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Dauerhafte Einträge
LinuxTag 2008: Software als Open Source veröffentlichen - von Torsten Werner
Diesen Vortrag hätte ich mir von vorn bis hinten sparen können. Ich erhoffte mir, wie im Beschreibungstext angekündigt und in der Einleitung des Vortrags von Herrn Werner konstatiert wurde, hier ein wenig über Bedingungen, Fallstricke und ähnlich Beachtenswertes aufgeklärt zu werden, wenn man Software unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Am Anfang war das auch ganz kurz Thema in der Form, dass darauf eingegangen wurde, wieviel Mut es zu Beginn erfordert, seine in Code gegossenen Verbrechen deröffentlichen Diskussion preiszugeben. Danach jedoch dümpelte der Vortrag so vor sich hin, nervös-hektisch und doch monoton erzählt (und der macht das wirklich öfter? Der ist wirklich - wie von ihm selbst in den Raum gestellt - für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Reden und Vorträgen für das Auswärtige Amt zuständig?). Es wurde ein bisschen von der Migration des gesamten Auswärtigen Amtes erzählt, die wohl seit 2003 läuft - interessante und auch lobenswerte Sache, hätte mich als Vortragsthema auch gereizt, um Erfahrungsberichte zu hören, wie mit der (Nicht-)Akzeptanz der Anwender umgegangen wurde, wie und wo Überzeugungsarbeit geleistet wurde usw. usf. Das wurde auch thematisiert, so ist es nicht. Genauso wie die Lobbyarbeit des Auswärtigen Amtes allgemein und seiner Person im Besonderen, was den Standardisierungsprozess zu OOXML bei den OSI-Gremien betrifft, wie sie sich gegen die aufdringlichen Lobbyisten von Microsoft zu Wehr gesetzt haben etc.
Wirklich spannende und gute Arbeit, da gibt es keine Diskussion. Aber das hilft mir leider versammt wenig dabei, wie ich "alles richtig" mache, wenn ich ein Softwareprojekt unter einer OpenSource-Lizenz veröffentlichen will.
Auch die lustigen kleinen Verstrickungen und Widersprüche, die er sich gemeinsam mit dem auch anwesenden Vertreter des BMI besonders in Bezug auf die Publikumsfragen gegönnt hat, haben leider nicht darüber hinwegtäuschen können, dass ich soeben eine Stunde meines Lebens schlichtweg verschwendet habe.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Technisches
am
Donnerstag, 29. Mai 2008 21:21
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Tags für diesen Artikel: auswärtiges amt
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Lebenszeichen
Nun ist ja wirklich lange nichts mehr passiert hier. Als Ausrede bringe ich an, dass dafür in meinem Leben umso mehr passiert ist 
Seit nunmehr einem knappen Monat befinde ich mich in einem neuen Arbeitsverhältnis, wie der ein oder andere Leser vielleicht schon über andere Kanäle mitbekommen hat. Der neue Job macht eine Menge Spaß. bietet ein angemessenes Gehalt, ist aber auch recht fordernd, sodass ich abends seltener die Lust habe, meinen Senf hier im Blog oder anderswo abzusondern, solange die Abende noch immer recht kurz sind und ich mich in die neue Situation eingewöhne.
Allerdings darf ich mich bei meinem neuen Arbeitgeber durchaus mit interessanten Projekten beschaeftigen, deren Erfahrungen ich hier sicherlich demnächst zum Besten geben werde - wie z.B. ein meiner Meinung nach spannendes Mailserver-Setup mit einigen gar wunderlichen Fußangeln, oder die anstehende Migration von CVS (zu vermutlich SVN), wo unter Garantie auch noch die ein oder andere Überraschung auf mich wartet.
Außerdem stehen demnaechst auch voraussichtlich ein paar Neuerungen an, die TuxHilfe betreffen - da stehen auch ein paar nette Dinge in der Warteschlange. Die müssen sich aber leider auch dem Zeitdiktat beugen und abwarten, bis sie an der Reihe sind.
So, das soll erstmal genug Lebenszeichen gewesen sein, in naher Zukunft wird sich wieder ein bisschen was bewegen, hier.
Seit nunmehr einem knappen Monat befinde ich mich in einem neuen Arbeitsverhältnis, wie der ein oder andere Leser vielleicht schon über andere Kanäle mitbekommen hat. Der neue Job macht eine Menge Spaß. bietet ein angemessenes Gehalt, ist aber auch recht fordernd, sodass ich abends seltener die Lust habe, meinen Senf hier im Blog oder anderswo abzusondern, solange die Abende noch immer recht kurz sind und ich mich in die neue Situation eingewöhne.
