts -
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider haben Sie Ihre aktuelle Rechnung immer noch nicht bezahlt (Details siehe PDF im Anhang).
----------------------------------------
Bitte zahlen Sie sofort Ihre Rechnung.
Ihr Account wurde gesperrt und wird sonst
unwiderruflich gelöscht.
----------------------------------------
Bei einem Missverständnis oder weiteren Fragen können Sie sich natürlich gerne an uns wenden:
- kostenlos anrufen: 0800 / 82 62 437
- kostenlos mailen: support@vanager.com
Unsere Bankverbindung, damit Sie diese direkt in Ihr Online-Banking kopieren können:
Kontoinhaber: InternetUniversum GmbH
Kontonummer: 3631919500
BLZ: 41262501
Bank: Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf
Diese E-Mail wurde automatisch erstellt
- Buchhaltung -
___________________________________________
vanager.com
InternetUniversum GmbH
Splieterstr. 27
48231 Warendorf
Zentrale: 0 25 81 / 94 19 96 - 4
Fax: 0 25 81 / 94 19 96 - 9
Amtsgericht Münster, HRB 8643
UST-ID: DE236748557
Geschäftsführer:
Marcel Chorengel
Daniel Hagemeier
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AAAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah...
[Abspann/Credits]
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Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Geschmacklos, Technisches
am
Samstag, 16. Juni 2007 16:13
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