Allerdings darf ich mich bei meinem neuen Arbeitgeber durchaus mit interessanten Projekten beschaeftigen, deren Erfahrungen ich hier sicherlich demnächst zum Besten geben werde - wie z.B. ein meiner Meinung nach spannendes Mailserver-Setup mit einigen gar wunderlichen Fußangeln, oder die anstehende Migration von CVS (zu vermutlich SVN), wo unter Garantie auch noch die ein oder andere Überraschung auf mich wartet.
Außerdem stehen demnaechst auch voraussichtlich ein paar Neuerungen an, die TuxHilfe betreffen - da stehen auch ein paar nette Dinge in der Warteschlange. Die müssen sich aber leider auch dem Zeitdiktat beugen und abwarten, bis sie an der Reihe sind.
So, das soll erstmal genug Lebenszeichen gewesen sein, in naher Zukunft wird sich wieder ein bisschen was bewegen, hier.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Administrativ, Technisches
am
Sonntag, 30. März 2008 11:12
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AMD verspricht, OpenSource-Treiber für ATI-Karten herauszugeben II
Nun scheint ja endlich wenigstens ein bisschen Bewegung in die Sache zu kommen. Bereits im Mai hatte AMD ja auf dem Red Hat Summit OpenSource-Treiber für ATI-Karten angekündigt.
Allerdings soll aus lizenzrechtlichen Gründen nicht der vorhandene (proprietäre) Treiber geöffnet werden, sondern es wird ein neuer Treiber entwickelt werden, wobei vor allem die Zusammenarbeit mit Novell und Red Hat stattfinden soll, auch wenn die Dokumentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Der bisherige Zeitplan sieht vor, bis Ende diesen Jahres einen funktionierenden 2D-Treiber zu erstellen - die aufmerksamkeitsträchtigere 3D-Unterstützung wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen, soll aber auch u.a. mit Aiglx-Unterstützung daherkommen, was die Freunde des 3D-Desktops unter Linux wohl sehr freuen dürfte.
Ich bin gespannt und harre weiter der Dinge, die da kommen mögen.
Allerdings soll aus lizenzrechtlichen Gründen nicht der vorhandene (proprietäre) Treiber geöffnet werden, sondern es wird ein neuer Treiber entwickelt werden, wobei vor allem die Zusammenarbeit mit Novell und Red Hat stattfinden soll, auch wenn die Dokumentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Der bisherige Zeitplan sieht vor, bis Ende diesen Jahres einen funktionierenden 2D-Treiber zu erstellen - die aufmerksamkeitsträchtigere 3D-Unterstützung wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen, soll aber auch u.a. mit Aiglx-Unterstützung daherkommen, was die Freunde des 3D-Desktops unter Linux wohl sehr freuen dürfte.
Ich bin gespannt und harre weiter der Dinge, die da kommen mögen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Technisches
am
Donnerstag, 6. September 2007 09:24
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Selbstverschuldeter oder herbeigeredeter Fachkräftemangel
Kaum lebt die Konjunktur wieder auf, verteuert sich alles und die Wirtschaftsverbände beklagen sich wieder über den angeblichen immensen Fachkräftemangel. Wer erinnert sich nicht an die erfolgreiche Greencard-Kampagne Rinder statt Inder Kinder statt Rinder Kinder statt Inder, bzw. das Gegenteil davon?
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelleeinzunehmen anzunehmen.
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Nunja, tagesschau.de liefert bei den heutigen Schlagzeilen gleich die Antwort, warum sich die Inder von damals heute möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. In einem Land, wo sich so behandelt würde, hätte ich auch keine Lust, meinen Beitrag zum Volkswohl zu leisten.
Aber geschmacklosen Sarkasmus mal beiseite - gibt es diesen vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich? Auch namhafte Experten mit einschlägigen Lehrstühlen haben ihre fundierten Zweifel daran; und deren Argumente klingen meines Erachtens durchaus plausibel.
Demnach gibt es diesen Mangel, weil es die Wirtschaft so will. Sie verdient in allen Richtungen daran - der Dumme ist hierbei nur der Arbeitnehmer. Wenn man sich mal vor Augen führt, welchen Effekt der Schrei nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hat, bzw die Folgen des Schreis, dann könnte das in der Tat eine Erklärung sein.
Also von vorn: Gegeben sei die Situation, dass eigentlich ausreichend Fachkräfte vorhanden seien. Nun verbreitet die Wirtschaft in der Politik Panik, dass die Aufkeimende Konjunktur wieder ersticken könnte, weil eben doch ein Mangel an Fachkräften dasei. Was passiert? Wirtschaftspolitiker setzen alles daran, dass dieser (vorgebliche) Spezialistenmangel mit allen Mitteln ausgeglichen wird - durch (Um)Schulungen und Fortbildungen, mit irgendwelchen Greencard-Kampagnen, usw.
Ab diesem Punkt passieren 2 Dinge parallel, deren nutzen für die Wirtschaft nicht bestritten werden kann. Zum Einen sind Schulungsunternehmen zweifelsohne Teil der Wirtschaft, die an einem massiven (Weiter)Bildungsprogramm natürlich ordentlich verdienen, zum Anderen - und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil - ist nun ein deutliches Überangebot an passenden Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt, was wiederrum effektiv eingesetzt werden kann, um die Lohnkosten für die Fachkräfte zu drücken, bzw. unten zu halten.
Auch wenn das jetzt ein wenig marxistisch angehaucht klingen mag, aber die Gewinner/Verlierer-Bilanz finde ich durchaus beachtenswert in diesem Zusammenhang: Alles, was in unserem "System" Einfluss hat, gewinnt - Politiker, die eine Konjunkturabschwächung verhindert haben, Wirtschaftsunternehmen und -lobbyisten, die effizienter und preisgünstiger ihre Leistungen erbringen können, ihre Aktionäre besser zufriedenstellen können... überall strahlende Gesichter. Der einzige Verlierer ist der Arbeitnehmer, für den eine Situation künstlich geschaffen wurde, in der er sich "unter Preis" verkaufen muss - denn es gibt ja noch genug andere von seiner Sorte, die nur darauf warten, seine Stelle
Mich für meinen Teil regt das jedenfalls zum Denken an, wo Akademiker und Leute mit abgeschlossenen, soliden Ausbildungen in vielen Gegenden kaum bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz haben als Menschen vor 10 Jahren, die die Hauptschule nach der 9. Klasse geschmissen haben.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 20:04
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"Die Gelbe Gefahr" greift weiter um sich!
Wie es scheint, sind wir wieder bei Kaisers Zeiten angelangt und McCarthy lässt grüßen. Die Bedrohung aus Fernost wird immer eminenter!
Nicht, dass wir uns wegen den Chinesen schon an teurere Milch, teureres Benzin und teureres Heizöl gewöhnen müssen, nein, jetzt vergiften sie schon das Spielzeug unserer Kinder!
Ich sehe es schon kommen - zuerst beeinträchtigen sie durch Massenaufkäufe unsere Grundversorgung, womit sie unsere Wirtschaft zum Erliegen bringen, wo das zarte Pflänzchen Konjunktur gerade wieder anfängt, sich zu entwickeln, dann vergiften sie unsere Kinder, und irgendwann, ja, der Tag wird kommen, irgendwann stehen sie dann ganz einfach bei uns vor der Tür und sind die großen Gönner, weil sie uns unsere Wirtschaft wieder aufpäppeln... mit den Gütern, die sie zuvor aufgekauft haben. Und als Dank werden wir uns bereitwillig von den Maoisten annektieren lassen - und bevor wir merken, was das für ein abgekartetes Spiel war, sind wir ein Teil vom Reich der MItte! Alles wird Allen gehören, wir werden die Mao-Bibel auswendig können und den Dalai Llama nicht mehr empfangen.
Blödsinn? Klar!
Aber nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind!
Nicht, dass wir uns wegen den Chinesen schon an teurere Milch, teureres Benzin und teureres Heizöl gewöhnen müssen, nein, jetzt vergiften sie schon das Spielzeug unserer Kinder!
Ich sehe es schon kommen - zuerst beeinträchtigen sie durch Massenaufkäufe unsere Grundversorgung, womit sie unsere Wirtschaft zum Erliegen bringen, wo das zarte Pflänzchen Konjunktur gerade wieder anfängt, sich zu entwickeln, dann vergiften sie unsere Kinder, und irgendwann, ja, der Tag wird kommen, irgendwann stehen sie dann ganz einfach bei uns vor der Tür und sind die großen Gönner, weil sie uns unsere Wirtschaft wieder aufpäppeln... mit den Gütern, die sie zuvor aufgekauft haben. Und als Dank werden wir uns bereitwillig von den Maoisten annektieren lassen - und bevor wir merken, was das für ein abgekartetes Spiel war, sind wir ein Teil vom Reich der MItte! Alles wird Allen gehören, wir werden die Mao-Bibel auswendig können und den Dalai Llama nicht mehr empfangen.
Blödsinn? Klar!
Aber nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen
am
Sonntag, 19. August 2007 19:27
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Deutsche Gesetzgebung vs Sicherheitslücken
So macht Gesetzgebung doch Spaß!
Wir erlassen mal fix ein Gesetz, das den Einsatz von "Hacker-Tools" verbietet und *schwuppdibupp*, schon verschwinden die Sicherheitslücken ins Ausland. Ist doch praktisch, oder?
Wenn doch nur jedes Land so einen Anti-Hacker-Paragraphen in die Gesetzgebung aufnehmen würde... dann könnten wir endlich wieder register_globals auf "on" setzen, könnten uns die Mühe sparen, jede, aber auch jede verdammte Nutzereingabe zu prüfen, Administratoren wären erheblich entlastet von der lästigen Aufgabe, ständig Updates einspielen zu müssen, und was noch viel wichtiger ist: Jeder Server hätte die Möglichkeit stabil zu laufen.
Denn, wie wir alle wissen, die größten Gefahren für die Betriebsfähigkeit eines Servers sind a) böse Jungs, die nach Sicherheitslücken fahnden und sie oft genug auch entdecken und b) Software und Patches, die noch nicht ausreichend getestet wurden, sondern von dem Administrator "auf die Schnelle" eingespielt wurden, um Sicherheitslücken zu stopfen.
Ach, was wäre das doch für eine schöne Welt, wenn man all diese Probleme endlich dank entsprechender Verbote und Gesetze ausgemerzt hätte.
PS: Eventuell gefundene Ironie oder gefundener Sarkasmus darf behalten werden, es gibt dafür keinerlei Anerkennung oder Lob und keinerlei Sachleistungen oder anderweitige Vergütungen.
Wir erlassen mal fix ein Gesetz, das den Einsatz von "Hacker-Tools" verbietet und *schwuppdibupp*, schon verschwinden die Sicherheitslücken ins Ausland. Ist doch praktisch, oder?
Wenn doch nur jedes Land so einen Anti-Hacker-Paragraphen in die Gesetzgebung aufnehmen würde... dann könnten wir endlich wieder register_globals auf "on" setzen, könnten uns die Mühe sparen, jede, aber auch jede verdammte Nutzereingabe zu prüfen, Administratoren wären erheblich entlastet von der lästigen Aufgabe, ständig Updates einspielen zu müssen, und was noch viel wichtiger ist: Jeder Server hätte die Möglichkeit stabil zu laufen.
Denn, wie wir alle wissen, die größten Gefahren für die Betriebsfähigkeit eines Servers sind a) böse Jungs, die nach Sicherheitslücken fahnden und sie oft genug auch entdecken und b) Software und Patches, die noch nicht ausreichend getestet wurden, sondern von dem Administrator "auf die Schnelle" eingespielt wurden, um Sicherheitslücken zu stopfen.
Ach, was wäre das doch für eine schöne Welt, wenn man all diese Probleme endlich dank entsprechender Verbote und Gesetze ausgemerzt hätte.
PS: Eventuell gefundene Ironie oder gefundener Sarkasmus darf behalten werden, es gibt dafür keinerlei Anerkennung oder Lob und keinerlei Sachleistungen oder anderweitige Vergütungen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Tagesgeschehen, Technisches
am
Dienstag, 14. August 2007 15:39
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Automatenfritten
Dat gibbet nich, waddet nich all gibt.
Da waren wir gestern mit der versammelten Familie unterwegs nach Potsdam, um dem "Großen" ein bisschen Programm zu bieten in den Kindergartenferien. Da hier im Havelland die Verbindungen ins weitere berliner Umland nicht gerade die Besten sind, mussten wir unter anderem am berliner S-Bahnhof Westkreuz umsteigen.
Ich weiß nicht, ob diese Dinger der Allgemeinheit sonderlich geläufig sind, aber an so ziemlich jedem S-Bahnhof oder größerem Umsteigeknoten in Berlin gibt es schrankgroße, silbrige Klötze, die gegen Bares diverse Kleinigkeiten wie (heiße) Getränke, Gummibärchen, Schokoriegel und ähnliche Snacks ausspucken.
Da ist es nicht außergewöhnlich, dass der Bahnhof Westkreuz an seinen drei Bahnsteigen gleich eine ganze Batterie dieser Automaten bereithält. Außergewöhnlich für mich war jedoch, dass von einem dieser unbemannten Imbisskapseln das McCain-Logo prangte (ja genau, der bekannte Tiefkühl-Fastfood-Hersteller).
Nach einem verwirrten Weg- und wieder Hinsehen bestätigte sich die als unglaubwürdig verworfene Vermutung, dass dieser Fressalienautomat tatsächlich das Vorhandensein einer (recht armseligen) Frittenbude zu simulieren ersuchte. Aufmerksamkeitsträchtige Lettern auf der Silberschachtel versprachen den Genuss knuspriger, heißer Kartoffelstäbchen innerhalb von 45 Sekunden, so man bereit dazu ist, den Betrag von 1,50€ in dieses Schauspiel moderner Nahrungszubereitung zu investieren. Darüberhinaus wurde als technische Errungenschaft angepriesen, dass diese Pommes Frites ohne Zutun von Fett zubereitet werden, sondern lediglich - wie erstaunlich - [Trommelwirbel] - mit heißer Luft auf den Verzehr vorbereitet werden. So ähnlich dürften wohl vor XX Jahren die ersten Heißluftbacköfen angepriesen worden sein.
Da es mein Naturell ist, so ziemlich jede Erfahrung wenigstens einmal durchgemacht haben zu wollen, hatte ich keine allzugroßen Schwierigkeiten, meiner Geldbörse eine entsprechende Anzahl Münzen abzuringen. Von allerlei akustischem Beiwerk begleitet machte sich mein mechanisches Gegenüber dann auch gleich ans Werk, sein Versprechen einzuhalten. In Ermangelung einer Stoppuhr in meinem Reisegepäck kann ich leider nicht bestätigen, ob es tatsächlich 45 Sekunden gedauert hat, aber nach einer Zeitspanne, die gefühlt den Ankündigungen entsprach, präsentierte mir die blecherne Bedienung ein weißes Becherchen, gefüllt mit heißen, gelben Stäbchen - obendrein wurde mir aus einem weiteren Schacht ein Plastikbeutelchen gereicht, welches etwas Salz, eine hölzerne Pommesgabel und ein wenig Ketchup enthielt.
Immerhin, es waren eindeutig Pommes, die ich dort bekommen habe, aber wenn es mir um den Imbiss als Solchen anstatt um die fortschrittliche Technologie geht, werde ich sowohl um des Geschmacks als auch um des Preises Willen die herkömmiche, altmodische Zubereitungsstätte von Frittiergut aufsuchen.
Da waren wir gestern mit der versammelten Familie unterwegs nach Potsdam, um dem "Großen" ein bisschen Programm zu bieten in den Kindergartenferien. Da hier im Havelland die Verbindungen ins weitere berliner Umland nicht gerade die Besten sind, mussten wir unter anderem am berliner S-Bahnhof Westkreuz umsteigen.
Ich weiß nicht, ob diese Dinger der Allgemeinheit sonderlich geläufig sind, aber an so ziemlich jedem S-Bahnhof oder größerem Umsteigeknoten in Berlin gibt es schrankgroße, silbrige Klötze, die gegen Bares diverse Kleinigkeiten wie (heiße) Getränke, Gummibärchen, Schokoriegel und ähnliche Snacks ausspucken.
Da ist es nicht außergewöhnlich, dass der Bahnhof Westkreuz an seinen drei Bahnsteigen gleich eine ganze Batterie dieser Automaten bereithält. Außergewöhnlich für mich war jedoch, dass von einem dieser unbemannten Imbisskapseln das McCain-Logo prangte (ja genau, der bekannte Tiefkühl-Fastfood-Hersteller).
Nach einem verwirrten Weg- und wieder Hinsehen bestätigte sich die als unglaubwürdig verworfene Vermutung, dass dieser Fressalienautomat tatsächlich das Vorhandensein einer (recht armseligen) Frittenbude zu simulieren ersuchte. Aufmerksamkeitsträchtige Lettern auf der Silberschachtel versprachen den Genuss knuspriger, heißer Kartoffelstäbchen innerhalb von 45 Sekunden, so man bereit dazu ist, den Betrag von 1,50€ in dieses Schauspiel moderner Nahrungszubereitung zu investieren. Darüberhinaus wurde als technische Errungenschaft angepriesen, dass diese Pommes Frites ohne Zutun von Fett zubereitet werden, sondern lediglich - wie erstaunlich - [Trommelwirbel] - mit heißer Luft auf den Verzehr vorbereitet werden. So ähnlich dürften wohl vor XX Jahren die ersten Heißluftbacköfen angepriesen worden sein.
Da es mein Naturell ist, so ziemlich jede Erfahrung wenigstens einmal durchgemacht haben zu wollen, hatte ich keine allzugroßen Schwierigkeiten, meiner Geldbörse eine entsprechende Anzahl Münzen abzuringen. Von allerlei akustischem Beiwerk begleitet machte sich mein mechanisches Gegenüber dann auch gleich ans Werk, sein Versprechen einzuhalten. In Ermangelung einer Stoppuhr in meinem Reisegepäck kann ich leider nicht bestätigen, ob es tatsächlich 45 Sekunden gedauert hat, aber nach einer Zeitspanne, die gefühlt den Ankündigungen entsprach, präsentierte mir die blecherne Bedienung ein weißes Becherchen, gefüllt mit heißen, gelben Stäbchen - obendrein wurde mir aus einem weiteren Schacht ein Plastikbeutelchen gereicht, welches etwas Salz, eine hölzerne Pommesgabel und ein wenig Ketchup enthielt.
Immerhin, es waren eindeutig Pommes, die ich dort bekommen habe, aber wenn es mir um den Imbiss als Solchen anstatt um die fortschrittliche Technologie geht, werde ich sowohl um des Geschmacks als auch um des Preises Willen die herkömmiche, altmodische Zubereitungsstätte von Frittiergut aufsuchen.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Blödsinn, Geschmacklos, Technisches
am
Sonntag, 29. Juli 2007 12:59
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Käfer, Listen und im Kern bedrohte Prozessorarten
Normalerweise kenne ich es so, dass Tierarten auf eine Liste geschrieben werden und damit fortan als bedroht gelten. Wie so oft ist in der IT-Welt jedoch irgendwie alles anders als in der richtigen Welt. Da haben leute eine Liste mit Käfern^WBugs gemacht und nun sind nicht diese Bugs bedroht, sondern ein Prozessor - genauer die aktuelle Core 2 Prozessorgeneration von Intel.
Bei meinen Recherchen ob dieses merkwürdigen Phänomens stieß ich auf diesen Artikel bei Slashdot, wohl einer der führenden Nachrichtenticker der Branche. Da wird auf ein Posting von Theo de Raadt auf der openbsd-misc-Liste verwiesen, der ein paar der signifikanteren Punkte dieser Liste herausstellt (hier ist das Ganze nochmal etwas allgemeinverständlicher aufgearbeitet).
OK, zum Ernst der Sache. Das ist natürlich ein ganz schöner Hammer. Nachdenklich stimmt, dass laut de Raadt (seineszeichens OpenBSD-Gründer) einige dieser Bugs mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar von Code im Userland ausgenutzt werden können, ohne dass ein softwareseitiger oder anders gearteter Codefix das verhindern könnte.
Nun bringt sogar schon die Hardware Sicherheitslücken ins System. Und das ausgerechnet auch mit dem gehypeten Sicherheitsfeature des Non-Executive-Bits, das unter Umständen einfach mal ignoriert wird.
Ausgerechnet jetzt, wo Intel sein zurückgewonnenes Performance-Oberwasser im Desktop- und Endkundenbereich feiert und der Core 2 allenthalben ob seiner Leistung und Sparsamkeit gelobt wird.
Fairerweiser bemerkt de Raadt, dass bei AMD die Situation in Bezug auf verbuggte Prozessoren kaum besser aussieht.
Bei meinen Recherchen ob dieses merkwürdigen Phänomens stieß ich auf diesen Artikel bei Slashdot, wohl einer der führenden Nachrichtenticker der Branche. Da wird auf ein Posting von Theo de Raadt auf der openbsd-misc-Liste verwiesen, der ein paar der signifikanteren Punkte dieser Liste herausstellt (hier ist das Ganze nochmal etwas allgemeinverständlicher aufgearbeitet).
OK, zum Ernst der Sache. Das ist natürlich ein ganz schöner Hammer. Nachdenklich stimmt, dass laut de Raadt (seineszeichens OpenBSD-Gründer) einige dieser Bugs mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar von Code im Userland ausgenutzt werden können, ohne dass ein softwareseitiger oder anders gearteter Codefix das verhindern könnte.
Nun bringt sogar schon die Hardware Sicherheitslücken ins System. Und das ausgerechnet auch mit dem gehypeten Sicherheitsfeature des Non-Executive-Bits, das unter Umständen einfach mal ignoriert wird.
Ausgerechnet jetzt, wo Intel sein zurückgewonnenes Performance-Oberwasser im Desktop- und Endkundenbereich feiert und der Core 2 allenthalben ob seiner Leistung und Sparsamkeit gelobt wird.
Fairerweiser bemerkt de Raadt, dass bei AMD die Situation in Bezug auf verbuggte Prozessoren kaum besser aussieht.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Tagesgeschehen, Technisches
am
Donnerstag, 28. Juni 2007 18:17
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Fiktion und Realität
Hin und wieder beschämt es mich, Brite zu sein, z.B. wenn die königlichen Truppen nur allzu gehorsam und unkritisch dem Ruf der ehemailgen Kolonien jenseits des Großen Teiches folgen, oder auch wenn solche Nachrichten aus dem Heimatland George Orwells, dem Autor von 1984, kommen.
Dass auf der Insel massiv Überwachungskameras im öffentlichen Leben eingesetzt werden, war mir schon lange von meinen Familienbesuchen im Vereinten Königreich bekannt. Ich wusste auch davon, dass mittlerweile "interaktive" Kameras eingesetzt werden, mit denen Leute am Bildschirm direkt Passanten in der Nähe der Kameras ansprechen können.
Was ich nicht wusste ist, dass vier Fünftel der Bevölkerung letztere großangelegte staatliche Überwachungs-Aktion auch noch gutheißen. Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis wir uns im Zwiedenken üben müssen, unsere Vergangenheit einen staatlich kontrollierten Verlauf findet und unsere Sprache nur noch eine leere Hülse für die Illusion von Kommunikation ist.
Dass auf der Insel massiv Überwachungskameras im öffentlichen Leben eingesetzt werden, war mir schon lange von meinen Familienbesuchen im Vereinten Königreich bekannt. Ich wusste auch davon, dass mittlerweile "interaktive" Kameras eingesetzt werden, mit denen Leute am Bildschirm direkt Passanten in der Nähe der Kameras ansprechen können.
Was ich nicht wusste ist, dass vier Fünftel der Bevölkerung letztere großangelegte staatliche Überwachungs-Aktion auch noch gutheißen. Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis wir uns im Zwiedenken üben müssen, unsere Vergangenheit einen staatlich kontrollierten Verlauf findet und unsere Sprache nur noch eine leere Hülse für die Illusion von Kommunikation ist.
Geschrieben von Sven Grounsell
in Geschmacklos, Tagesgeschehen
am
Mittwoch, 6. Juni 2007 04:24
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LinuxTag 2007 in Berlin - Der Abschlussbericht
Das war er also, der erste LinuxTag in Berlin. Laut diesem Interview auf Golem.de war das auch nicht der Letzte, sondern mindestens die nächsten 5 Jahre bleibt er auch hier.
Sowohl auf Golem.de in dem Interview, als auch in diesem Artikel auf Heise Online wird ein geradezu euphorisches Bild der Stimmung auf dem LinuxTag gemalt. Dem kann ich mich leider nicht uneingeschränkt anschließen.
Die Kooperation mit der Messe Berlin ist sicherlich eine gute Sache und bringt laut Nils Magnus offensichtlich auch eine gewisse Entlastung bei der Organisation; die Argumente für den Veranstaltungsort Berlin sind auch nicht aus der Luft gegriffen. Aber lieber LinuxTag: Örtlichkeit und Organisation sind nicht die einzigen Komponenten einer erfolgreichen Veranstaltung.
Es fehlt Euch an Größe - Nicht im ideellen Sinne, das steht sicherlich den wenigsten zu, das in die eine oder in die andere Richtung zu bewerten; mir am allerwenigsten. Euch fehlte zumindest dieses Jahr die räumliche Größe. Und es haben viele Aussteller gefehlt, die man am LinuxTag einfach erwartet.
Aus der Red Hat Familie war lediglich die Community-Version Fedora vertreten, HP hat gefehlt und selbst der Heise Verlag hat durch Abwesenheit geglänzt. Ein ziemlicher Tiefschlag, nachdem Ihr sogar bereits Microsoft auf die Messe gelockt habt.
Und selbst die vorhandenen Stände sind schlichtweg zu klein geraten. Über das Chaos am CAcert-Stand, der mit der Größte war, schweige ich an dieser Stelle. Wie auch Nils Magnus treffend im Interview bemerkte, gehen viele Besucher zum LinuxTag (wie auch zu anderen Messen), um das sogenannte Soziale Netz auszubauen, zu erweitern und zu festigen.
Das jedoch ist bei solch winzigen Ständen schon rein physikalisch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit - Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein; das lernen Schüler bereits in den ersten Physikstunden. Wenn der Stand eine Front von geradeeinmal gut gemeinten anderthalb Metern hat, dann können sich an diesem Stand maximal zwei bis drei Gäste mit egal wievielen Ausstellern unterhalten, dann ist dieser Stand überfüllt.
Bitte, liebe LinuxTag-Organisatoren, setzt für 2008 auf Eure Agenda, dass Ihr mehr Ausstellungsfläche bereitstellt, dass die Stände nicht so winzig ausfallen müssen und versucht, die "Klassiker" unter den Ausstellern (wieder) mit ins Boot zu holen.
Ansonsten gratuliere ich Euch dennoch erfreut zum Besucherzuwachs im Vergleich zum letzten Jahr. Ihr habt offensichtlich die richtigen Grundlagen geschaffen - jetzt macht was daraus!
Sowohl auf Golem.de in dem Interview, als auch in diesem Artikel auf Heise Online wird ein geradezu euphorisches Bild der Stimmung auf dem LinuxTag gemalt. Dem kann ich mich leider nicht uneingeschränkt anschließen.
Die Kooperation mit der Messe Berlin ist sicherlich eine gute Sache und bringt laut Nils Magnus offensichtlich auch eine gewisse Entlastung bei der Organisation; die Argumente für den Veranstaltungsort Berlin sind auch nicht aus der Luft gegriffen. Aber lieber LinuxTag: Örtlichkeit und Organisation sind nicht die einzigen Komponenten einer erfolgreichen Veranstaltung.
Es fehlt Euch an Größe - Nicht im ideellen Sinne, das steht sicherlich den wenigsten zu, das in die eine oder in die andere Richtung zu bewerten; mir am allerwenigsten. Euch fehlte zumindest dieses Jahr die räumliche Größe. Und es haben viele Aussteller gefehlt, die man am LinuxTag einfach erwartet.
Aus der Red Hat Familie war lediglich die Community-Version Fedora vertreten, HP hat gefehlt und selbst der Heise Verlag hat durch Abwesenheit geglänzt. Ein ziemlicher Tiefschlag, nachdem Ihr sogar bereits Microsoft auf die Messe gelockt habt.
Und selbst die vorhandenen Stände sind schlichtweg zu klein geraten. Über das Chaos am CAcert-Stand, der mit der Größte war, schweige ich an dieser Stelle. Wie auch Nils Magnus treffend im Interview bemerkte, gehen viele Besucher zum LinuxTag (wie auch zu anderen Messen), um das sogenannte Soziale Netz auszubauen, zu erweitern und zu festigen.
Das jedoch ist bei solch winzigen Ständen schon rein physikalisch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit - Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein; das lernen Schüler bereits in den ersten Physikstunden. Wenn der Stand eine Front von geradeeinmal gut gemeinten anderthalb Metern hat, dann können sich an diesem Stand maximal zwei bis drei Gäste mit egal wievielen Ausstellern unterhalten, dann ist dieser Stand überfüllt.
Bitte, liebe LinuxTag-Organisatoren, setzt für 2008 auf Eure Agenda, dass Ihr mehr Ausstellungsfläche bereitstellt, dass die Stände nicht so winzig ausfallen müssen und versucht, die "Klassiker" unter den Ausstellern (wieder) mit ins Boot zu holen.
Ansonsten gratuliere ich Euch dennoch erfreut zum Besucherzuwachs im Vergleich zum letzten Jahr. Ihr habt offensichtlich die richtigen Grundlagen geschaffen - jetzt macht was daraus!
Geschrieben von Sven Grounsell
in Events, Glückwünsche, Tagesgeschehen, Technisches
am
Sonntag, 3. Juni 2007 21:23
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